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Heimtiere sind Tiere, die vom Menschen aus unterschiedlichsten Motiven meist in seiner Wohnung oder in sonstigem engen Kontakt mit ihm gehalten werden. Motive für die Haltung von Heimtieren können unterschiedlichster Natur sein: Freude am Tier, Zierde, Interesse an Verhaltensweisen oder Züchtung der Tiere, Ersatz für Sozialpartner oder Spielgefährte für Kinder.
Als Heimtiere können fast alle in Größe und Verhaltensweisen zur Haltung in der Wohnung geeigneten Arten in Frage kommen, wobei bei geeigneter Unterbringung dazu auch durchaus gefährliche Tiere zählen können: Skorpione, Giftschlangen, Riesenschlangen.
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Der Begriff Heimtier ist relativ unscharf. Er wird oft mit dem des (biologisch gut definierten) Haustieres verwechselt. Bei Haustieren handelt es sich um Tiere, die primär als Nutztiere des Menschen zu unterschiedlichsten Zwecken meist schon seit längerer Zeit gehalten und domestiziert wurden.
Selbstverständlich können geeignete Haustierarten als Heimtiere gehalten werden; manche Haustierarten werden heute vorzugsweise als Heimtiere gehalten. Die ursprüngliche Nutzung spielt eine geringere Rolle: Hauskatze, Haushund. Dabei sind die Übergänge fließend. Das Hausmeerschweinchen ist in seiner südamerikanischen Heimat ein Nutztier (Nahrung), in Europa wurde es seit seinem Import neben seiner Nutzung als Versuchstier fast ausschließlich als Heimtier gehalten. Andererseits gibt es Arten, die eine sehr lange Geschichte als Heimtier haben und dadurch alle Merkmale einer domestizierten Art erfüllen, wie zum Beispiel Goldfisch, Kanarienvogel, Farbmaus oder Japanisches Mövchen. Bei den als Heimtiere gehaltenen Arten können alle Übergänge vom Wildfang bis zur weitestgehenden Domestikation gefunden werden. Auch Überschneidungen zu Labortieren sind häufig festzustellen, einige heute beliebte Heimtiere wie der Goldhamster oder die Farbratte wurden ursprünglich als Versuchstiere gezüchtet.
Schwierig ist die Abgrenzung des Begriffes zu Tieren, die zwar in engen Kontakt mit Menschen, aber nicht oder nicht ständig in seiner Wohnung gehalten werden z. B. große Hunderassen oder Reitpferde.
Das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren, das 1987 beschlossen wurde, bestimmt in Artikel 1 den Begriff Heimtier folgendermaßen: „Der Ausdruck Heimtier bezeichnet ein Tier, das der Mensch in seinem Haushalt zu seiner eigenen Freude und als Gefährten hält oder das für diesen Zweck bestimmt ist.“[1]
Nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands wurden 2008 in Deutschland ungefähr in jedem dritten Haushalt Heimtiere gehalten. Ohne Zierfische und Terrarientiere betrug ihre Anzahl 23,3 Millionen Tiere, darunter 5,5 Millionen Hunde.[2]