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| Strukturformel | |||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||
| Name | Fumarsäure | ||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H4O4 | ||||||||||
| CAS-Nummer | 110-17-8 | ||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||
| Kurzbeschreibung | weiße, fast geruchlose Kristalle[1] | ||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||
| Molare Masse | 116,07 g·mol–1 | ||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
1,64 g·cm–3[1] |
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| Schmelzpunkt |
287 °C[1] |
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| Siedepunkt |
Sublimation: 290 °C[1] |
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| Dampfdruck | |||||||||||
| pKs-Wert |
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| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||
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| WGK | 1 (schwach wassergefährdend)[1] | ||||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||
Fumarsäure ist der Trivialname der ungesättigten Dicarbonsäure trans-Butendisäure, auch trans-Ethylendicarbonsäure genannt. Ihre Salze heißen Fumarate. Die isomere cis-Form heißt Maleinsäure.
Inhaltsverzeichnis |
Fumarsäure hat unter Normaldruck keinen Schmelzpunkt, sondern sublimiert ab etwa 287 °C. Sie bildet bei Raumtemperatur weiße, fast geruchlose, brennbare Kristalle. Die Säure ist ein Reduktionsmittel, was ihren Einsatz als Konservierungsmittel begründet. Die wässrige Lösung reagiert stark sauer: 1 l Wasser mit darin gelösten 4,9 g Furmarsäure besitzt einen pH-Wert von 2,1.[1] Die zweiprotonige Säure besitzt einen pKs1 von 3,0 und einen pKs2 von 4,5. [2]
Fumarsäure kommt in verschiedenen Pflanzen, Pilzen und Flechten vor. Ihren Namen erhielt sie vom Gewöhnlichen Erdrauch (Fumaria officinalis), der größere Mengen der Säure enthält. Synthetisch wird Fumarsäure durch Isomerisierung aus Maleinsäure hergestellt; dies geschieht durch Erhitzen auf über 150 °C, durch UV-Bestrahlung oder katalytisch in wässriger Lösung.
Sie entsteht auch in Organismen auf verschiedenen biochemischen Stoffwechselwegen:
Fumarsäure ist als Lebensmittelzusatzstoff E 297 zugelassen und dient als Säuerungsmittel. In der Synthesechemie wird es für die Polyester-Herstellung verwendet; in der Biotechnologie wird Ammoniak stereoselektiv an die Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung angelagert, es bildet sich enzymkatalysiert L-Asparaginsäure; viele - insbesondere aminogruppenhaltige - pharmazeutisch wirksame Substanzen werden als Salze der Fumarsäure verabreicht; in der Medizin werden Fumarsäureester zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt und z. Zt. auf ihre Eignung zur Behandlung von Patienten mit multipler Sklerose untersucht[4]; in der Schweineaufzucht wird Fumarsäure als Futterzusatz für Ferkel genutzt um damit den pH-Wert im Darm aufrechtzuerhalten und colibedingten Infektionen vorzubeugen.
Im Jahre 1937 erhielt Albert Szent-Györgyi den Medizin-Nobelpreis für seine biochemischen Arbeiten unter anderem auch zur Fumarsäure.
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