Georg Wilhelm (* 3. November 1595 im Stadtschloss in Cölln an der Spree; † 1. Dezember 1640 in Königsberg), Sohn von Kurfürst Johann Sigismund, war Herzog von Preußen und von 1619 bis zu seinem Tode Kurfürst der Mark Brandenburg.
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1616 heiratete Georg Wilhelm Elisabeth Charlotte von der Pfalz. Als sein Vater Johann Sigismund im Sterben lag, übernahm Georg Wilhelm 1619 die Regierung des Kurfürstentums Brandenburg und des von seinem Vater neugewonnenen Herzogtums Preußen. Zu dem Zeitpunkt verfügte Georg Wilhelm bereits über Regierungserfahrung, da nach seinem Studium in Frankfurt (Oder), sein Vater ihn als Statthalter für fünf Jahre nach Kleve schickte.
Sein erstes Regierungsziel als neuer Kurfürst und Herzog war, die Erwerbungen seines Vaters zu sichern. Dies erreichte er, indem er eine erneute Zusicherung seiner Belehnung des Herzogtums Preußen, durch die Stände bekam.
Als der Schwedenkönig Gustav II. Adolf am 25. November 1620 seine Schwester Maria Eleonora von Brandenburg heiratete, geriet er in größere diplomatische Schwierigkeiten. Seine Schwester war eigentlich zur Heirat für den polnischen König Sigismund bestimmt, der gleichzeitig Lehnsherr des Herzogtums Preußen war. Dadurch wurde sein Ansehen von Anfang an stark beschädigt.
1620 zog er sich bei einem Unfall eine nicht heilende Unterschenkelwunde zu, die nach 1631 auch auf das andere Bein übergriff. Dies führte dazu, dass er sich häufig in einer Sänfte tragen lassen musste.[1]
Brandenburg wurde als Folge seiner unentschlossenen Politik von befreundeten und feindlichen Truppen gleichermaßen geplündert und gebrandschatzt. 1633 kapitulierte Georg Wilhelm vor Wallensteins Truppen, dennoch blieben die Schweden in der Mark. Die Bevölkerung wurde zudem durch Seuchen und Hunger stark dezimiert. Brandenburg verlor so im Dreißigjährigen Krieg einen großen Teil seiner Bevölkerung. Die Folgen dieser Zerstörungen waren in Brandenburg noch 100 Jahre später spürbar.
Im August 1638 zog er zusammen mit dem gesamten Hofstaat nach Königsberg in das unzerstörte Herzogtum Preußen. Seit Oktober 1640 war der Kurfürst ständig ans Bett gebunden. Abgesehen von seiner chronischen Beinerkrankung litt er an hochgradiger Wassersucht. Mit 45 Jahren trat schließlich nach langer Krankheit am 1. Dezember 1640 der Tod ein. Als Todesursache wurde Wassersucht und Schlaganfall angegeben. Er blieb der einzige Hohenzollernherrscher der seine Grablege in Königsberg fand.
Georg Wilhelm galt als schwach und wenig entscheidungsfreudig. Einerseits war er dem katholischen Kaiser Ferdinand II. verpflichtet, andererseits war er mit dem Schwedenkönig verwandt und teilte dieselbe Konfession. So stürzte er Brandenburg durch seine zwischen den beiden Lagern hin und her schwenkende Politik ins Chaos.
„Will der Herr Kurfürst noch für andere interzedieren (eintreten) ! Er sollte froh sein, wenn er sein eigenes Land behält.[2]“
– Wallenstein 1627
„Seine Liebden müssen führwahr entweder Freund oder Feind sein. Wenn ich an ihre Grenzen komme, so muß sie sich kalt oder warm erklären. Hier streiten Gott oder Teufel.[3]“
– Gustav Adolf 1630
Für die Berliner Siegesallee schuf der Bildhauer Cuno von Uechtritz-Steinkirch im Jahre 1899 die Denkmalgruppe 24 mit Georg Wilhelm im Mittelpunkt, flankiert von den Büsten des Oberst Konrad von Burgsdorff (1595 - 1652) und des Kanzlers Graf Adam von Schwartzenberg, dem Georg Wilhelm die Regierungsgeschäfte nach seinem Rückzug nach Königsberg überlassen hatte.
Georg Wilhelm heiratete 1616 Elisabeth Charlotte von der Pfalz (1597–1660), eine Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz.
| Vorgänger |
Kurfürst von Brandenburg 1619-1640 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Georg Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | Kurfürst von Brandenburg |
| GEBURTSDATUM | 3. November 1595 |
| GEBURTSORT | Cölln an der Spree |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 1640 |
| STERBEORT | Königsberg (Preußen) |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."