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| Fusarium | ||||||||||||
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Fusarium verticillioides, Nebenfruchtform von Gibberella moniliformis |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Fusarium | ||||||||||||
| Link (1809) |
Fusarien sind eine Gattung der Schimmelpilze. Die Teleomorphen heißen Gibberella Sacc.. Sie wachsen meist in pflanzlichem Gewebe, beispielsweise in Lebensmitteln oder Getreide. Viele Arten sind parasitär, wobei sie ihren Wirt töten. Die Erkrankung wird als Fusariose bezeichnet. Oft betrifft sie den Wurzel- oder Stängelbereich der Pflanze. Die Bindung der Fusarien an ihre Wirtspflanze ist oft sehr eng, weshalb manchmal der wissenschaftliche Name der Wirtspflanze in den Artnamen eingeflossen ist.
Fusarien produzieren zum Teil wirkungsvolle Gifte (Fusarium-Toxine), so dass Kontamination im Prozentbereich (z. B. für Futtergetreide) bereits für einige Tiere tödlich ist.
Die farblosen Sporen der Fusarien sind kahnförmig und durch einige Querwände untergliedert. Die Verbreitung der Sporen erfolgt im Gegensatz zu vielen anderen Schimmelpilzarten nicht durch den Wind, sondern durch Tiere. Hierzu werden die Sporen in eine klebrige Flüssigkeit eingehüllt, wodurch sich größere, zusammenklebende Ansammlungen von Sporen bilden.
Inhaltsverzeichnis |
Die Pilze sind sehr schwer voneinander zu unterscheiden. Dadurch kommt es vor, dass ein und dieselbe Art mit mehreren Namen in der Literatur auftaucht. Auch diese Liste ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur eine Momentaufnahme. In der Liste ist immer der Name und dahinter eingerückt, wenn vorhanden, die alten Namen angegeben.
Die vollständigen wissenschaftlichen Namen (mit Autorennamen) wurden anhand des Index Fungorum (siehe Weblinks) überprüft. Die meisten Fusarien gehören zu den Fungi imperfecti, d.h. ihre Hauptfruchtform (Teleomorphe), welche Meiosporen bildet und sich sexuell fortpflanzt, ist nicht bekannt. Diese Formen werden als Fusarium spec. eingeordnet. Fusarium ist also kein natürliches Taxon, sondern ein Form-Taxon, dessen Arten lediglich aufgrund von Ähnlichkeiten in der Morphologie und in der Lebensweise zusammengefasst wurden. Bei denjenigen Fusarien, bei denen die Hauptfruchtform bekannt ist, wurde diese verlinkt.
Als Agent Green wird der pflanzenschädigende Pilz Fusarium oxysporum gegen Koka, Schlafmohn und Cannabis bezeichnet.[1] Der Pilz wurde Ende der 1980er Jahre im Rahmen eines Projektes des US-Landwirtschaftsministeriums entdeckt. Die Sowjetunion hatte den Pilz bereits früher als möglichen biologischen Kampfstoff isoliert und untersucht. Proben waren in einem Labor in Taschkent im heutigen Usbekistan eingelagert, dort fand auch eine Weiterentwickelung statt. Dieses Mittel sollte (nach Angaben von Umweltschutzorganisationen) 2001 über Kolumbien zur Dezimierung der Kokaernte eingesetzt worden sein. Peru, Ecuador und Florida verboten den Einsatz dieses Pilzes. Die Gefahr liegt in einer unkontrollierten Verbreitung auf andere Pflanzen. Das ökologische Gleichgewicht im betroffenen Gebiet kann dauerhaft zerstört werden.