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Fuzhou (chin. 福州市, Fúzhōu shì), oder Futschou, ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Fujian. Fuzhou ist eine bezirksfreie Stadt und eine wichtige Hafenstadt an Chinas Südostküste. Sie hat über die Taiwanstraße Zugang zum Pazifik. In Fuzhou befinden sich auch die wichtigsten Universitäten und Behörden Fujians. Fuzhou hat den Beinamen Banyan-Stadt auf Grund der vielen Banyan-Feigen, die dort vor nunmehr 900 Jahren angepflanzt wurden und von denen sich eindrucksvolle Exemplare im Innenstadtgebiet finden.
Inhaltsverzeichnis |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Verwaltungssitz: | Gulou |
| Fläche: | 12.153 km² |
| Einwohner: | 6,06 Mio. (2004) |
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Fuzhou liegt am Unterlauf des Min-Flusses auf 26° 4' 16" N, 119° 18' 13" O Koordinaten: 26° 4' 16" N, 119° 18' 13" O. Das Klima ist feuchtwarm mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 19,6 °C und einem Jahresniederschlag von 1342,5 mm.
Die bezirksfreie Stadt Fuzhou ist in fünf Stadtbezirke, zwei kreisfreie Städte und sechs Kreise untergliedert (detailliertere Informationen siehe dort):
Angeblich sind etwa 20% der Bevölkerung Christen.
Der Zensus des Jahres 2000 zählte 6.386.015 Einwohner Fuzhous.
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Han | 6.315.613 | 98,9% |
| She | 48.152 | 0,75% |
| Hui | 9.516 | 0,15% |
| Mandschu | 2.505 | 0,04% |
| Tujia | 1.867 | 0,03% |
| Miao | 1.717 | 0,03% |
| Zhuang | 1.363 | 0,02% |
| Mongolen | 1.035 | 0,02% |
| Yi | 734 | 0,01% |
| Dong | 664 | 0,01% |
| Sonstige | 2.849 | 0,04% |
Während des Ersten Opiumkrieges musste der Hafen von Fuzhou für den Handel geöffnet werden. In Fuzhou befindet sich auch eine Gedenkstätte für Lin Zexu, dem Beamten, der in Guangzhou konfisziertes Opium vernichten ließ und damit letzten Endes den 1. Opiumkrieg auslöste.
Seit der wirtschaftlichen Liberalisierung 1979 wurde Fuzhou für ausländische Investoren geöffnet und somit floss viel Geld in die Stadt, wie auch in andere Städte der Provinz Fujian, z.B. Quanzhou und Xiamen.
Die ZhongDe-Gruppe, eine Produzentin von Müllverbrennungsanlagen hat hier ihre wichtigste Produktionsstätte[2]. Aber auch die exportierende Lebensmittelindustrie und der Einzelhandel bilden ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Millionenstadt. So hat die Fuzhou Yonghui Supermarket Company ihren Hauptverwaltungssitz in Fuzhou und steuert von hier aus über 160 Supermärkte in den Provinzen Fujian und Chongqing. Die Hamburger Asian Bamboo AG produziert hier essfertige Bio-Bambussprossen für den Export nach Japan.
Fuzhou ist Sitz der Universität Fuzhou, einer von 106 chinesischen Universitäten, die zum Projekt 211 gehören.
Im Jahr 2002 besuchten 328.003 Touristen die bezirksfreie Stadt Fuzhou. Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Insel Pingtan vor der Küste und der Berg Gushan (Trommelberg).