Als Furt bezeichnet man eine Untiefe in einem Bach- oder Flusslauf, an der das Gewässer zu Fuß oder mit Fahrzeugen durchquert werden kann. Furten in Flüssen sind oft schon von alters her bekannt. An solchen Stellen entstanden, besonders im Mittelalter, zahlreiche Städte und Orte, vor allem auch weil an den hier verlaufenden Handelswegen mitunter Zölle erhoben werden konnten. Das Durchqueren eines Gewässers mithilfe einer Furt wird auch (durch)furten genannt.
Noch heute nutzt man in Bachläufen vorhandene Furten beim Bau von Wald- oder Wirtschaftswegen, wenn so der teure Bau von Brücken vermieden werden kann.
Die an Fahrzeugen angeschriebene Wattiefe gibt die maximale Eintauchtiefe im Wasser an.
Als Furten wurden auch die Flussquerungen bezeichnet, die sich dadurch auszeichneten, dass sie leicht zu erreichen waren. Dies trifft besonders auf sumpfige Gebiete in der norddeutschen Tiefebene zu. Ein Beispiel ist die sumpfige Flussaue der Randow, die nur an einer Stelle einen „trockenen“ Uferzugang bot; an dieser Stelle wurde Löcknitz angelegt.
Viele deutsche Städte und Orte tragen den Begriff Furt im Namen, was auf ihre Lage an einer solchen Stelle hinweist. In englischsprachigen Ortsbezeichnungen verwendet man die Namensergänzung „-ford“, zum Beispiel Oxford oder Stratford. In niederländischen Ortbezeichnungen heißt es voorde oder voort wie in Vilvoorde, Zandvoort und Bosvoorde. Das lateinische trajectum (=Furt) findet man zurück in Maastricht, Utrecht und Dordrecht.
Beispiele:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."