Genera Plantarum ist der Titel eines Werkes von Carl von Linné in dem er die von ihm akzeptierten Pflanzengattungen beschrieb.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste Auflage erschien 1737 unter dem vollständigen Titel Genera plantarum eorumque characteres naturales secundum numerum, figuram, situm, & proportionem omnium fructificationis partium (deutsch: „Die Gattungen der Pflanzen und ihre natürliche Kennzeichnung, gemäß Anzahl, Gestalt, Lage und Proportion aller Fruchtbildungsorgane“) in Leiden bei Conrad Wishoff.[1]
Die Erstausgabe ist dem niederländischen Arzt und Botaniker Herman Boerhaave gewidmet. Sie enthält eine von Georg Dionysius Ehret gezeichnete Tafel mit dem Titel Caroli Linnaei classes sive literae, auf der die Unterscheidungsmerkmale der 24 Pflanzenklassen dargestellt werden, die von Linné jedoch ohne das Wissen Ehrets verwendet wurde.
Am 24. September 1735 zog Linne auf das Anwesen von George Clifford in Hartekamp um dessen umfangreiche Sammlung zu katalogisieren.[2] Bereits 1735, in der ersten Auflage von Systema Naturae, hatte er das Pflanzenreich in 24 Klassen mit zahlreichen Ordnungen unterteilt. In dem ein Jahr später veröffentlichten Fundamenta Botanica legte er u.a. seine Definition der einzelnen Fruchtbildungsorgane (Kapitel IV.) und Regeln zur Benennung von Pflanzen (Kapitel VII.) dar.
Auf dieser Grundlage untersuchte Linné die Blüten von mehr als 8000 Pflanzen. Er verwarf mehr als die Hälfte der bestehenden Gattungsnamen und beschrieb zahlreiche Gattungen zum ersten Mal. Die Erklärung für sein rigeroses Umgehen mit den bestehenden Gattungsnamen lieferte er wenig später in Critica Botanica nach.[3]
In der ersten Auflage von Genera Plantarum beschrieb Linné 935 Gattungen. Noch im selben Jahr beschrieb er in seiner Schrift Corollarium generum plantarum, exhibens genera plantarum sexaginta, addenda prioribus characteribus, expositis in generibus plantarum. Accedit methodus sexualis (Leiden, 1737) weitere 60 Gattungen. Die sechste, von Linné selbst noch bearbeitete, Auflage von 1764 umfasste bereits 1239 Gattungen.
Die Gattungen kennzeichnete er anhand von 26 Merkmalen:[4][5]
„Die natürlichen Kennzeichen sind alle Teile der Blumenorgane:
- am Kelch: Hülle (1), Scheide (2), Blumendecke (3), Kätzchen (4), Bälglein (5), Haube (6)
- an der Krone: Röhre oder Nägel (7), Mündung (8), Honigbehälter (9)
- an Staubfäden: Träger (10), Staubbeutel (11)
- am Stempel: Fruchtknoten (12), Griffel (13), Narbe (14)
- Früchte: Kapsel (15), Schote (16), Hülse (17), Nuss (18), Steinfrucht (19), Beere (20), Kernfrucht (21)
- Samen (22) und dessen Krone (23)
- Boden der Blume (24), der Staubfäden (25) und des Fruchtknotens (26).“
Linnés Gattungsdiagnosen sind nach dem folgenden Schema aufgebaut:
| Abkürzung | Latein | Deutsch |
|---|---|---|
| Cal. | Calyx | Kelch |
| Cor. | Corolla | Krone |
| Stam. | Stamina | Staubblätter |
| Pist. | Pistill | Stempel |
| Per. | Pericarp | Fruchtwand |
| Sem. | Semen | Samen |
Seine lateinische Beschreibung der Gattung Plumeria sieht beispielsweise wie folgt aus:
219. PLUMERIA. Tournef. 439.
Cal. Perianthium quinquepartitum, obtusum, minimum.
Cor. Petalum infundibuliforme. Tubus longus, sensim amplia- tus. Limbus qunquepartius, erecto-patens: laciniis ovato- oblongis, cum sole flexis.
Stam. Filamenta quinque, subulata, e medio tubi. Antherae con-
niventes Pist. Germen oblongum, bifidum. Styli vix ulli. Stigma du-
plex, acuminatum.
Per. Folliculi duo, longi, acuminati, venetricosi, deorsum fle-
xi, nutantes, uniloculares, univalves. Sem. numerosa, oblonga, membranae majori ovatae ad basin in-
serta, imbricata.
Linnés Herangehensweise blieb nicht ohne Kritik. Prominenteste Kritiker waren Johann Amman[6] und insbesondere Johann Georg Siegesbeck.
Nach dem Tod von Linné gaben die deutschen Autoren Johann Jacob Reichard (1743-1782), Johann Christian Daniel Schreber und Kurt Sprengel erweiterte Neuauflagen von Genera Plantarum heraus.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."