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Gilead

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gilead (Begriffsklärung) aufgeführt.

Gilead (hebr. גלעד, Gil'ad) bezeichnet ein biblisches Land, das nach seinem Ahnherrn so benannt worden sein soll. Es liegt östlich des Jordans zwischen dem Fluss Jarmuk im Norden an der Grenze zu Damaskus und dem Fluss Nahr ez-Zarqa (Jabbok) im Süden an der Grenze zu Ammon. Vom aramäischen König Hasael von Damaskus wurde es im 8. Jh. v. Chr. in seinen Machtbereich eingegliedert. Später war es eines der Hauptgebiete der philistischen Dekapolis.

Verwaltungsstadt war Ramot-Gilead (Tell Rumeith).

[Bearbeiten] Biblisches Zeugnis

Die Bibel berichtet von der Landnahme der Stämme Ruben, Gad und Teilen von Manasse in Gilead. Der Vater Gileads war danach Machir, der Sohn des Ahnherrn Manasse.

Jakob floh vor Laban zum Gebirge Gilead (Bibel, Genesis, 31, 21). Dort Befahl Gott Laban, Jakob kein Leid zuzufügen.

Gilead war die Heimat des Sehers Bileam, Sohn des Beor, der, außer in dem Bileamtext aus dem Siedlungshügel Tell Deir Alla bei Penuel, auch in einem aramäischen Text auftaucht und auch die biblische Erzählung beeinflusst hat ((Num 22-24 EU)).

Um 1000 vor Christus leistet Saul den Bewohnern der Gilead Stadt Jabesch Militärhilfe ((1 Sam 11 EU)).

Gilead galt zudem als reich an Heilkräutern.

[Bearbeiten] Literarische Adaption

Die Bezeichnung „Gilead“ wird auch in dem dystopischen Roman „Der Report der Magd“ (Original-Titel: „The Handmaid's Tale“) von Margaret Atwood verwendet, wo es eine in der Zukunft die USA ablösende Militärdiktatur bezeichnet, deren Ideologie offiziell angeblich auf der Bibel bzw. auf dem Alten Testament, in Wahrheit aber auf verdrehten und aus dem Kontext gerissenen Bibelversen aufbaut. Volker Schlöndorff verfilmte dieses Thema in „Die Geschichte der Dienerin“.

Ebenso findet sich ein Ort namens „Gilead“ in Stephen KingsDunkler Turm Saga“ wieder. Es handelt sich dabei um den ursprünglichen Abstammungsort des Protagonisten Roland Deschain.

In Edgar Allan Poes Ballade „Der Rabe“ fragt der Protagonist: „...is there balm in Gilead?“ ((Jer 8,22 EU); dt. „...gibt es ein Heilmittel in Gilead?“)

Schließlich benennt Christopher Paolini in seinen Eragon-Büchern einen Ort Gil’ead.

Marilynne Robinson, eine amerikanische Autorin, veröffentlichte 2005 ebenfalls einen Roman Gilead.

[Bearbeiten] Literatur

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