| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Tor zur Dübener Heide | |
| Höhe: | 90 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,12 km² | |
| Einwohner: | 7831 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06773 | |
| Vorwahl: | 034953 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 110 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 06773 Gräfenhainichen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harry Rußbült (Die Linke) | |
Gräfenhainichen ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Gräfenhainichen ist Sitz des Verwaltungsamtes der Verwaltungsgemeinschaft Tor zur Dübener Heide. Der Ort liegt jeweils ca. 25 km südwestlich von Wittenberg, südöstlich von Dessau und nordöstlich von Bitterfeld am Rande der Dübener Heide.
In der Nähe befindet sich der im Zuge der Umgestaltung des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Golpa-Nord geschaffene Gremminer See, an dessen Ufer sich das Industriedenkmal Ferropolis befindet. Am Südrand der Stadt befindet sich außerdem der Gröberner See, der ebenfalls aus einem ehemaligen Tagebau entstanden ist.
Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:
Gräfenhainichen wurde 1254 erstmals urkundlich erwähnt. 1454 wurden die Stadtrechte bestätigt, nachdem alle Urkunden von einem Feuer vernichtet worden waren. 1607 wurde der bedeutendste Sohn der Stadt, der evangelisch-lutherische Pfarrer und Liederdichter Paul Gerhardt, geboren. 1637 erreichten die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auch Gräfenhainichen, das von schwedischen Truppen fast vollständig zerstört wurde.
Nachdem 1859 die Bahnstrecke Wittenberg–Bitterfeld eingeweiht worden war, siedelten sich wegen der verkehrsgünstigen Lage immer mehr Industriebetriebe an. 1874 wurde die erste Druckerei gegründet. Bis 1990 arbeiteten in Gräfenhainichen teilweise bis zu vier Druckereien. Seit 1890 wurde in der Nähe von Gräfenhainichen, zunächst im Tiefbau, später im Tagebau Braunkohle gefördert.
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurde im Betrieb Stolzenberg am Bahnübergang Richtung Gröbern durch die SA eines der frühen Konzentrationslager eingerichtet, in denen Mitglieder und Funktionäre der Arbeiterorganisationen terrorisiert wurden. Im August 1933 wurden die Häftlinge in das KZ Lichtenburg überstellt. Während des Zweiten Weltkrieges mussten zahlreiche Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in der Elektrowerke AG und in der Grube Golpa Zwangsarbeit verrichten.
1954 wurde Gräfenhainichen Kreisstadt des damaligen Kreises Gräfenhainichen im Bezirk Halle für drei Städte und 27 Gemeinden (ab 1982 nur noch 26, da die Gemeinde Gremmin dem Braunkohlenabbau zum Opfer fiel).
Nach dem Ende der DDR, der Auflösung des Bezirkes Halle und der Wiedererrichtung des Landes Sachsen-Anhalt wurde der Kreis Gräfenhainichen bis zum 30. Juni 1994 erhalten. Im Zuge der Kreisgebietsreform 1994 verlor Gräfenhainichen des Status einer Kreisstadt.
Am 1. Januar 2007 wurde die Gemeinde Jüdenberg eingemeindet.
|
Blick auf Ferropolis |
Blasonierung: „In Silber zwei rote, durch eine Mauer verbundene, schwarz gefugte Türme mit schwarzen Dächern, wachsend aus einem goldenen Schild mit nach links aufgerichtetem schwarzen „Meißner Löwen“, umrahmt von zwei grünen Lorbeerzweigen.“
Partnerschaften bestehen mit den Städten:
Gräfenhainichen liegt an der Bundesstraße 107 von Bad Düben nach Coswig, an der Bundesstraße 100 von Wittenberg nach Bitterfeld und an der Landesstraße L 136 nach Zschornewitz. Die Bundesautobahn 9 (München–Berlin), Anschlussstelle Dessau-Ost, ist ca. 17 km entfernt.
Der Bahnhof Gräfenhainichen liegt an der Eisenbahnlinie Berlin–Lutherstadt Wittenberg–Halle (Saale) / Leipzig (Anhalter Bahn) und wird von Regionalbahnen der DB Regio fahrplanmäßig angefahren.
Abtsdorf | Annaburg | Axien | Bad Schmiedeberg | Bethau | Boßdorf | Brandhorst | Bräsen | Buko | Cobbelsdorf | Coswig (Anhalt) | Dabrun | Dietrichsdorf | Düben | Elster (Elbe) | Eutzsch | Gadegast | Globig-Bleddin | Gohrau | Gräfenhainichen | Griesen | Groß Naundorf | Horstdorf | Hundeluft | Jeber-Bergfrieden | Jessen (Elster) | Kakau | Kemberg | Klieken | Klöden | Korgau | Köselitz | Kropstädt | Labrun | Lebien | Leetza | Listerfehrda | Meuro | Mochau | Möhlau | Möllensdorf | Mühlanger | Naundorf bei Seyda | Oranienbaum | Plossig | Prettin | Pretzsch (Elbe) | Priesitz | Rackith | Radis | Ragösen | Rehsen | Riesigk | Rotta | Schköna | Schleesen | Schnellin | Schützberg | Selbitz | Senst | Serno | Söllichau | Stackelitz | Straach | Thießen | Tornau | Trebitz | Uthausen | Vockerode | Wartenburg | Wittenberg | Wörlitz | Zahna | Zemnick | Zörnigall | Zschornewitz
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."