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Grimma ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Leipzig in Sachsen.
[Bearbeiten] Geografie und Verkehr
Die Stadt liegt im Nordsächsischen Platten- und Hügelland 25 km südöstlich von Leipzig und ca. 16 km südlich von Wurzen im Muldental.
Im Norden kreuzt die A 14 das Stadtgebiet und ist über den Anschluss Grimma zu erreichen. Durch die Stadt führen die B 107 und die Bahnstrecke (Leipzig–) Borsdorf–Döbeln–Coswig (–Dresden) mit dem Oberen Bahnhof, früher auch die ab 1997 stillgelegte Muldentalbahn mit dem Unteren Bahnhof. Durch den heutigen Ortsteil Kleinbardau führte 1936 bis 1947 mit einem Bahnhof die Querbahn (Borna–) Neukirchen-Wyhra–Bad Lausick–Großbothen.
- Großbardau (am 1. Januar 2006 eingemeindet)
- Döben
- Hohnstädt
- Höfgen
- Beiersdorf
- Kaditzsch
- Schkortitz
- Naundorf
- Neunitz
- Grechwitz
- Dorna
- Kleinbardau (am 1. Januar 2006 eingemeindet)
- Bernbruch (am 1. Januar 2006 eingemeindet)
- Waldbardau (am 1. Januar 2006 eingemeindet)
Grimma ist sorbischen Ursprungs und wurde 1065 erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Schloss residierten oft meißnische Markgrafen und die sächsischen Kurfürsten. Geboren wurde daselbst der Stammvater des sächsischen Königshauses, Albrecht der Beherzte, der sich deshalb auf seiner Wallfahrt nach Palästina Junker von Grym nannte. Im Jahr 1344 erfolgte die Ersterwähnung der Bürgerwehr Die Geharnischten im Städtebund Torgau, Oschatz und Grimma, die in der Wurzener Fehde 1542 Berühmtheit erlangte.
In Grimma wurden seit 1440 mehrere Landtage gehalten, auf deren einem (1458) Kurfürst Friedrich der Sanftmütige die Leipziger Neujahrsmesse stiftete. Hier verhandelten 1511–1546 Abgeordnete der beiden sächsischen Linien; durch den „Grimmaischen Machtspruch“ wurden vierzigjährige Streitigkeiten über Münz- und Bergsachen beigelegt.
Bei der Jahrhundertflut um den 13. August 2002 wurden zahlreiche Häuser der Altstadt zerstört oder stark beschädigt, mittlerweile konnten jedoch fast alle wieder aufgebaut werden. Noch immer zerstört ist die alte Muldebrücke (2006). Ein von Friedhelm Lach geschaffenes Denkmal aus Rochlitzer Porphyr erinnert an die Hochwasserkatastrophe.
Grimma war Kreisstadt des zum 1. August 2008 aufgelösten Muldentalkreises und besitzt nun den Status einer Großen Kreisstadt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Muldebrücke, erbaut vom Barockbaumeister Daniel Pöppelmann 1716–1719, die im Jahr 2000 gerade restauriert worden war (noch nicht wiederhergestellt)
- historische Altstadt mit Frauenkirche
- Museen: Kreismuseum, Göschenhaus-Seumegedenkstätte
- Kirche romanischen Ursprungs aus dem 12. Jahrhundert in Döben
- Denkmalschmiede Höfgen
- Höfgener Landschaftspark (inklusive Jutta-Park)
- Schiffmühle Höfgen
- Wehrkirche Höfgen
- Klosterruine Nimbschen
- Hängebrücke über die Mulde
- Fährmann zwischen Höfgen und Nimbschen
- Wehrkirche Großbardau
- Taubenschlag/Parthenmühle Großbardau
- Kirche Bernbruch
- Kirche Kleinbardau
- Naherholungsgebiet Klosterholz
- Schloss mit Steinbaum
- Gymnasium St. Augustin
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Die Grimmaer Frauenkirche
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Die Pfeiler der alten Muldebrücke
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Steinbaum am Volkshausplatz
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- Jugendblasorchester Grimma e.V.
- Volleyballverein Grimma e.V.
- Grimmaer Ruderverein e.V.
- SV 1919 Grimma e.V.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- 24-Stunden-Basketballturnier gegen Rassismus und Gewalt
- CrossOver-Festival (Jugendfestival)
- Deutschland-Pokal für Hobbyläufer Grimma (europaweiter Eiskunstlauf-Wettbewerb)
- Grimmaer Liederflut
- Grimmaer Citylauf
- Muldental-Bike-Marathon - Klostermarathon (Mountainbikerennen)
- Muldental-Triathlon
- Muldentaler Städtelauf (Wurzen–Grimma)
- Mulderegatta (Grimma–Wurzen)
- Stadtfest
- 5 Grundschulen
- Mittelschule Grimma
- Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium, seit September 2006 mit Gymnasium St. Augustin fusioniert
- Gymnasium St. Augustin
- Evangelisches Schulzentrum Muldental
- Berufliches Schulzentrum
- Förderschule „Schule am Pulverturm“ (Lernbehindertenschule)
- Förderschule (G)
- Volkshochschule Muldental
- Orchesterschule des Jugendblasorchesters Grimma
- Musikschule Muldental „Theodor Uhlig“
- 1895 Fürst Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1996 Robert Tournier, Initiator Städtepartnerschaft Grimma-Bron
- 1997 Hans Pippig, Fotograf und Heimatkundler
- 2000 Kurt Schwabe, ehemaliger Fürstenschüler und seit 1992 Archivar vom Gymnasium St. Augustin zu Grimma
- 2007 Ulrich Mühe, Schauspieler
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Albrecht III., Herzog von Sachsen und Begründer der albertinischen Linie der Wettiner
- Olaf Beyer, deutscher Mittelstreckenläufer
- Constantin Bock von Wülfingen, deutscher Verwaltungsjurist, Politiker und NSDAP-Mitglied
- Erich Burck, deutscher Altphilologe
- Oskar Günther, deutscher Politiker
- Ulrich Mühe, deutscher Schauspieler
- Karl Christian Tittmann, Theologe
- Carmen Nebel, deutsche Fernsehmoderatorin
- Lorenz Peckenstein, sächsischer Historiker
- Adam Theodor Siber, Literaturwissenschaftler, Rhetoriker und Linguist
- Friedrich Strampfer, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- Erich Waschneck, deutscher Kameramann und Filmregisseur
- Hermann Winkler, ehemaliger sächsischer Staatsminister
- Karl-Heinz Gerstenberg, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag
- Johann Georg Theodor Grässe, deutscher Philologe, Historiker und Direktor der königlichen Porzellansammlung und des „Grünen Gewölbes“
- Uwe Schirmer (* 1962), Historiker
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Adam Siber (1516–1584), Humanist und Pädagoge, war Gründungsrektor des Gymnasiums
- Paul Gerhardt (1607–1676), bedeutender Kirchenlieddichter, war von 1622 bis 1627 Schüler der Grimmaer Fürstenschule St. Augustin
- Andreas Kunad (1602–1662), Pädagoge und lutherischer Theologe, war Superintendent in Grimma
- Samuel von Pufendorf (1632–1694), war von 1645 bis 1650 Schüler der Grimmaer Fürstenschule St. Augustin
- Johann Friedrich Mayer (1650-1712) war Superintendent in Grimma
- Karl Ludwig Nitzsch (1751–1831), Theologe
- Georg Joachim Göschen (1752–1828), Verlagsbuchhändler, in Grimma verstorben
- Johann Gottfried Seume (1763–1810), Dichter; dieser trat 1801 von Grimma aus seinen Spaziergang nach Syrakus an
- Christian Gottlob Lorenz (1804–1873), Verfasser der Stadtchronik, Professor und Stellvertreter des Rektors an der Fürstenschule St. August
- Rudolf Priemer (2008): Aufgetaucht, Sax-Verlag Beucha (ISBN 3-86729-027-X).
- idem (1. Aufl.:1992, 2. Aufl.: 2000): Grimma und Muldental, Sax-Verlag Beucha.
- Rudolf Priemer, Ernst Kroker, und Philipp Hallbauer (1993): Kloster Nimbschen und Katharina von Bora, Sax-Verlag Beucha.
- Horst Naumann (1. Aufl.:1997, 2. Aufl.: 2008): Straßen, Häuser und Plätze der Stadt Grimma - Ein Lexikon zur Stadtgeschichte, Sax-Verlag Beucha.
Grimma - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Grimma - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."