Unter Gräzisierung versteht man das Übersetzen eines fremdsprachlichen (z. B. deutschen) Ausdrucks in das Altgriechische. Dies war besonders während der Epoche des Humanismus beliebt. Einige solcher Übersetzungen betrafen Familiennamen und haben sich dann auch durchgesetzt, zum Beispiel Melanchthon für „Schwarzerdt“.
Der geschichtliche Hintergrund war der endgültige Zerfall des Byzantinischen Reiches im 15. Jahrhundert. Griechischsprachige Gelehrte emigrierten in großer Zahl nach Mitteleuropa und verursachten ein erhöhtes Interesse an den altgriechischen Autoren. Neben Latein etablierte sich so auch das Altgriechische als Gelehrtensprache.
Außerdem nennt man die Assimilierung anderer Volksangehöriger in die griechische Sprache und Kultur Gräzisierung. Das war zur Zeit des Byzantinischen Reiches ein häufiger Vorgang, als Einwanderungswellen von Nichtgriechen das Reich mehrmals gefährdeten, geschah aber auch bereits in der klassischen Antike. Auch nach der modernen Staatsgründung 1829 kam es u. a. durch Einführen der flächendeckenden Schulpflicht (bis heute) zur Gräzisierung und Homogenisierung von sprachlich oder kulturell andersartigen Bevölkerungsgruppen im Staatsgebiet.
Siehe auch: Hellenismus - Latinisierung - Eindeutschung - Germanisierung - Amerikanisierung
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."