Heilsgeschichte ist die Geschichte, die für eine bestimmte Religion relevant ist. Die in der Heilsgeschichte beschriebenen Ereignisse sind meist nicht oder nur schlecht außerhalb der religiösen Tradition überliefert. Deshalb ist meist nicht zu entscheiden, inwieweit Heilsgeschichte mit geschichtlichen Fakten übereinstimmt.
Der Begriff Heilsgeschichte kommt ursprünglich aus der christlichen Tradition. Die Mitte der christlichen Heilsgeschichte („Fülle der Zeit“ Gal. 4,4; Eph. 1,10) befindet sich räumlich in der römischen Provinz Judäa, zeitlich in den ersten Jahrzehnten der christlichen Zeitrechnung: Leben und Wirken, Kreuzestod und Auferstehung des Jesus von Nazaret als Jesus Christus. Als dessen Ankündigung und Vorbereitung gilt die Schöpfungs-Erzählung der Bibel mit dem Sündenfall. Die Geschichte nach Christus gilt als „letzte Zeit“ oder „Endzeit“, in der das Evangelium zu allen Völkern dringt, bis die Zahl der Geretteten voll sein und der christliche Messias Jesus Christus in Herrlichkeit zum zweiten Mal ankommen wird. Die neuzeitliche historisch-kritische Methode hat allerdings gezeigt, wieviele mythische Bilder auch in die Geschichtsdarstellung der Bibel eingeflossen sind - und zugleich darauf aufmerksam gemacht, dass jedes Erzählen auswählend und gewichtend ist.
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Heilsgeschichtliches Denken liegt der gesamten christlichen Kunst des Abendlandes zugrunde. Es hat als jüdisch-christlicher Einfluss, religiös oder säkularisiert, auch das neuzeitliche philosophische Denken geprägt (Joachim von Fiore, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx u.v.a.) und ist als Fortschrittsglaube Teil des Massenbewusstseins geworden. Moderne Kritiker sehen darin eine der Ursachen für die Entfremdung des Menschen von der in Zyklen lebenden Natur. Für den Existenzialismus andererseits (Kierkegaard, Martin Heidegger, Sartre) ist Geschichtlichkeit die Grundverfasstheit des Menschen, sein Schicksal und seine Würde.
Im angelsächsischen Raum war die Scofield-Bibel mit heilsgeschichtlichen Anmerkungen und Verweis-Ketten von Cyrus I. Scofield ein neuer Impuls heilsgeschichtlichen Denkens.
Nach reformiertem Verständnis bezeichnet die Heilsgeschichte (historia salutis) Gottes rettendes und erlösendes Wirken zu Gunsten seines Volks. Sie geht eng mit der fortschreitenden Selbstoffenbarung Gottes einher. Immer dann, wenn ein wichtiges Ereignis in der Heilsgeschichte anstand war es begleitet von den Offenbarungen und den Zeichen grosser Propheten. Von besonderer Bedeutung sind Mose beim Bundesschluss am Sinai, Elija als Vorbote des Messias, Jesus Christus als Messias und die Apostel bei der Einführung der Gemeinde. Die reformatorische Sicht unterscheidet sich von der dispensationalistischen vor allem darin, dass Gottes Handeln als fortschreitend betrachtet wird. Diskontinualität wird (häufig unter Berufung auf das Seinsprinzip, principium essendi) bewusst abgelehnt.
Die dispensationalistische Heilsgeschichte kann auch in den Erscheinungsformen des Reiches Gottes erklärt bzw. dargestellt werden; wo sich der König, Jesus Christus als Messias des Königreichs Gottes, befindet, ist das Kriterium:
Die „islamische Geschichte“ ist bis etwa in die Abbasidenzeit, die ca. im Jahre 750 beginnt, vor allem Heilsgeschichte. Nichtislamische Quellen dazu sind selten oder sprechen dort, wo es Quellen gibt (Numismatik), eine ganz andere Sprache als die islamische Heilsgeschichte. Dies wird jedoch selten thematisiert, auch von der Islamwissenschaft nicht.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."