| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cuxhaven | |
| Samtgemeinde: | Hemmoor | |
| Höhe: | 5 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,08 km² | |
| Einwohner: | 8721 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 193 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21745 (alt: 2170) | |
| Vorwahl: | 04771 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 022 | |
| Stadtgliederung: | 6 Ortschaften | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Rathausplatz 5 21745 Hemmoor |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Wilhelm Saul (SPD) | |
Hemmoor ist ein Mittelzentrum am westlichen Ufer der Oste im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Die Stadt liegt geografisch etwa zwischen Stade und der Kreisstadt Cuxhaven. Hemmoor hat ca. 8.900 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Hemmoor liegt auf der Grenze zwischen Geest und Ostemarsch. Die Kernzone grenzt an die Oste, die über den Hafen Schwarzenhütten den Seeweg über die Elbe zur Nordsee oder über den Nord-Ostsee-Kanal zur Ostsee eröffnet.
Die Stadt Hemmoor bildet zusammen mit den Gemeinden Hechthausen und Osten die Samtgemeinde Hemmoor.
Bekannt geworden ist Hemmoor als Fundstätte von vielen mit Tierfriesen geschmückten Messinggefäßen aus der Zeit um 200 n.Chr., die im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover aufbewahrt werden. Unter Archäologen ist die Stadt wegen der „Hemmoorer Eimer“ bekannt, eines Relikts der römischen Kaiserzeit (1–375 n. Chr.)
Hemmoor ist 1968 aus den sechs ehemals selbstständigen Gemeinden Basbeck, Warstade, Hemm, Westersode, Alt-Hemmoor und Heeßel hervorgegangen. Am 1. Oktober 1982 wurden Hemmoor die Stadtrechte verliehen.
Partnerstädte sind Couhé (Frankreich), Swaffham (Großbritannien) und Rüdersdorf bei Berlin.
Eine Schwebefähre über die Oste stellt seit 1909 eine Verbindung zwischen dem Ort Osten (Oste) und dem Hemmoorer Ortsteil Basbeck her. Nachdem die von dem Eiffel-Schüler Louis Pinette erbaute Schwebefähre – eine von zweien in Deutschland und von acht in der Welt – 1974 in ihrer Funktion durch eine Straßenbrücke abgelöst worden ist, steht sie als Technisches Baudenkmal für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung. 2004 wurde sie von der Bundesregierung in den Rang eines nationalen Baudenkmals erhoben und umfassend restauriert. Seit April 2006 werden wieder regelmäßig Fahrten zur Überquerung der Oste für Fußgänger und Fahrradfahrer angeboten.
Der Culturkreis Hemmoor e.V. bietet regelmäßig Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen an. Mehr als 30.000 Zuschauer haben innerhalb von über 18 Jahren die Rock-, Folklore-, Klassik- und Literaturveranstaltungen besucht.
Der Kreidesee im Stadtteil Warstade ist die Hinterlassenschaft von 117 Jahren Zementproduktion. Von 1862 bis 1976 wurde hier Kreide abgebaut, die in einer Zementfabrik direkt am heutigen See verarbeitet wurde. Nach Ende des Abbaus füllte sich die Grube mit Grundwasser. Der ursprünglich 130 m tiefe See wurde durch Verfüllung von Trümmern und Bauschutt der ursprünglichen Kreidefabrik auf 60 m verflacht, ist aber damit noch immer das dritttiefste Gewässer Norddeutschlands und umfasst etwa 33 Hektar.
Als Tauch- und Freizeitzentrum ist der See auch international bekannt und stellt auf Grund der Tiefe, Sichtverhältnisse und niedrigen Wassertemperatur ein anspruchsvolles Tauchrevier dar. Es kam bereits wiederholt zu, auch tödlichen, Tauchunfällen. Der See ist ganzjährig für Taucher gegen Gebühr zu betauchen; eine Tauchbasis ist vor Ort. Das Mitführen eines zweiten separaten Atemreglers ist zwingend vorgeschrieben. Als Attraktion unter Wasser gelten neben der versunkenen Industrieanlage unter anderem Autos, ein gesunkenes Segelboot, ein eingebrachter LKW und ein Flugzeug.
In dem meist glasklaren Wasser werden verschiedene Arten von Forellen und Lachse gezüchtet, die auch beangelt werden dürfen.
Unter Hemmoor-Kugeln versteht man Steine in Kugelform, die aus sand- und kalkhaltigen Ablagerungen entstanden sind. Diese Kugeln entstanden vor ca 17 Millionen Jahren im „Hemmoorium“ aus der Versteinerung des Meeresbodens.
Im Eiszeitalter wurden diese Ablagerungen durch Gletschergewässer zu Kugeln geschliffen. In den beiden im Natureum in Balje am Ostesperrwerk ausgestellten Kugeln bzw. eines Kugelbruchstückes sind bis jetzt ca. 300 verschiedenen Tierarten nachgewiesen worden. Die eine Kugel, eine Leihgabe von Herrn Dr. Li. Lade aus Hechthausen, wurde in einer Sandkuhle in Cadenberge gefunden. Das Bruchstück einer weiteren Kugel, eine Dauerleihgabe des Niedersächsisches Landesamtes für Bodenforschung in Hannover, wurde in der Kreidegrube in Hemmoor gefunden.
Hemmoor liegt an der 2004 eröffneten, rund 250 Kilometer langen Deutschen Fährstraße, die von Bremervörde nach Kiel führt und zu deren Wahrzeichen die Schwebefähre Osten–Hemmoor im Ortsteil Basbeck gehört.
Der meist klare, kalte Kreidesee Hemmoor ist eines der bekanntesten deutschen Tauchgewässer und zieht das ganze Jahr hindurch Sporttaucher an.
In der Hemmoorer Gastronomie wird Saibling aus dem Kreidesee im Stadtteil Warstade serviert. Als weitere Spezialitäten gelten Grünkohl, Stint und Aal.
Für die Zementherstellung werden hauptsächlich Kreide, Ton und Kohle benötigt. Da in Hemmoor eine große Ader (Schichtung) der „Schreibkreide“ an die Erdoberfläche trat, wurde hier schon 1866 Kreide zur Zementproduktion abgebaut. Der für die Herstellung außerdem benötigte Ton kam vom Westerberg aus Lamstedt und die Kohle für die Brennöfen aus dem Ruhrgebiet per Schiff. Auf der Rückfahrt wurde der fertige Zement als Schüttgut oder in Säcken abgefüllt mit den Schuten verschifft. Zwischen der Fabrik und dem Ostehafen im Ortsteil Schwarzenhütten bestand eine schmalspurige Werksbahn. Eine der weltweit größten Firmen der Zementproduktion entsteht 1882 mit Gründung der Aktiengesellschaft Portland Cementfabrik Hemmoor. Sie wurde bald einer der wichtigsten Arbeitgeber von Hemmoor und des gesamten Elbe-Weser-Dreiecks und lieferte Zement für die Neubauten an der Niederelbe sowie für Bauten der Hansestadt Hamburg – u. a. das Chilehaus (1924), das Hotel Atlantic (1909), den alten Elbtunnel (1911) – aber auch den Sockel der New Yorker Freiheitsstatue (1886).
In den 60-igern des 20. Jahrhunderts übernahm die Alsen'sche Portland Cementfabrik aus Lägerdorf – heute zum Holcim-Konzern gehörend – die Aktienmehrheit. 1983 kam es zur Stilllegung der Produktion, da die Kreide aus einer immer tiefer werdenden Kuhle (Grube) geholt werden musste, und das Absichern ihres Randes immer schwieriger wurde. Ebenfalls stellte die direkt an dieser Kante vorbeiführende B73 zunehmend ein Sicherheitsrisiko für den Abbau und für die angrenzenden Häuser dar. Die zwei weithin sichtbaren hohen Schornsteine wurden als letzte Teile der Produktionsgebäude abgerissen, nur das Verwaltungsgebäude an der B73 steht noch. Neben einigen noch verbliebenen Arbeits- und Direktorenhäuser erinnert heute insbesondere das deutsche Zement-Freilichtmuseum gegenüber der alten Produktionsstätte an diese Epoche Hemmoorer Geschichte. Nach einigen Persönlichkeiten aus der Geschichte der Zementherstellung in Hemmoor, dem Gründer des Werks, J. H. Hagenah, dem ehemaligen Vorstand Ewald Marby sowie dem Betriebsleiter Kurt Tielmann, wurden Straßen, Plätze oder Wege benannt.
Die Stadt liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 73 und 495.
Zudem hat Hemmoor an der Niederelbebahnlinie Cuxhaven–Hamburg einen Bahnhof. Dieser – bis 1992 noch Basbeck-Osten genannt – wurde 2005/2006 meist im laufenden Betrieb komplett umgebaut und erhielt u. a. zwei neue Seitenbahnsteige, die Weichen wurden entfernt bzw. stillgelegt und die Signalanlagen erneuert.
Mit der Einfahrt des ersten Zuges (RE14599) in Richtung Hamburg konnten die Baumaßnahmen am Morgen des 3. Juli 2006 abgeschlossen werden. Noch in der Nacht zu diesem Sonntag wurde der alte Bahnübergang Ziegelkamp nach Abfahrt des letzten Zuges (RE14588) aus Hamburg um 22:30 Uhr gesperrt und sofort abgebaut. Zeitgleich erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Bahnübergangs Bahnhofstraße / Otto-Peschel-Straße.
Seit Dezember 2007 wird der Bahnhalt von der metronom Eisenbahngesellschaft bedient.
Das Gymnasium Warstade in Hemmoor wurde 1946 auf Initiative eines Schulvereins gegründet. Aus der Oberschule Stade / Zweigstelle Warstade entwickelte sich das heutige Gymnasium, das als Schule im ländlichen Raum Lernort für ein großes Einzugsgebiet ist.
Zu Beginn bestand das Gymnasium aus zwei Gebäuden, wurde aber 1959 erweitert. 1980 bis 1992 wurde die Schule nochmals um einen Musiktrakt und Kunsträume erweitert. Aufgrund der Schulreform der niedersächsischen Landesregierung besuchen auch Fünft- und Sechstklässler das Gymnasium. Infolgedessen wird momentan an einem weiteren Trakt gebaut. Zwischen 1959 und 2007 bestanden mehr als 1.700 Abiturientinnen und Abiturienten an der Schule ihre Reifeprüfung. Da sowohl Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Stade als auch aus dem Landkreis Cuxhaven auf diese Schule gehen, gehen die Meinungen über die Finanzierungen seitens der beiden Kreise auseinander. Zur Zeit finanziert der Landkreis Stade nur die Busfahrten der Schülerinnen und Schüler. Ferner beteiligte er sich einmalig am Ausbau der Schule.
Der Förderverein Freunde des Gymnasiums Warstade e.V. wurde 2001 gegründet. Er soll zum einen die Kontakte zu ehemaligen Schülerinnen und Schüler aufrechterhalten, aber auch die Schule unmittelbar in Projekten und Leistungen unterstützen.
Zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurden 870 Schülerinnen und Schüler von 60 Lehrkräften unterrichtet, aufgelockert durch vielfältige außerunterrichtliche Aktivitäten (Arbeitsgemeinschaften, Theater- und Museumsbesuche, Schulfahrten, Wettbewerbe u. ä.). Als erste Schule im Landkreis Cuxhaven hat sich das Gymnasium Warstade intensiv um Energieeinsparung bemüht.
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."