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Das Gelände, auch Relief, Terrain oder Topografie, ist die natürlichen Erdoberfläche mit ihren Höhen, Tiefen, Unregelmäßigkeiten und Formen.
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Physikalisch ist das Gelände die Grenzschicht zwischen der festen Erdkruste (Lithosphäre) auf der einen, der Luft (Atmosphäre) und den Gewässern (Hydrosphäre) auf der anderen Seite.
Das Gelände entspricht somit der Erdoberfläche, ohne die darauf befindlichen Objekte (geographische Situation), auch ohne die Wasserkörper der Gewässer, umfasst also die ganze Landfläche, in erweitertem Sinne auch die Gründe der Gewässer (Betten der Süßgewässer, Meeresboden). Nach dieser Definition ist der Ozeanboden das untermeerische Gelände, doch nennt die Ozeanografie auch die kleinen Unregelmäßigkeiten des Meeresspiegels die Meerestopografie.
Im erweiterten Sinne bezieht sich Gelände auch auf die Oberflächen anderer Himmelskörper
Ihre Vermessung und Erforschung ist Gegenstand der Geowissenschaften:
Kleinräumige Strukturen der Landoberfläche werden Geländeform oder Geländeformation, auch Erdform oder Landformen genannt. Sie sind ein geomorphologisches Phänomen, die natürliche Form (Landschaft) eines Geländes oder Landschaftsteils, z. B. Gebirge, Tal, Dünen, Felsformation.
Sie werden von der Geomorphographie deskriptiv und typologisch erarbeitet, ihre Vermessung wird als Geländeaufnahme bezeichnet.
Es lassen sich allgemein bei einem ebenen Element zwei Achsen aufspannen, und die Krümmung entlang der Achsen messen (Hauptkrümmungen) - je nach Richtung ist das Element entlang der einen oder beiden eben, konvex oder konkav. Aus dem vorherrschenden Charakter ergeben sich folgende Grundelemente der Topographie (Reliefelemente):
Als geomorphographische Formelemente kommen neben Wölbung und Grundform auch noch Informationen über Neigung und Exposition hinzu, sowie weitere geowissenschaftliche Metainformationen, wie Material, Bodenbeschaffenheit, Bewuchs und Bebauung und anderes.
Durch Strukturlinien lässt sich das Gelände strukturieren. Man unterscheidet Geripplinien (weiche Kanten) und Bruchkanten (harte Kanten). Zu den Geripplinien gehören die Rücken- und Muldenlinien. Eine Rückenlinie ist die höchste Linien auf einem Rücken - einer langgezogenen Aufwölbung. Rückenlinien stellen Wasserscheiden dar. Auftreffendes Wasser wird in den rechten oder linken Hang abfließen. Besonders markante Rückenlinien sind die Kammlinien. Mulden- oder Tallinien sind die tiefsten Linien in einer Mulde bzw. einem Tal. Sie stellen die Wassersammler dar. Von den Hängen abfließendes Wasser sammelt sich dort und fließt entlang der Linie ab. Unter einer Bruchkante versteht man einen Knick im Gelände. An der Bruchkante ändert sich das Gefälle sprunghaft, d.h. das Gefälle ist unstetig. Bei der Darstellung in der Karte knicken Höhenlinien an Bruchkanten. Eine besonders markante Form der Bruchkante ist die Abbruchkante. Hier gibt es einen Sprung im Gelände. Die Höhenlinien liegen quasi übereinander.
Unter einer Geländeaufnahme versteht man die messtechnische Erfassung der Geländeformen (die Grenzvermessung ist hingegen Aufgabe des Katasters, die rechtliche Sicherung jene des Grundbuches).
Bei manueller Messung wird das Gelände anhand der markanten Formen strukturiert aufgenommen. Zwischen den markanten Punkten und Linien werden die Messungen profilartig verdichtet.
Bei automatischer Erfassung müssen sehr viele Punkte gemessen werden, damit die markanten Formen mit erfasst werden.
Eine Besonderheit ist die direkte Erfassung von Höhenlinien beim Messtischverfahren mit der Kippregel oder bei manueller Auswertung in der Luftbildphotogrammetrie.
Die Darstellung der Geländeformen in Landkarten ist Aufgabe der Kartografie. Für diese Geländedarstellung wurden seit dem 18. Jahrhundert spezielle Verfahren entwickelt, die von der Kavalierperspektive über Auf- und Grundrisse mit Höhendaten (kotierte Projektion bis zu den Schraffenkarten des 19. Jahrhunderts bis zur modernen Schichtenlinien-Kartierung mit Schummerung, Kartensignaturen, Felszeichnung und verwandten Darstellungsformen reichen. Neuere Geländeaufnahmen werden meist unmittelbar in Datenbanken verspeichert, bearbeitet und in digitalen Karten veranschaulicht.
Geländedarstellung umfasst:
Daneben erfolgt eine Verknüpfung des Geländes mit zahlreichen anderen geowissenschaftlichen Aspekten, von den Namen (Toponomastik) bis hin zu komplexen Zusammenhängen. Diese werden in Karten allgemein, Spezialkarten, und modern in Geoinformationssystemen dargestellt.
Das Gelände wird auf Karten oft wie folgt dargestellt:
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