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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Recklinghausen | ||||
| Höhe: | 40 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 158,34 km² | ||||
| Einwohner: | 38 018 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 45721 | ||||
| Vorwahlen: | 0 23 64 (Haltern am See) Ausnahme: 02360 (Lippramsdorf) |
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| Kfz-Kennzeichen: | RE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 62 016
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| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | ||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Bodo Klimpel (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Haltern am See im Kreis Recklinghausen | |||||
Die Stadt Haltern am See, bis 2001 einfach Haltern, liegt an der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und gilt im Volksmund als Tor zum Münsterland. Haltern gehört zum Land Nordrhein-Westfalen und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster.
Eingebettet in den Naturpark Hohe Mark ist Haltern umgeben von Waldgebieten und frei von Industrieansiedlungen. Sie ist daher eine oft besuchte Touristenstadt. Historisch gehört die Stadt zum Münsterland.
Inhaltsverzeichnis |
Die Lippe und deren Zufluss, die Stever, fließen durch Haltern. Der Halterner Stausee und der sich etwas weiter östlich anschließende Hullerner Stausee sind mit ihren Zuflüssen Stever und Mühlenbach, dem Segelhafen und dem Seebad das Ziel zahlreicher Erholungssuchender. Die ausgedehnten Wälder der Haard, der Hohen Mark und der Borkenberge sind ebenso wie die Naturschutzgebiete Westruper Heide, Holtwicker Heide und Sebbelheide durch ein dichtes Netz von Wander-, Radwander-, Reit- und Spazierwegen erschlossen. Diese waldreiche Seen- und Heidelandschaft wird oft als Lunge des Ruhrgebiets bezeichnet.
Der höchste Punkt ist der Fernsehturm auf dem Waldbeerenberg mit 145,9 m über NN, der niedrigste Punkt ist das Lippetal in Hamm-Bossendorf mit 33,8 m über NN[2].
Die mittelalterliche Struktur der Altstadt ist gut erkennbar, von der Bausubstanz sind nur noch versteckte Reste (z.B. Rathaus, Gänsemarkt) aus dieser Zeit erhalten. Trotzdem ergibt sich das Bild einer typisch münsterländischen Stadt.
In Flaesheim erinnert der Bereich um die alte Stiftskirche an das Leben vor einigen hundert Jahren, die Ortskerne Sythen, Lippramsdorf, Hullern und Lavesum sind hingegen moderneren Ursprungs. In Hamm-Bossendorf und Holtwick fehlt ein zentraler Ortskern völlig.
Das Stadtgebiet gliedert sich in die Ortsteile (in Klammern die Einwohnerzahlen):
Haltern grenzt an:
Datteln,
Dorsten,
Dülmen,
Lüdinghausen,
Marl,
Oer-Erkenschwick,
Olfen,
Reken
Die räumliche Lage stellt sich wie folgt dar:
| Borken 31 km |
Coesfeld, Gronau 32 km, 77 km |
Dülmen, Münster 13 km, 50 km |
| Dorsten, Wesel 21 km, 42 km |
Lüdinghausen, Hamm 20 km, 52 km |
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| Marl, Duisburg 14 km, 60 km |
Recklinghausen, Bochum 22 km, 32 km |
Datteln, Dortmund 18 km, 40 km |
Entlang der Lippe zogen die Römer von Westen her immer tiefer ins westfälische Hinterland vor und legten Militärlager in Holsterhausen, Haltern, Oberaden, Beckinghausen und Anreppen an. Das Vorhaben, Germanien zu einer römischen Provinz zu machen, scheiterte im Jahre 9 n. Chr. mit der Varusschlacht. Auf dem heutigen Stadtgebiet Halterns gab es mehrere teils befestigte Lager und Kastelle, sowie einen Hafen an der Lippe. Viele Funde aus dieser Zeit sind im überregional bedeutsamen Westfälischen Römermuseum in Haltern ausgestellt. Siehe dazu auch Aliso.
Am 3. Februar des Jahres 1289 erhielt Haltern die niederen Stadtrechte von seinem Landesherrn und Fürstbischof von Münster, Everhard von Diest und damit das Recht, eine Stadtmauer zu errichten von der noch der Siebenteufelsturm erhalten ist. Der Verlauf der alten Wallanlagen lässt sich anhand der ringförmigen kleinen Wallstraßen um die Kernstadt erahnen (Straßen außerhalb des ehemaligen Walls: Alisowall, Schüttenwall usw.)
Neben vielen anderen Städten Westfalens war auch Haltern Mitglied der Hanse und zwar seit dem 14. Jahrhundert bis 1611. Aktivitäten Halterner Bürger im Handelsbund der Hanse sind sogar noch weiter zurück zu verfolgen. Heute ist Haltern Mitglied im Internationalen Hansebund der Neuzeit sowie im Westfälischen Hansebund, die mit ihrer Neugründung in den achtziger Jahren die Hanse wieder belebt haben.
Zur Zeit der Besetzung durch Napoleon im frühen 19. Jahrhundert gab es in Flaesheim eine Zentralrendantur, vergleichbar mit einer heutigen Kreisverwaltung.
Ein Hochwasser zum Jahreswechsel 1569/1570 führte dazu, dass die Lippe ihr Bett verließ und ihren heutigen Verlauf, 900 Meter südlich des Stadtzentrums, einnahm.
Das heutige Stadtgebiet entstand 1975 durch die kommunale Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Seit 1908 gab es in Haltern eine Pumpstation zur Förderung von Trinkwasser für das nördliche Ruhrgebiet. Die Wassergewinnung ist stetig ausgebaut worden und hat mit der Vollendung des Hullener Sees im Jahr 1985 ihren vorläufigen Endpunkt erreicht. Seit dem 1. Dezember 2001 trägt Haltern offiziell den Namen Haltern am See. Der Zusatz „am See“ dient nicht der Vermeidung von Verwechslungen, sondern allein der Tourismuswerbung.
Sitzverteilung der Parteien im Stadtrat:
In der Liste[3] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr | CDU | SPD | WGH | Z | FDP | WG Grüne | Grüne |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1975 | 51,7 | 32,9 | 6,3 | 5,8 | 3,4 | ||
| 1979 | 47,1 | 31,6 | 10,3 | 3,1 | 3,0 | 4,9 | |
| 1984 | 47,8 | 27,6 | 12,3 | 10,5 | |||
| 1989 | 41,9 | 29,3 | 18,5 | 10,2 | |||
| 1994 | 44,0 | 35,3 | 7,2 | 10,8 | |||
| 1999 | 54,6 | 31,9 | 4,4 | 7,3 | |||
| 2004 | 45,4 | 23,7 | 15,7 | 3,0 | 12,3 |
Das heutige Wappenbild der Stadt Haltern am See stellt einen Halfter dar. Der Halfter ist weiß, mit einer Schnalle, auf blauem Hintergrund in Schildform dargestellt. Das Wappen lässt sich zuerst 1486 auf einem Siegel nachweisen. Vorbild für die Gestaltung des Wappens war ein am alten Rathaus angebrachtes Relief aus dem Jahre 1577, das ein Halfter auf einem Schild zeigt. Auf den Siegeln älterer Urkunden erscheinen neben dem Schild mit dem Halfter Schildträger, darunter auch der Patron der Halterner Pfarrkirche, Papst Sixtus I.. Die Schildträger wurden nicht in das heutige Wappen übernommen. Es besteht kein Sinnzusammenhang zwischen dem Halfter als Wappen und dem Ortsnamen Haltern.
Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit den folgenden Städten:
Die Stadt unterhält außerdem freundschaftliche Beziehungen zu:
Die Stadtbücherei, eine öffentliche Bibliothek in städtischer Trägerschaft, hält ca. 60.000 Bücher und Medien bereit. 95.000 Entleihungen von DVDs, CDs, Romanen, Sachbüchern und Kinderbüchern sind pro Jahr zu verzeichnen. Seit August 2008 hat die Stadtbücherei eine Internet-Zweigstelle zum Herunterladen von e-books und anderen elektronischen Medien.
Im Bibliothekindex BIX, einem freiwilligen Vergleichsinstrument für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, konnte sich die Stadtbücherei im Jahr 2008 vom letzten auf den 33. (von 41) Platz in der Kategorie Gemeinden zwischen 30.000 und 50.000 Einwohnern verbessern.
In der Stadt Haltern leben und arbeiten verschiedene Künstler, wie Ulrich Schriewer (Skulptur Der Kiep), Ursula Bandomir, Ilona Betker, Mechthild Dasch, Brigitte Lotte. Im Künstlerhof-Lavesum wird eine offene Ateliergemeinschaft gepflegt. Der Maler Hermann Moog lebte über 30 Jahre in Haltern-Holtwick und schuf hier viele seiner Werke. Es finden regelmäßig Ausstellungen von Halterner Künstlern statt, unter anderem im Alten Rathaus. Die Stadt Haltern unterhält auch eine Musikschule für über 400 Schüler. Mehrere Vereine und Stiftungen fördern die Kunst in Haltern, beispielsweise die Kulturstiftung Masthoff, die auch die Varus-Bronzeskulptur des Künstlers Wilfried Koch als Leihgabe aufgestellt hat. Weitere Kunstwerke in der Stadt sind:
Die Wallfahrtskapelle St. Anna liegt südwestlich von Haltern auf einem südlichen Ausläufer der Hohen Mark. Eine urkundliche Erwähnung der Kapelle erfolgte schon 1378, die der heiligen Anna/Anna selbdritt gewidmet war. Ab etwa 1556 fanden die ersten Wallfahrten zur Kapelle statt. In ihrer Nähe befindet sich eine Quelle, der zu der damaligen Zeit eine heilkräftige Wirkung nachgesagt wurde. Die heutige alte Kapelle datiert auf 1653, ihre moderne Erweiterung auf 1967. Viele Vertriebene aus Schlesien haben ihre traditionelle Annaberg-Wallfahrt hierher übertragen. In der unmittelbaren Umgebung der Wallfahrtsstätte befinden sich Unterbringungsmöglichkeiten für die Pilger.
Der Graf-von-Galen-Park befindet sich in der Stadtmitte, zwischen Siebenteufelsturm und neuem Rathaus und dient auch als Veranstaltungsfläche. Im Park stehen das Denkmal des Bischofs Graf von Galen und die Varus-Bronzeskulptur.
Wie der Name schon sagt befindet sich der Park am Westufer vom Halterner Stausee. Im Park befindet sich ein Rasen-Bolzplatz, ein Kinderspielplatz und ein großes Klettergerüst, durch den Park führt eine von Hochzeitspaaren gepflanzte Baumreihe. Der Stausee ist gut einsehbar, wegen der Trinkwasserfunktion ist das Ufer durch Zäune abgegrenzt und nicht zugänglich.
Die Bahnhöfe Haltern am See und Sythen liegen an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg und werden durch den Rhein-Haard-Express (RE 2) Mönchengladbach–Duisburg – Essen–Gelsenkirchen–Münster und die Haard-Bahn (RB 42) Essen–Gelsenkirchen–Münster erschlossen. Außerdem endet die S 9 von Wuppertal über Essen und Bottrop in Haltern. Der Busverkehr wird überwiegend von der Vestische Straßenbahnen GmbH mit Linien nach Datteln, Dorsten, Herten, Marl, Recklinghausen, Gelsenkirchen und Lüdinghausen betrieben. Es gibt ein dichtes innerörtliches Liniennetz mit dem Busbahnhof als zentralem Umsteigepunkt am Halterner Bahnhof. Außerhalb der Busbetriebszeiten besteht die Möglichkeit, ein Anrufsammeltaxi zu ordern. Für Nachtschwärmer gibt es einen Discobus. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Im Fernstraßenbereich ist Haltern durch die A 43 Wuppertal–Münster mit den Anschlussstellen 8 Haltern und 7 Haltern-Lavesum erschlossen. Südlich des Stadtgebiets endet die A 52 von Düsseldorf über Essen im Autobahnkreuz 9/50 Marl-Nord.
Die Bundesstraße 58 Wesel–Beckum führt in West-Ost-Richtung durch Haltern. Die Bundesstraße 51 Bremen–Sarreguemines führt in Nord-Süd-Richtung durch Haltern, ist hier allerdings wegen der parallel verlaufenden Bundesautobahn 43 zur Landstraße 551 herabgestuft.
Haltern liegt auch an Radfernwegen. Zum einen an der Römerroute, die von Wesel der Lippe aufwärts folgt und dann von Bad Lippspringe durch die Dörenschlucht nach Detmold führt. Zum anderen an der 100-Schlösser-Route im Münsterland, an der circa 310 Kilometer langen Westroute.
Die nächsten Linienflughäfen sind in Dortmund (50 km), Düsseldorf (73 km) und Münster-Osnabrück (71 km). Sportflughäfen gibt es in Lüdinghausen-Borkenberge (10 km) und Marl-Loemühle (10 km).
Der Wesel-Datteln-Kanal führt durch Haltern.
In Haltern befinden sich zwei Autogas-Tankstellen und ein ADAC-Fahrsicherheitszentrum. Weiterhin befindet sich hier die einzige verbliebene DEA-Tankstelle, um die Markenrechte aufrechtzuerhalten.
Über die Söhne und Töchter der Stadt hinaus, gibt es Persönlichkeiten, die mit der Stadt in enger Verbindung stehen, jedoch in einer anderen Stadt geboren sind:
Castrop-Rauxel | Datteln | Dorsten | Gladbeck | Haltern am See | Herten | Marl | Oer-Erkenschwick | Recklinghausen | Waltrop
Flaesheim | Haltern am See | Hamm-Bossendorf | Holtwick | Hullern | Lavesum | Lippramsdorf | Sythen