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Glaukophan

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Glaukophan
Chemische Struktur Na2(Mg,Fe2+)3Al2[OH|Si4O11]
Mineralklasse Silicate -
9.DE.25 (8. Aufl.: VIII/F.8-10) (nach Strunz)
66.1.3c.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-prismatisch \ 2/m [1]
Farbe blauschwarz bis lavendelblau
Strichfarbe blaugrau
Mohshärte 6
Dichte (g/cm³) 3 bis 3,15 [1]
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend
Bruch
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus stengelige, körnige Aggregate ; prismatische Kristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α = 1,606 bis 1,637 ; β = 1,615 bis 1,650 ; γ = 1,627 bis 1,655 [2]
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
δ = 0.021 [2] ; zweiachsig positiv
Pleochroismus stark: α = blassgelb ; β = violett ; γ = sattblau [3]

Glaukophan ist ein Mineral aus der Mineralklasse der Silicate. Er kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Na2(Mg,Fe2+)3Al2[OH|Si4O11] [4] und entwickelt meist stengelige bis körnige Aggregate, aber auch prismatische Kristalle von schwarzblauer bis graublauer oder lavendelblauer Farbe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie und Geschichte

Erstmals gefunden und beschrieben wurde Glaukophan 1845. Benannt wurde das Mineral aufgrund seiner markanten bläulich-grauen Farbe nach den griechischen Wörtern γλαυκός [glaukós] „leuchtend, glänzend; gräulich-blau“ (von myk. <ka-ra-u-ko>, mögliche Transkription: /glau̯kos/; in Ilias und Odyssee zunächst als Epitheton der Athene von γλαῦξ [glaû̯x], Genitiv γλαυκός [glau̯kós] „Eule“ in Form von γλαυκῶπις [glau̯kōpis] „eulenäugig“ abgeleitet; singulärer Beleg für γλαυκός gleich „blau“ dort bei Hom. Il. 16, 34, aus dem sich vermutlich die spätere Bedeutung ableitet[5]) und φαίνω [pʰai̯nō] „(er)scheinen, kundtun“ (wohl aus *φάνjω [*pʰáni̯o]; vgl. ai. vibhāva; verwandt mit φημί [pʰēmí] „sagen“ – von myk. <pa-si>, mögliche Transkription: /pʰāsí/ „er sagt“, vgl. lat. fārī „sprechen“, altsl. bajo „erzählen“, anord. bōn und ags. boen „Gebet“).

[Bearbeiten] Klassifikation

In der alten (8. Auflage) und neuen Systematik der Minerale (9. Auflage) nach Strunz findet sich der Glaukophan in der Abteilung der Ketten- und Bandsilikate (Inosilikate). Die alte Systematik teilt diese Abteilung nicht weiter auf und fasst nur noch die Mitglieder der Amphibolgruppe zusammen, wobei der Glaukophan der Gruppe der „Alkali-Amphibole“ zugeteilt ist. Die neue Systematik dagegen unterteilt die Ketten- und Bandsilikate weiter und den Glaukophan der Unterabteilung der „Klinoamphibole“ zu.

In der Systematik der Minerale nach Dana gehört der Glaukophan zwar auch zur Abteilung der Ketten- und Bandsilikate, dort aber aufgrund seiner Kristallstruktur zu den Natrium-Amphibolen. [6]

[Bearbeiten] Modifikationen und Varietäten

Gastaldit ist ein Mischkristall zwischen Glaukophan und Aktinolith, bei dem der Aktinolithanteil überwiegt. [3]

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Glaukophan bildet sich als typisches Metamorphose-Mineral vorwiegend in Schiefern und Gneisen.

Fundorte sind unter anderem New South Wales, South Australia und Victoria in Australien; verschiedene Provinzen in der Volksrepublik China; Baden-Württemberg in Deutschland; El Oro in Ecuador; Südfinnland; die Bretagne, Korsika und die Provence-Alpes-Côte d’Azur in Frankreich; auf den Ägäischen Inseln und Peloponnes in Griechenland; Aostatal, Ligurien, Piemont und die Toskana in Italien; Saint Thomas Parish in Jamaika; mehrere Inseln in Japan; Madagaskar; Kachin-Staat in Myanmar (Birma); Neukaledonien; Oman; Kärnten und Salzburg in Österreich; Oblast Murmansk in Russland; Småland in Schweden; Kanton Wallis in der Schweiz; Banská Bystrica und Košice in Slowenien; Böhmen in Tschechien; Marmararegion in der Türkei; sowie in verschiedenen Regionen der USA. [7]


[Bearbeiten] Struktur

Glaukophan kristallisiert im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe C 2/m mit den Gitterparametern a = 9,541 Å, b = 17,74 Å und c = 5,295 Å; β = 103,67° sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. [1]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Webmineral - Glaucophane (engl.)
  2. a b MinDat - Glaucophane (engl.)
  3. a b Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie. 16. Auflage. Ferdinand Enke Verlag, 1978, ISBN 3-432-82986-8, S. 730.
  4. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN ISBN 3-921656-17-6.
  5. Vgl. Manu Leumann, Homerische Wörter, Basel 1950.
  6. Webmineral - New Dana Classification of Inosilicates Inosilicate Double-Width Unbranched Chains, W=2 (engl.)
  7. MinDat - Localities for Glaucophane (engl.)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Glaucophane – Bilder, Videos und Audiodateien

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Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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