| Heliopolis in Hieroglyphen | ||||
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Heliopolis (griech. für "Sonnenstadt", ägypt. Iunu, in der Bibel On) war im Altertum eine Stadt nordöstlich des heutigen Kairo in Ägypten mit einem bedeutenden Sonnenheiligtum, bereits seit dem frühen Alten Reich. Es ist heute ein Ruinenfeld und eine archäologische Ausgrabungsstätte.
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Nach der ägyptischen Mythologie sind hier die Götter entstanden. Mit seinem theologischen Konzept der (Neunheit von Heliopolis) gehörte der Ort bis in die Spätzeit zu den religiösen Zentren des ägyptischen Reiches, häufig in Konkurrenz zum oberägyptischen Theben (oberägyptisches Iunu).
In der Spätantike war die Stadt ein frühchristliches Bistum, aus dem das Titularbistum Heliopolis in Augustamnica der römisch-katholischen Kirche wurde. Es gehörte der Kirchenprovinz Leontopolis an.
Heliopolis ist auch der Name eines Stadtteils von Kairo (Geografische Lage: ca. 30.09° N, 31.33° O). Der einheimische Ausdruck ist Ain Shams (arabisch عين شمس ʿAin Schams) oder, mehrere Vorstädte zusammenfassend, Miṣr al-dschadīda / مصر الجديدة /„Neues Ägypten“ bzw. „Neu-Kairo“, ägyptisch-arabisch Maṣr el-gedīda. Heliopolis wurde durch die Heliopolis Oasis Company des belgischen Industriellen Baron Édouard Louis Joseph Empain ab 1905 in der Wüste nordöstlich des alten Kairo errichtet. Typisch für die Bauten in Heliopolis ist eine eklektizistisch-historistische Formensprache, die hauptsächlich auf maurische, arabische und europäische Elemente zurückgreift und in der Architekturgeschichte auch als „neomaurisch“ bezeichnet wird.
Heliopolis ist Standort der Ain-Schams-Universität.
Auch das syrische Baalbek war in der Antike als wichtiges Zentrum des Sonnenkultes unter dem Namen Heliopolis bekannt. Hier hielten sich die vorchristlichen Kulte besonders hartnäckig, noch im späten 6. Jahrhundert war die Stadt Ausgangspunkt eines "heidnischen" Aufstandes.
Reste der Stadt sind aus so gut wie allen Perioden ägyptischer Geschichte erhalten. Aus der 3. Dynastie stammen von hier Reste eines mit dem Namen von Djoser beschriebenen Schreines. Aus der 6. Dynastie stammt das Fragment eines Obelisken, der von König Teti II. errichtet wurde. Aus der 1. Zwischenzeit stammen einige Grabanlagen und aus dem Mittleren Reich der erste noch heute stehende Obelisk (von Sesostris I.). Zahlreiche Reste datieren in das Neue Reich, wozu auch einige Teile von Tempelanlagen und Grabanlagen wichtiger Personen gehören. Besonders viele und reich ausgestattete Grabanlagen stammen aus der Spätzeit.
Heliopolis ist derzeit ein Forschungsschwerpunkt des DAI. Das Team aus ägyptischen und deutschen Archäologen um Dietrich Raue der Abteilung Kairo hat 2006 in den Ruinen des Sonnentempels zahlreiche Inschrift- und Relieffragmente der Amarnazeit (ca. 1350 v. Chr.) entdeckt. Damit ist erwiesen, dass der alte Sonnentempel aus dem Alten Reich (ca. 2650 v. Chr.) noch in der Amarna-Periode in Funktion war. Ramses II. ließ den Tempel sogar bedeutend ausbauen, benutzte dazu das vorhandene Baumaterial für seine Zwecke und ließ u.a. den Sanktuarbau und zahlreiche Götterstatuen errichten. Seit Alexander dem Großen bemühten sich die griechischen Herrscher von Alexandria aus den ihnen fremden Kult zu unterstützen, jedoch verlor die Stadt an Bedeutung. Unter Cleopatra begann dann der Abtransport von Obelisken und Sphingen in großem Stil. Augustus lässt einen Obelisken aus Heliopolis holen und stellt ihn auf dem Marsfeld auf. In frühchristlicher Zeit wurden dann die Steine für die Stadtbefestigung von Kairo zweckentfremdet.
Koordinaten: 30° 08' n. Br., 31° 18' ö. L.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."