Gotthard Wolf (* 27. Dezember 1910 in Breslau; † 8. November 1995 in Göttingen) war ein führender Vertreter des wissenschaftlichen Films. Dabei hat er sich insbesondere um die methodologische Fundierung des Forschungsfilms verdient gemacht.
Wolf studierte an der TU Breslau (heute Wroclaw, Polen) und machte dort 1933 sein Diplom als Elektroingenieur. Er promovierte 1937 in Breslau mit der Dissertation "Probleme der Warnung (Entwarnung) der Bevölkerung von Großstädten bei Luftangriffen".
Wolf trat 1936 als Referent in die Reichsstelle für den Unterrichtsfilm (später auch Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht genannt) ein.
Er war seit 1952 Gründungseditor der Encyclopaedia Cinematographica, einer bedeutenden internationalen Reihe von Forschungsfilmen.
1953 wurde die Abteilung Forschungsfilm der RWU, die noch während des Krieges nach Göttingen gekommen war, in das Institut für den Wissenschaftlichen Film (IWF) umbenannt. 1956 wurde das Institut rechtlich selbständig mit Wolf als Gründungsdirektor.
1973 erhielt Wolf den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Er hatte Honorarprofessuren an der TU Hannover und der Universität Göttingen und war Honorary Fellow der Royal Photographic Society of Great Britain.
Wolf ging 1976 in den Ruhestand. Er erhielt am 22. Juni 1976 das Bundesverdienstkreuz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wolf, Gotthard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wissenschaftsfilmer |
| GEBURTSDATUM | 27. Dezember 1910 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 8. November 1995 |
| STERBEORT | Göttingen |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."