Ein Großherzogtum ist ein Territorium, das von einem Großherzog regiert wird. Der Rang eines Großherzogs erinnert an das Heilige Römische Reich deutscher Nation, hat in dessen Nomenklatura jedoch nicht existiert. Der Titel entstand vielmehr zuerst in Italien. Unter Cosimo I. wurde das Herzogtum Toskana durch päpstliches Privileg 1569 (damals weltweit einzigartig) zum Großherzogtum Toskana. Napoleon Bonaparte gründete mehrere neue Staaten als Großherzogtümer, vor allem
Ebenfalls wählte Napoleon den Titel zur formellen Standeserhöhung derjenigen Fürsten, deren Gefolgschaft er sich im Rahmen des Rheinbundes zu versichern gedachte. Da nach dem Ende Napoleons 1815 eine Rückstufung der deutschen Fürsten aus Statusgründen nicht in Frage kam, hat der Titel bis heute bestand.
Das Großherzogtum Berg wurde 1813 von Truppen des Königreichs Preußen besetzt, das aus den rheinischen Teilen das Titular-Großherzogtum Niederrhein machte und es sich selbst verlieh. Im Landeswappen von Nordrhein-Westfalen ist das heraldisch rechte grüne Feld mit silbernen Wellenband das historische Wappen des Großherzogtum Niederrhein von 1817.
Nach den napoleonischen Kriegen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs existierten in Europa neun Großherzogtümer:
Heute ist allein Luxemburg Großherzogtum, dessen Personalunion mit dem Königreich der Niederlande 1890 endete.
Siehe auch: Herzogtum, Großherzog, Fürst, Prinz, Adel, Großherzogtum Würzburg, Großherzogtum Frankfurt
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."