| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| M16 | Koxarthrose (Arthrose des Hüftgelenkes) | |
| M16.1 | primäre Koxarthrose | |
| M16.3 | dysplastische Koxarthrose | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) | ||
Die Hüftgelenksarthrose oder Coxarthrose (eigentlich: Koxarthrose) ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks.
Die Hüftgelenke gehören zu den hochbelasteten Gelenken unseres Körpers. Die Statik und Kinetik des aufrechten Ganges stellen deutlich andere Anforderungen an das Gelenk als die Fortbewegung auf vier Beinen.
Abhängig von der Nutzungsdauer, sprich dem Lebensalter, kommt es früher oder später zu Verschleißvorgängen. Die Knorpelschicht des Gelenkes wird abgerieben und dadurch dünner. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrter mechanischer Beanspruchung ausgesetzt und reagiert mit einer Verdichtung seiner Binnenstruktur. Auf dem Röntgenbild vergleicht man den Hüftkopf mit einem Auge; die Druckauffangzone der Hüftpfanne im Beckenknochen liegt an der Stelle der Augenbraue. Verdichtet sich diese Druckauffangzone, sieht es aus, als würde diese Augenbraue deutlicher. Der Fachausdruck hierfür ist Pfannendachsuperzilium.
Im weiteren Verlauf wird das Gelenk verformt, man spricht von der "deformierenden Arthrose". Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird löcherig, der Fachausdruck nennt das Geröllzysten. Um die Druckauffangzone zu verbreitern, baut der Körper Knochenmaterial an, mit dem die Hüftpfanne verbreitert wird. Der Hüftkopf weist dann keine Kugelform mehr auf. Diese Hüftkopfentrundung wird als "präarthrotische Deformität" bezeichnet.
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie empfiehlt die Klassifikation der Coxarthrose nach KELLGREN und LAWRENCE. Je nach radiologischem Befund wird hier die Arthrose in 4 Stadien eingeteilt: Stadium I: weitgehend normales Gelenk, geringe subchondrale Sklerosierung Stadium II: unregelmäßige Gelenkfläche, geringe Gelenkspaltverschmälerung und Osteophytenbildung Stadium III: deutliche Gelenkspaltverschmälerung und Osteophyten, deutliche Unregelmäßigkeiten der Gelenkfläche Stadium IV: ausgeprägte Gelenkspaltverschmälerung, große Osteophyten, Deformierung, Geröllzysten oder Nekrose des Hüftkopfes
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Je nach Ursache werden unterschiedliche Therapien angewendet.
Abnutzungserscheinungen sind ein normaler Alterungsprozess. Wenn sich diese Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen, indem etwa die Marschleistung beim Wandern deutlich nachlässt, kann man dem weiteren Verfall der Hüften zumindest in Grenzen entgegenwirken. Da ist zunächst die Auswahl der Sportarten: Radfahren und Schwimmen belasten die Hüften nicht, im Gegensatz zu Marathon-Lauf und Tennis. Einen Beitrag kann Schuhwerk mit weichen, stoßabsorbierenden Absätzen leisten. Macht der Fortschritt der Abnutzung die schmerzfreie Bewegung unmöglich, werden zunehmend verschiedene Endoprothesen implantiert.
Anlagebedingte Fehlformen sollten so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. Inzwischen gibt es die Ultraschall-Untersuchung der Säuglingshüfte, ein nicht-belastendes Verfahren, ungünstige Formen des Hüftgelenkes zu erkennen und den Verlauf der eingesetzten Therapie zu überwachen. Je nach Schwere der Veränderung gibt es eine Reihe von Verfahren. Das reicht vom einfachen Breitwickeln bis zur offenen (also operativen) Reposition der Hüften. Die Industrie bietet ein Sortiment von Bandagen an, die, richtig eingesetzt, aus einer sehr schlecht geformten Hüfte ein weitgehend normal belastbares Gelenk machen können. Bei schweren Veränderungen kann ein operatives Vorgehen notwendig werden. Korrektur-Osteotomien ändern den Winkel, unter dem der Schenkelhals zum Oberschenkel steht; Becken-Osteotomien sollen eine Verbreiterung des Pfannendaches und somit eine bessere Auflage des Hüftkopfes bewirken.
Verkehrsunfälle führen manchmal zu traumatischen, unter Umständen zu so genannten zentralen Hüftluxationen. Der Hüftkopf durchbricht hierbei die Pfanne und rutscht in den Raum des kleinen Beckens. Schenkelhalsbrüche sind im Alter häufig, aber auch in der Jugend nicht ausgeschlossen. Die Behandlung hängt von der Art der Verletzung und der Vitalität des Patienten ab. Grundsätzlich wird die operative Rekonstruktion des Gelenkes angestrebt. Wenn dies nicht möglich ist, wird es durch eine Endoprothese ersetzt.
Kindliche Hüfterkrankungen zum Beispiel Morbus Perthes (Hüftkopfnekrose), Hüftkopflösung (Epiphyseolysis capitis femoris) gehören zu den ganz typischen Arbeitsbereichen der Orthopäden. Sie bauen entlastende Apparate, verschrauben gelöste Hüftköpfe, konstruieren Schuhzurichtungen und erhalten durch Krankengymnastik die Funktion oder stellen sie wieder her.
Auf dem Blutweg übertragene Infektionen des Knochens (Hämatogene Osteomyelitis) sind bei kleinen Kindern keine Seltenheit. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere des Krankheitsbildes; manchmal reicht die systemische Gabe von Antibiotika aus, meistens erweist sich ein operativer Eingriff jedoch als unausweichlich.
Rheumatische Erkrankungen im weiteren Sinne. Die Hüfte kann, ebenso wie alle anderen Gelenke des Körpers, von destruierenden, entzündlichen Prozessen betroffen sein. Wegen des oft rasanten Verlaufes der Veränderungen ist man hier relativ früh gezwungen, endoprothetischen Ersatz zu schaffen. Die Gegebenheiten für eine operative Versorgung sind oft ungünstig, da der Knochen bei einer rheumatischen Grunderkrankung meist schon einiges an Stabilität eingebüßt hat.
Die Operationsverfahren an der Hüfte sind recht weit entwickelt. Neben dem knochensparenden Oberflächenersatz und dem Kopfteilersatz stehen eine Vielzahl von Endoprothesen-Modellen zur Verfügung; die "Standzeiten" dieser Gelenkprothesen werden mittlerweile mit 15 bis 20 Jahren angesetzt. Die Betrachtung der kindlichen Hüftdeformitäten hat sich gewandelt. Es gilt nicht mehr als sicher, dass jede präarthrotische Deformität auch tatsächlich in einer Arthrose enden muss. Außerdem vertraut man zunehmend auf die Möglichkeit des endoprothetischen Ersatzes in höherem Alter, statt jedes verdächtig aussehende kindliche Hüftgelenk gleich operativ umstellen zu wollen.
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."