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Das Große Artesische Becken (engl. Great Artesian Basin) in Australien ist das größte unterirdische Wasserreservoir der Erde und erstreckt über 1 711 000 Quadratkilometer, das sind ungefähr 23 Prozent der Fläche des Kontinents.
Das Becken umfasst nahezu Queensland insgesamt, den süd-östlichen Eckbereich der Northern Territory, den nord-östlichen Teil von South Australia und den Norden von New South Wales. Das Wasserreservoir erstreckt sich von Great Dividing Range bis zum Lake Eyre und es entstand im Zeitraum zwischen 100 and 250 Millionen Jahren. Das Süsswasservorkommen wird auf 64 900 Million Megaliter (ein Megaliter sind 1 Million Liter Wasser). Es wurde im Jahr 1879 entdeckt und dehnt sich ungefähr unterhalb eines Viertels des australischen Kontinents aus. Durch diese Entdeckung wurde hinsichtlich der Viehzucht ein gewaltiger wirtschaftlicher Aufschwung ausgelöst, da das Wasser weitläufig für das Vieh genutzt werden kann. Das unterirdische Wasser wird mittels Windrädern, Diesel- und Elektropumpen hochgepumpt. Oft hat das Wasser einen sehr hohen Salzgehalt.
Die übermäßige Entnahme von Grundwasser bringt allerdings einige Probleme mit sich. Bei Überbeanspruchung führt ein Absinken des Grundwasserspiegels zum Eindringen von Meereswasser, wodurch das Grundwasser auf Jahrzehnte für menschlichen Konsum ungenießbar wird. Ein weiteres Problem der Grundwasserversorgung ist die zunehmende Kontamination durch Lecks in Jauchegruben, Mülldeponien sowie durch Industriebetriebe. Das Great Artesian Basin Coordinating Committee (GABCC) koordiniert nicht nur, sondern überwacht die Wasserabnahme durch die Bundesregierungen und die kommunalen Verwaltungen.