Als Heiducken, Haiduken, Hajduci oder Heyducken, Singular Hajduk (von serbisch und kroatisch hajduk kyrillisch: хајдук, bulgarisch хайдут, rumänisch: haiduc von albanisch:Hajduk), wurden in Südosteuropa ursprünglich die Treiber riesiger Viehherden bezeichnet, zu deren Aufgaben es zählte, die Herden vor Dieben oder bewaffneten Räubern zu schützen. Auf dem Balkan werden die Hajduken traditionell als Heldengestalten gesehen, die mit ihren Kriegern gegen die osmanischen Unterdrücker vorgingen.
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Die Herkunft des Namens ist unklar. Eine Theorie besagt, dass das Wort Hajduk vom türkischen Wort haydut abstammt, was soviel bedeutet wie Räuber, Bandit oder Raufbold (italienisch aiducco, französisch haïdouk). Die andere Theorie besagt, es könnte vom ungarischen Wort hajtó abstammen, was „Viehhändler“ oder „Hirte“ bedeutet, oder auch von den ungarischen Begriffen haidú („Söldner“) oder hajdú („Hirte“) oder hajdús („slawischer Fußsoldat“).
Als die Hajduci während der Türkenkriege Ende des 15. Jahrhunderts ihre Arbeit als Viehtreiber verloren, verdienten sich viele unter anderem auch als Söldner gegen die Osmanen und als Wegelagerer ihren Lebensunterhalt. Dabei folgten die Hajduci allerdings einem moralischen Schwur, die Armen niemals zu bestehlen und keine grundlosen Morde zu begehen.
Hier ein Ausschnitt aus dem Magyar Néprajzi Lexikon, einem ungarischen Lexikon der Volkskunde:
Im Zedler, der umfangreichsten und wichtigsten deutschsprachigen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts, die zwischen 1732-1754 herausgegeben wurde, heißt es:
Die bekanntesten Hajduk-Bewegungen waren der erste und zweite serbische Aufstand gegen die Osmanen. Dabei war der zweite der ausschlaggebende für den Sieg und die Befreiung von der türkischen Besatzung.
Als Uskoken griffen sie auch die venezianische und die k.u.k.-österreichische Herrschaft in Bosnien und Dalmatien an. Die sesshaft gewordenen Hajduci entwickelten in ihren Dörfern und Städten eine eigenständige Kultur, zu der unter Anderem ihre spektakulären Säbel- und Springtänze zählen.
Im heutigen Ungarn siedelte der Siebenbürger Fürst István Bocskai eine separate Gruppe von mehreren Tausend Hajduci auf seinen Ländereien um Debrecen, im „Hajdúság“-Land der Hajduci (siehe Hajdú-Bihar) unter der Bedingung an, dass sie ihm militärische Gefolgschaft schworen. So gibt es ein Reihe ungarischer Orte, die mit den Hajduci verknüpft sind, wie Hajdúdorog, Hajdúhadház, Hajdúnánás, Hajdúböszörmény, Hajdúszoboszló.
An zahlreichen Höfen des 18. und 19. Jahrhunderts gab es die Position des Heiducken, eines Hofangestellten, der dem repräsentativen Bereich zuzuordnen ist. Als Heiducken wurden jedoch einheimische Männer angestellt und keine Männer aus den Herkunftsregionen der Hajduk-Bewegungen. Sie umgaben bei feierlichen Anlässen den königlichen Thron und erhöhten damit die visuelle Wirkung. Daneben gab es ein Trabanten-Korps (Trabant (Militär)), dem eine ähnliche Aufgabe zufiel, das jedoch anders gekleidet war. Mit der Reduzierung der repräsentativen Elemente in den Hofhaltungen wurde dann die Funktion der Heiducken im frühen 19. Jahrhundert abgeschafft.
Das Wort haiduci wurde auch von der rumänischen Bewegung Haiducii Muscelului, die in den Jahren 1947 und 1959 den Aufstand gegen die Sowjets probte, benutzt.
Die serbischen Fußballclubs Hajduk Kula, Hajduk sa Liona oder der kroatische Fußballclub Hajduk Split, die rumänischen Musikgruppen Taraful Haiducilor oder Haiducii oder der Familienname der Schauspielerin Stacy Haiduk wurden entweder direkt übernommen oder nach dem Wort Hajduk, Haiduk oder Hajduci benannt.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."