Gottfried Kiesow (* 7. August 1931 in Alt Gennin / Kreis Landsberg an der Warthe / Mark Brandenburg) ist ein deutscher Denkmalpfleger. Derzeit ist Kiesow Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Stiftung Welterbe.
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Der Sohn eines Pfarrers, den die Kriegsereignisse nach Ostdeutschland verschlagen hatten, ging nach seinem Abitur 1951 nach Göttingen, um hier Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Geschichte und Theaterwissenschaft zu studieren. Bereits nach fünf Studienjahren promovierte er zum Dr. phil. mit dem Thema: „Das Maßwerk in der Deutschen Baukunst bis 1350“. Damit war schon seine zukünftige berufliche Orientierung vorgezeichnet. Auf Grund seiner wissenschaftlichen Begabung erhielt er 1956 ein Forschungsstipendium am Kunsthistorischen Institut der Universität in Florenz. Fünf Jahre durfte er die gotische Architektur der Toskana studieren und erforschen. Versehen mit derartigem theoretischen und praktischen Rüstzeug wurde er zunächst Bezirksdenkmalpfleger in Hannover, dann in Braunschweig.
Ab 1966 bestimmte er als Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege maßgeblich Denkmalschutz und Denkmalpflege in Hessen für die nachfolgenden drei Jahrzehnte. Daneben war er als Honorarprofessor für das Fach Kunstgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig. Angeregt durch positive Erfahrungen englischer Denkmalschützer gründete er zusammen mit Spitzenmanagern der deutschen Wirtschaft 1985 die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, deren Vorsitzender er heute ist.
Professor Kiesow verfolgt seit Jahren die Idee, ein „Kompetenzzentrum für die Revitalisierung historischer Städte“ in der Stadt Görlitz zu schaffen. Dies hat inzwischen zur Einrichtung der Stiftungsprofessur „Stadterneuerung und Stadtforschung“ an der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden geführt. Für sein Engagement wurde ihm am 15. Januar 2004 die Ehrendoktorwürde der Universität verliehen.
Er ist Vorsitzender der Expertengruppe „Städtebaulicher Denkmalschutz“ beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Kiesow ist Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste.
Aus seinem Privatvermögen begründete er die „Gottfried Kiesow-Stiftung“ unter der Treuhandschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Laut Satzungsauftrag soll sie die Pflege alter Handwerkstechniken und das Wissen darum fördern. Dazu gehört insbesondere die Förderung der DenkmalAkademie in Romrod, Görlitz und Frankfurt-Höchst, die Förderung des Görlitzer Fortbildungszentrums für Handwerk und Denkmalpflege sowie die Förderung der Jugendbauhütten, jeweils Einrichtungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Gottfried Kiesow ist verheiratet und lebt seit vielen Jahren in Wiesbaden, dessen Ehrenbürger er seit 2006 ist. Er setzt sich für Wiesbadens Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste ein.
| Personendaten | |
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| NAME | Kiesow, Gottfried |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Denkmalpfleger und Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz |
| GEBURTSDATUM | 7. August 1931 |
| GEBURTSORT | Altgennin |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."