Outils :Vous avez un site web ? Un blog ?
Technorati reactions rencontre |
Das Funkhaus Nalepastraße ist ein denkmalgeschützer Gebäudekomplex in Berlin-Oberschöneweide. Von 1956 bis 1990 hatte der Rundfunk der DDR hier seinen Sitz.
Inhaltsverzeichnis |
Die Hörfunkprogramme der DDR wurden anfangs in dem im britischen Sektor Berlins gelegenen Haus des Rundfunks produziert. Erst im Sommer 1952 begann auf einem 135.000 Quadratmeter großen an der Spree gelegenen Gelände im Berliner Ortsteil Oberschöneweide der Bau neuer Studios. Für die Arbeiten war unter anderem der Architekt Franz Ehrlich verantwortlich. Im Februar 1955 kam es in einem der Studios zu einem Großbrand, der den Abschluss der Bauarbeiten um ein Jahr verzögerte. Ab Februar 1956 wurde von dem Funkhaus Nalepastraße aus Ostdeutschland zentral mit Rundfunksendungen versorgt. Alle überregionalen Radiosender der DDR – z.B. Stimme der DDR und Radio DDR 1 und 2 – produzierten und strahlten nun von hier ihre Sendungen aus. In den verschiedenen Studios und Aufnahmesälen und dem wegen seiner Akustik legendären großen Sendesaal 1 wurden Sendungen und Hörspiele aufgenommen und Platten eingespielt. Über 3000 Personen arbeiteten seinerzeit in der Nalepastraße und verfügten vor Ort über das Dienstleistungsangebot einer kleinen Stadt. Dazu gehörten auch Service- und Versorgungseinrichtungen wie Kantinen, Veranstaltungsräume, Kindergarten, Klinik, Buchladen, Konsum (kleiner Lebensmittelladen), Eisdiele, Friseur und eine Sauna. Nach dem Ende der DDR wurden die Rundfunkprogramme gemäß Einigungsvertrag eingestellt bzw. in öffentlich-rechtliche Sendeanstalten überführt. Mit dem endgültigen Auszug der Redaktionen und technischen Dienste zum 31. Dezember 1991 begann eine wechselvolle Geschichte um eine ungewöhnliche Immobilie.
Entsprechend der Nutzung wurde das Funkhaus in vier funktional getrennte Gebäudeteile untergliedert, die durch brückenartige, säulengetragene Übergänge miteinander verbunden sind. Im monumentalen Hauptgebäude mit dem dominanten, neungeschossigen Turmhaus entstanden zahlreiche Büros für die Redakteure und die Verwaltung sowie Aufnahmestudios für Radiosendungen. Das bogenförmige Studiogebäude wurde für eine einzigartige Akustik nach dem Haus-in-Haus-Prinzip gebaut und umfasst mehrere Aufnahme- und Hörspielstudios sowie den berühmten Großen Sendesaal 1. Ehrlich baute zusätzlich ein großes Mehrzweckgebäude mit einer Kantine und einem zweigeschossigen Veranstaltungssaal sowie eine große Halle mit Sheddach, das eine optimale Ausleuchtung mit Tageslicht ermöglichte. Gemeinsam mit dem so genannten Werksgarten steht das Gebäudeensemble heute als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.
Der Betonskelettbau der ehemaligen Furnierfabrik erhielt eine neue Fassade aus rotem Klinkermauerwerk, die Franz Ehrlich durch Lisenen aus Sandstein vertikal gliederte. Diese haben zwar keine konstruktive Funktion, verleihen dem Gebäude aber einen klaren und monumentalen Charakter, der durch den elegant schwebenden Dachabschluss eine gewisse Leichtigkeit erfährt.
Ungewöhnlich sind der Grundriss und die Bauweise des benachbarten Studiogebäudes, der aus einem äußeren Haus und acht inneren Häusern besteht. Der Architekt entwarf einen massiven, fensterlosen Kopfbau, dessen Eckmassive einen fensterlosen Mittelbau umrahmen, der ebenfalls durch vorgelagerte Lisenen vertikal strukturiert ist. Dahinter verbirgt sich der für seine Akustik weltweit berühmte Große Sendesaal 1. Die angegliederten Studios sind in einem viertelkreisförmigen Bogen zusammengefasst und mit einem durchdachten Erschließungssytem ausgestattet. Der äußere verglaste und lichtdurchflutete Bogengang mit den großen Stahlfenstern ist eine Reminiszenz Ehrlichs an das Bauhaus und diente als Foyer und Aufenthaltsraum. Der kleinere, innere Bogengang erschloss die technischen Räume. Die Studios selbst haben einen trapezförmigen Grundriss und separate Fundamente, um Schallübertragungen zu vermeiden sowie angegliederte Regie- und Aufenthaltsräume.
Bereits in der Planungsphase arbeitete Franz Ehrlich eng mit dem Rundfunktechniker Gerhard Probst zusammen. Die Innenausstattung erfolgte unter maßgeblicher Beteiligung der renommierten Deutschen Werkstätten Hellerau in Dresden. Trotz Zeitdruck und beschränkten finanziellen Mitteln ist den Erbauern ein akustisch perfektes Gebäudes gelungen, das auch heute noch Musiker und Orchester aus der ganzen Welt zu Studioaufnahmen in die Nalepastraße zieht. Das Studiogebäude gilt noch heute als der größte zusammenhängende Studiokomplex der Welt.
Ungeachtet der Größe der Gebäude verzichtete der Architekt bewusst auf repräsentative Zufahrten oder Eingänge zu den Gebäuden. Diese Abschottung gegen das Umfeld war ein Kompositionsprinzip und sollte die Konzentration auf die Arbeit versinnbildlichen. Tritt man jedoch durch die zum Teil fast versteckt liegenden Eingänge in die Gebäude, eröffnen sich großzügige Foyers mit Freitreppen und repräsentative Eingangshallen mit Säulen. Im Studiogebäude ließ Franz Ehrlich den Schaft der Säulen schwarz verputzen und den Echinus, die Verbindung zwischen dem Säulenschaft und der Decke, rot abgesetzt. Für den Boden verwendete er Saalburger Marmor, einen in den 30er Jahren populären, farbigen Kalkstein aus Thüringen, der zum Teil aus der zerstörten Reichskanzlei stammen soll.
Das Funkhaus Berlin in der Nalepastraße gilt als das Lebenswerk von Franz Ehrlich (1907-1984) - bringt das großzügige Gebäudeensemble am Spreeufer doch seine Auffassung von funktional-ästhetischer Architektursprache zum Ausdruck. Kein anderes Bauwerk des Architekten stand so im Mittelpunkt der wachsenden Ost-West-Konfrontation wie das ehemalige Rundfunkzentrum der DDR, das als Sprachrohr der SED diente. Heute wird besonders sein Verzicht auf eine ideologisch geprägte Formsprache gewürdigt, die auf seiner Begeisterung für Bauhaus-Architektur basierte.
Diese Begeisterung wurde schon 1923 bei einer Bauhaus-Ausstellung in Weimar geweckt, die der damals 16-jährige Maschinist Franz Ehrlich besuchte. 1927 nahm er als jüngster Schüler sein Studium am Bauhaus Dessau auf und wurde von Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy und Schlemmer unterrichtet. Mit Walter Gropius und Mies van der Rohe erhielt er seine Architektenausbildung, die er 1930 abschloss. Neben ersten beruflichen Aktivitäten in Berlin und Leipzig engagierte sich Franz Ehrlich in der kommunistischen Jugendbewegung, wurde verhaftet und war von 1936-1939 Häftling im KZ Buchenwald. Nach Arbeitsdienst, Kriegsdienst im Strafbatallion 999 und Kriegsgefangenschaft zog er 1946 nach Dresden, wo er Leiter des Referats für Wiederaufbau wurde.
Zwischen 1950 und 1952 war Franz Ehrlich Direktor der Vereinigten Volkseigenen Betriebe Industrieentwurf und in dieser Funktion für die Projektierung und den Bau zahlreicher Industriebauten und -anlagen zuständig, u.a Werften in Wismar und Stralsund, des Eisenhüttenwerks in Freital/Sachsen und das Kraftwerk Elbe in Vockerode/Sachsen-Anhalt. In diese Zeit fallen auch die Planungen und der Baubeginn für das Funkhaus Berlin in der Nalepastraße und das Fernsehzentrum Berlin-Adlershof.
In den folgenden Jahren arbeitete Ehrlich als Beauftragter des Rundfunkkomitees (ab 1953), war als Architekt des Ministeriums für Außenwirtschaft für den Bau von Botschaften und Handelsvertretungen zuständig (1955-1958) und später für die Akademie der Wissenschaften der DDR (1959-1962). Zwischen 1963 und 1966 fungierte er als Chefarchitekt der Leipziger Messe und wurde 1968 Hausarchitekt der Deutschen Werkstätten Hellerau, für die er bereits seit vielen Jahren als freier Mitarbeiter tätig war. Besonders in dieser Funktion konnte er seine Vielseitigkeit als Architekt und Künstler durch Entwürfe, Ausstellungseinrichtungen und Möbelserien unter Beweis stellen. Im Funkhaus Berlin sind heute noch von Franz Ehrlich entworfene Möbel, Einbauten und Wandvertäfelungen aus den Werkstätten Hellerau erhalten und denkmalgeschützt.
Franz Ehrlich war neben seinen Festanstellungen auch immer als freier Architekt tätig. Neben städtebaulichen Projekten entwarf er Neubauten für Kultureinrichtungen (z.B. Gewandhaus Leipzig - nicht realisiert -) und baute im Auftrag der Akademie der Wissenschaften der DDR. So gehört das Zentralinstitut für Herz-Kreislaufforschung in Berlin-Buch (1954-1957) noch heute zu seinen bekanntesten Bauten.
Der Zeichner und Bildhauer Franz Ehrlich ist weniger bekannt. Seine oft dreidimensionalen Zeichnungen sind vor allem Vorstudien der Detailformen seiner Außen- und Innenarchi-tektur, die Skulpturen oft streng und auf die Grundformen reduziert. Sein künstlerischer Nachlass wird heute im Archiv des Bauhaus Dessau verwaltet. Franz Ehrlich war zu Lebzeiten nicht unumstritten. Teils wurde ihm sein Formalismus und Funktionalismus zum Vorwurf gemacht, teils seine kritische Einstellung zum Bauwesen in der DDR. Er forderte die künstlerische Freiheit unter Beachtung von Wirtschaftlichkeit und sozialen Aspekten und musste sich doch den politisch motivierten Normen anpassen. Als vielseitiger Architekt und Designer prägte Franz Ehrlich die Architekturgeschichte der DDR und gilt heute als einer der wenigen Architekten, die eine gewisse Eigenständigkeit in der Formensprache bewahren konnten.
Obwohl das Studiogebäude des Funkhauses Berlin bereits 1954 erbaut wurde, faszinieren die Klangqualität, die optimale Nachhallzeit und die Studioausstattung der Räume auch heute noch internationale Musiker, Orchester und Produzenten. A-ha, Sting und die Black Eyed Peas spielten in den Aufnahmestudios ihre Alben ein, Daniel Barenboim und Kent Nagano nahmen im berühmten Großen Sendesaal 1 Sinfonien und Opern auf, große Musiklabels wie Universal, BMG, Sony und EMI nutzen die Studios regelmäßig für Musikproduktionen aller Stilrichtungen. Größter Mieter und de facto „Hausorchester“ war von 1993 bis 2007 das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Die Konstruktion und der akustisch perfekte Ausbau des Studiogebäudes durch den Architekten Franz Ehrlich, den Chefingenieur Gerhard Probst und den Akustiker Lothar Keibs sind nach wie vor eine ingenieurtechnische Meisterleistung.
Das gesamte Studiogebäude wurde als Haus-in-Haus-Konstruktion erbaut, d.h. alle Studios haben separate Fundamente, wurden durch Hallräume und Dehnungsfugen voneinander getrennt und komplett über- und umbaut, so dass die Aufnahmen frei von äußeren Einflüssen erfolgen. Wandverkleidungen, Decken und Fußbodenbeläge sind so gewählt, dass bestimmte Frequenzen herausgefiltert bzw. absorbiert werden. In einzelnen Studios besteht die Wandgestaltung aus vertikal drehbaren, dreieckigen Prismen, deren Flächen mit unterschiedlichen Materialien belegt sind, die entsprechend der gewünschten Akustik ausgewählt werden können.
International bekannt ist besonders der Große Sendesaal 1 im Kopfbau des bogenförmigen Gebäudes. Daniel Barenboim hat dort mit den Berliner Philharmonikern zahlreiche Aufnahmen durchgeführt und rühmt den Saal für seine Akustik: „Ich betrachte den Saal als eines der besten Aufnahmestudios weltweit…. Darüber hinaus gibt er auch den Musikern die Möglichkeit, sich selbst sehr gut zu hören und den Klang entsprechend farbenreich zu gestalten.“
Der Große Sendesaal 1 hat eine trapezförmige Grundfläche von ca. 900m2 und verfügt über 250 Sitzplätze sowie eine Orgel des Orgelbauers Hans Henny Jahnn, die allerdings sanierungsbedürftig ist. Das Orchester sitzt in einer stufenförmigen Vertiefung, der so genannten „Wanne“, frei im Raum, wodurch akustisch ein guter Raumeindruck gewonnen wird. Sowohl die Deckenverkleidung aus Sperrholzkörpern als auch die Halbsäulen, die Stuckelemente und die Verkleidungen an den Wänden, dienen durch den Einsatz verschiedener Materialien der Absorption unterschiedlicher Frequenzen.
Für die Toningenieure stehen zwei Kabinen an der Längsseite des Saales zu Verfügung, die mit moderner Digital- und Surround-Sound-Technologie ausgestattet sind. Genutzt wird der Große Sendesaal insbesondere für die Einspielung hochkarätiger Klassik- und großer Filmmusikproduktionen. Klangvolle Namen wie Cecilia Bartoli, Jerry Goldsmith oder Roman Polanski belegen die hervorragenden Aufnahmebedingungen im Funkhaus Berlin.
Nach einer wechselvollen Geschichte in den vergangenen fünf Jahren wurde die Immobilie im Sommer 2006 von der Keshet Geschäftsführungs GmbH & Co. Rundfunk-Zentrum Berlin KG erworben. Ziel des neuen Eigentümers ist es, das Gebäudeensemble denkmalgerecht in seiner Substanz zu erhalten und durch neue Nutzungsoptionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verknüpfen. Das Funkhaus Berlin soll weitgehend als Standort der Medienwirtschaft und Geschäftswelt erhalten bleiben und Anlaufpunkt für Menschen werden, die sich professionell oder privat mit Medien und Musik und den angeschlossenen Wirtschaftszweigen beschäftigen. Erste Sanierungen haben bereits stattgefunden und ein Café wurde eröffnet.
Am 3. November 2005 wurde das 13 Hektar große Areal, bislang im Besitz der fünf neuen Bundesländer und des Landes Berlin, an das Jessener Baumaschinenunternehmen „Bau und Praktik GmbH“ verkauft. Die Firma zahlte 350.000 Euro für das Spree-Areal, dessen Verkehrswert auf 30 Millionen Euro geschätzt wurde. Die Bau und Praktik GmbH hat das Unternehmen Go East Invest SE als Verwalter und Projektentwickler beauftragt. Prof. Hartmann (Vorstand der Go East Invest SE) stellte seine Pläne und Visionen am 11. Januar 2006 im Rahmen einer öffentlichen Wirtschaftsausschusssitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick vor. Doch konkrete Aussagen über Investitionen und über die weitere Entwicklung wurden von ihm nicht getroffen. Über diese Ausschuss-Sitzung wurde am 13. Januar 2006 umfangreich in der Presse berichtet.
Die Bau und Praktik GmbH hat am 23. Dezember 2005 einem Großteil der Mieter eine Änderungskündigung zukommen lassen. Eine Vollmacht hierfür konnte sie den Mietern nicht vorlegen. Die Bau und Praktik GmbH bot diesen Mietern an, einen neuen Mietvertrag abzuschließen, der nur die Betriebs- und Nebenkosten umfassen sollte. Die konkrete Höhe wurde nicht genannt. Zudem ist unklar, ob die (Gewerbe-)Mieter auch die Leerstands-, Verwaltungs- und Instandsetzungskosten tragen sollen. All diese Fragen konnte Herr Hartmann in der Ausschuss-Sitzung am 11. Januar nicht beantworten.
Weiter wurde berichtet, dass die Bau und Praktik GmbH bereits drei Wochen nach dem Kauf den denkmalgeschützten Kernbestand an eine Nalepa Projekt GmbH i.G weiter veräußert hat. Die ostdeutschen Länder - als Verkäufer - prüfen, ob sie vom Kaufvertrag zurücktreten. Am 4. Mai 2006 erfolgte der Eintrag der Nalepa Projekt GmbH ins Handelsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg. Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Herr Andreas Walther, der auch bis zum 23. Februar 2006 Geschäftsführer der ULTIMA Unternehmensberatung GmbH war. Laut Handelsregistereintrag vom 3. Juli 2006 (AG Charlottenburg HRB 96289 B) ist Andreas Walther jetzt Vorstand der Go East Invest SE - Europäische Gesellschaft zur Industrieansiedlung und Markterschließung. Diese Funktion hatte zuvor Herr Prof. Dr. Wolf Dietrich Hartmann inne.
Am 15. Juli 2006 wurde der zentrale Teil des Geländes mit 4,3 Hektar Fläche auf einer Auktion für 4,75 Millionen Euro an einen Charlottenburger Schönheitschirurgen weiter verkauft. Am 17. Juli 2006 zog Auktionator Mark Karhausen den Zuschlag zurück, da der Charlottenburger Arzt „absolut abgetaucht“ war. Nunmehriger Besitzer ist die Keshet Geschäftsführungs GmbH & Co. Radiocenter Berlin KG, die am 19. Juli 2006 den Zuschlag für 3,9 Millionen Euro erhielt.[1] Der neue Eigentümer ist ebenso wie der vorherige Eigentümer verpflichtet, auf dem Gelände weiterhin eine „kulturwirtschaftliche Nutzung“ aufrecht zu erhalten.
Die Berliner Finanzverwaltung prüfte daraufhin, ob der ursprüngliche Verkaufsvertrag aus dem Jahr 2005 rückgängig gemacht werden könne, da „Geschäfte mit Grundstücken, die für mehr als 100 Prozent weiterveräußert werden, als sittenwidrig gelten.“[2] Im erstellten Gutachten wird dies aber für schwierig gehalten. Im August 2006 hat das Finanzministerium Sachsen-Anhalts unter der Leitung von Finanzminister Jens Bullerjahn Hans-Erich Gerst, Chef der Liegenschafts- und Immobilienmanagement Sachsen-Anhalt (LIMSA) fristlos entlassen sowie Strafanzeige „gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs“ gestellt. Der Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt beurteilt den Verkauf in einem Prüfbericht als „Im höchsten Maße unprofessionell, kritikwürdig, unpräzise, leichtfertig“.[3]
Ferner müssen Berlin und die neuen Länder vermutlich mehr als 500.000 Euro infolge einer Betriebskostenrechnung nach dem Verkauf aus Steuermitteln aufbringen. Der Käufer Bau und Praktik GmbH hatte weder Strom noch Heizung bezahlt. Die Unternehmensanteile wurden schnell weiterverkauft, die Firma wird im Handelsregister von Sachsen-Anhalt nicht mehr geführt. Dem Geschäftsführer der Bau und Praktik, Frank Thiele, seinem Sohn Nico sowie dem damaligen Chef der Nalepa Projekt GmbH, Andreas Walther, werden jetzt Betrug und Untreue zum Nachteil der neuen Länder und Berlins vorgeworfen. Gegen Andreas Walther, so die Recherchen der Berliner Zeitung (25. Mai 2007), wird in Berlin sogar schon seit 2004 wegen Insolvenzverschleppung, Untreue und Betrug ermittelt.[4]
Geschichte des Hörfunks, Haus des Rundfunks
Leitung: Staatliches Komitee für Rundfunk
Programme (Inland): Radio DDR I | Radio DDR II | Berliner Rundfunk | Stimme der DDR | DT64
Programme (Ausland): Radio Berlin International
Frühere Programme (1971 zu Stimme der DDR vereinigt): Berliner Welle | Deutschlandsender
Koordinaten: 52° 28' 46" N, 13° 30' 0" O
rencontre