Die Ghassaniden waren ein arabischer Volksstamm der Spätantike und Verbündete der Oströmer.
Die Ghassaniden stammten aus Südarabien; sie begannen im 3. Jahrhundert mit der Wanderung nach Norden. Der Stamm wurde vom Clan der Dschafniden geführt, der seine Abstammung auf Dschafna, einen Sohn des Himjaritenkönigs Amr ibn Amir Muzaiqija zurückführte. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts erreichten sie das byzantinische Grenzgebiet. Möglicherweise waren oder wurden sie bereits damals monophysitische Christen.
Der erste König der Ghassaniden, der in den oströmischen Quellen auftaucht (um 498), ist Ǧabala (Djabala, Jabalah, griechisch Gabala). Er drang in Palästina ein, wurde aber von den Oströmern besiegt und schloss um 502 mit Kaiser Anastasios I. Frieden; die Ghassaniden wurden zu Bundesgenossen (Foederaten, sýmmachoi) der Oströmer. Sein Sohn war al-Ḥāriṯ ibn Ǧabala (griechisch Arethas, 529–559), der berühmteste Ghassanidenkönig. Er kämpfte mit den Truppen Justinians I. gegen die persischen Sassaniden und deren arabische Verbündete, die Lachmiden, und nahm 531 an der Schlacht von Kallinikos (Callinicum) teil. 554 errang er einen bedeutenden Sieg über die Lachmiden, deren König fiel. Kirchenpolitisch setzte er sich ebenso wie seine Nachfolger für den Monophysitismus ein. Sein Sohn al-Munḏir ibn al-Ḥāriṯ (griechisch Alamundaros, 569–581) war militärisch ebenfalls sehr erfolgreich. Nachdem er aber 581 von den Byzantinern wegen eines Verdachts auf Verrat an byzantinischen Interessen abgesetzt wurde, begann der Zerfall des Reiches in mehrere Fürstentümer. Zwar wurde unter Kaiser Herakleios das Reich der Ghassaniden restauriert, doch war die byzantinische Grenzverteidigung auf der arabischen Halbinsel erheblich geschwächt und brach nach 634 unter dem Ansturm der Muslime zusammen.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."