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Das Hamburger Programm ist das auf dem Bundesparteitag am 28. Oktober 2007 in Hamburg beschlossene Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Der vollständige Titel lautet „Hamburger Programm. Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“.
Das Hamburger Programm löst das bis dahin gültige Berliner Programm vom 20. Dezember 1989 ab.
Im Dezember 1999 beauftragte der Berliner Parteitag der SPD eine Kommission mit der Entwicklung eines neuen Grundsatzprogramms. Die SPD hatte ein Jahr zuvor die Regierungsverantwortung in Deutschland übernommen und suchte nach neuen Antworten auf neue Fragen in dieser Situation.
Im Januar 2007 beschloss der Parteivorstand in Bremen den „Bremer Entwurf“ für ein neues Grundsatzprogramm. Er bildete die Grundlage für das schließlich im Oktober nach Diskussion auf dem Parteitag verabschiedete Hamburger Programm. Im August 2007 hatten die beiden stellvertretenden Parteivorsitzenden Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier sowie der ehemalige Parteivorsitzende Matthias Platzeck einen programmatischen Aufsatz (Auf der Höhe der Zeit) veröffentlicht, in dem sie sich indirekt gegen die Verankerung des bisherigen Begriffs demokratischer Sozialismus als sozialdemokratische Idee und Vision im neuen Parteiprogramm ausgesprochen. An dessen Stelle sollte die „soziale Demokratie“ treten. Damit konnten sich die drei SPD-Politiker jedoch auf dem Hamburger Parteitag nicht durchsetzen; das neue Grundsatzprogramm spricht weiter vom demokratischen Sozialismus.
Die Einleitung des Hamburger Programms beginnt mit den Worten „Die Zukunft ist offen – voll neuer Möglichkeiten, aber voller Gefahren“.
Die SPD stellt sich in die „[stolze] Tradition des demokratischen Sozialismus“. Zu ihren wichtigsten Werten erklärt sie „dauerhaften Frieden“, „die Sicherung der ökologischen Lebensgrundlagen“, „eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft“ sowie die „Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Menschen“. Als allgemeine Leitziele nennt das Programm „eine friedliche und gerechte Weltordnung“, „nachhaltigen Fortschritt“, „den vorsorgenden Sozialstaat“ (S. 5) und die „[solidarische] Bürgergesellschaft“ (S. 6).
Der Hauptteil des Grundsatzprogramms befasst sich mit folgenden Themen:
Im vierten Kapitel („Unser Weg“; S. 67 f.) formuliert die SPD schließlich acht Ziele ihrer Politik:
Abgeschlossen wird das Hamburger Programm mit den Worten „Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands kämpft für nachhaltigen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert“ (S. 68).
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