Hans Natonek (* 26. Mai 1892 in Prag; † 23. Oktober 1963[1] in Tucson, USA) war ein deutsch-tschechischer Schriftsteller und Journalist. Natonek war Enkel eines Rabbiners aus Budapest und Vater von zwei Kindern.
Natonek war politisch liberal eingestellt , er hatte 1913 in Franz Pfemferts Aktion veröffentlicht, in einem Ziel-Jahrbuch von Kurt Hiller, in der satirischen Wochenschrift Der Drache, und war ständiger Mitarbeiter der Weltbühne.
Während der Weimarer Republik war er seit 1923 Feuilletonchef der zum Ullstein-Konzern gehörenden liberalen Neuen Leipziger Zeitung. Seine Bücher standen, zumindest in Leipzig, auf der Liste des unerwünschten Schrifttums. Gefährdet als Jude und aus sehr privaten Gründen (einer Denunziation seiner geschiedenen Frau beim Reichsverband Deutscher Schriftsteller e.V.), musste Natonek 1935 Deutschland verlassen und ließ sich zunächst in Prag nieder. 1939 flüchtete er weiter nach Frankreich. In Paris schloss er sich Joseph Roth an, mit dem er schon seit den zwanziger Jahren kollegial verbunden war.. Aus Frankreich flüchtete er weiter über Portugal in die USA.
Im Exil in den USA verbrannte er kurz vor seinen Tod einen beträchtlichen Teil seiner noch vorhandenen Manuskripte, ein Großteil der übriggebliebenen Schriften wurde von den Termiten zerstört.
Seine Rettung vor den Nazis hatte er Erica Wassermann, Tochter eines Hamburger Patentanwalts und Mitbegründer der Hamburger Universität, zu verdanken.
Inhaltsverzeichnis |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Natonek, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-tschechischer Schriftsteller und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 26. Mai 1892 |
| GEBURTSORT | Prag |
| STERBEDATUM | 23. Oktober 1963 |
| STERBEORT | Tucson |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."