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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Hessen | ||||
| Regierungsbezirk: | Kassel | ||||
| Landkreis: | Fulda | ||||
| Höhe: | 261 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 104,1 km² | ||||
| Einwohner: | 64.097 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 616 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 36001–36043 | ||||
| Vorwahl: | 0661 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | FD | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 31 009
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| Stadtgliederung: | 25 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schlossstraße 1 36037 Fulda |
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| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Gerhard Möller (CDU) | ||||
Die Stadt Fulda am gleichnamigen Fluss ist Oberzentrum der Region Osthessen und neuntgrößte Stadt Hessens. Sie ist die Kreisstadt des Landkreises Fulda und gleichzeitig eine von sieben Sonderstatusstädten Hessens. Weiterhin war Fulda Sitz des Klosters Fulda und ist eine Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt mit Bischofssitz des gleichnamigen Bistums.
Inhaltsverzeichnis
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Die Stadt liegt am Oberlauf des Flusses Fulda in der Nähe der Landesgrenzen zu Thüringen und Bayern, eingebettet zwischen den Mittelgebirgen Rhön im Osten und Vogelsberg im Westen.
Fulda ist umgeben von den Umlandgemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell und bildet mit diesen eine Agglomeration. Weitere Nachbargemeinden sind: Großenlüder, Hünfeld, Neuhof und Schlitz.
Fulda umfasst neben der Kernstadt 24 weitere Stadtteile:
| Stadtteil | Einwohnerzahl |
|---|---|
| Bernhards | 531 |
| Besges | 105 |
| Bronnzell (mit Ziegel) | 1399 |
| Dietershan | 696 |
| Edelzell | 2356 |
| Gläserzell | 1166 |
| Haimbach | 2229 |
| Hamerz | 1112 |
| Istergiesel | 414 |
| Johannesberg | 798 |
| Kämmerzell | 848 |
| Kohlhaus | 1167 |
| Stadtteil | Einwohnerzahl |
|---|---|
| Lehnerz | 1647 |
| Lüdermünd | 221 |
| Maberzell (mit Trätzhof) | 1788 |
| Malkes | 166 |
| Mittelrode | 357 |
| Niederrode | 264 |
| Niesig | 1665 |
| Oberrode | 513 |
| Rodges | 145 |
| Sickels | 1051 |
| Zell | 241 |
| Zirkenbach | 492 |
Die Kernstadt von Fulda ist zusätzlich in zwölf statistische Bezirke oder innerstädtische Viertel unterteilt, die jedoch keine eigenen Stadtteile bilden:
| Bezirk | Einwohnerzahl |
|---|---|
| Aschenberg | 8798 |
| Frauenberg | 2556 |
| Galerie | 1032 |
| Horas | 1355 |
| Innenstadt | 6322 |
| Neuenberg | ~2500 |
| Nordend | 4104 |
| Ostend | 4421 |
| Südend | 4732 |
| Westend | 3946 |
| Ziehers Nord | 2086 |
| Ziehers Süd | 3782 |
Die Stadt Fulda wurde durch die hessische Gebietsreform 1972 um die oben genannten 24 Umlandgemeinden vergrößert, verlor aber 1974 ihre Kreisfreiheit. Dafür wurde sie, wie sechs weitere hessische Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, Sonderstatusstadt. Das bedeutet, dass die Stadt mehr Aufgaben und Rechte hat als sonstige kreisangehörige Städte, aber weniger als kreisfreie Städte.
Anfang der 1970er Jahre entstand auf dem Aschenberg ein neuer Stadtteil, dessen Bebauung durch Wohnblocks, Hochhäuser aber auch Einfamilienhäuser geprägt ist. Die heutige Stadtentwicklung wird am westlichen Rand der Innenstadt fortgeführt. Außerdem entsteht im Westen der neue Stadtteil Fulda-Galerie. Im Jahre 2005 wurde das neue Kultur- und Kongresszentrum Esperanto fertiggestellt und eingeweiht. Es beinhaltet ein neues Schwimmbad, das das alte Zentralbad ersetzte. Weitere größere Bauprojekte in der Innenstadt waren die Neugestaltung des Gemüsemarkts und sind gegenwärtig die Umgestaltung des Universitätsplatzes und in Zukunft die Umgestaltung und Neubebauung von innerstädtischen Industriebrachen, wie dem ehemaligen Emaillierwerk sowie der stillgelegten Milchwerke.
Siehe dazu auch die Hauptartikel: Geschichte der Stadt Fulda und Geschichte des Kloster Fulda
Die Herkunft des Namens Fulda ist ungeklärt. Urkundlich sind folgende Namen überliefert. Aus dem Jahr 750 Uulta und Uulthaha, von 751 Fulda, von 752 Uuldaha, vor dem Jahr 769 Fulde, und im 16. Jahrhundert Fuld, Fult und Fuldt.
Die wahrscheinlichste Herkunft ist eine sogenannte Hydronymie (Gewässernamengebung) aus altsächsisch: folda, Angelsächsisch: folde (Erde, Boden) und dem Grundwort -aha aus dem Indogermanischen Wortstamm -el oder -ol zu Ala (fließen, strömen) was später zu -ara; -ura; -ora (z. B. Wisura, Werra, Weser) durch Lautverschiebung zu -aha wird, deshalb auch Fuldaha, Uultaha und Uuldaha. Also „Boden- o. Erdfluss / -strom“. Aufgrund der Tatsache, dass es im Indogermanischen eine große Zahl von Wörtern mit der Wurzel *pel-/pol- gibt, nimmt man an, Fulda könne eine Ablautvariante des indogermanischen polota sein. Für den Namen Fulda lassen sich darüber hinaus auch gewisse Verwandtschaftsbeziehungen im östlichen Mitteleuropa finden. Im Lettischen gibt es palts, palte (Pfütze, Lache), aber auch den Fluss Pelta oder Peltew. Vielfach wurden Flüsse nach Gottheiten benannt, so kann der Name auch auf die germanische Gottheit Balder hindeuten. Um 800 standen die germanischen Sprachen Altsächsisch, Altfränkisch, Altfriesisch einander noch recht nahe. Im Altfriesischen gibt es das Wort „Bulda“ für eine Münze. Erst um 800 wurden die Friesen auf ihr heutiges Siedlungsgebiet zurückgedrängt, die hochdeutsche Lautverschiebung machten sie nicht mit.
Nach der wechselvollen Erdgeschichte des Fuldaer Raumes sind auch hier steinzeitliche Zeugnisse zu finden. Erste Besiedlungen sind in der Zeit um 5000 v. Chr. nachweisbar (siehe Zeitleiste). Kulturen entwickelten sich, die Völkerwanderung brachte neue Siedler in die Region. Eine keltische Stadt entstand an der Milseburg. Das Fränkische Reich entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reichs zum Machtzentrum in Mitteleuropa. Der Frankenkönig Chlodwig I. sicherte sich mit seiner Taufe die Unterstützung Roms, eine breitangelegte Christianisierung setzte ein. Bonifatius wurde vom Papst beauftragt, die germanischen Stämme in diesem Raum zu missionieren und dem Papsttum zu unterstellen.
Durch Sturmius begann 744 die Entwicklung des Ortes. Im Jahre 754 wurde Bonifatius in diesem Kloster beigesetzt. Durch Karl den Großen erhielt das Kloster 774 die Immunität und wurde somit zu einem Reichskloster. Zwischen 791 und 819 wurde die Ratgar-Basilika (benannt nach dem Abt Ratgar) erbaut, zu dieser Zeit der größte Kirchenbau nördlich der Alpen. Gleichzeitig siedelten sich erste Bauern und Handwerker um das Kloster an.
Die Abtei und die Siedlung erhielt 1019 durch Heinrich II. das Münz-, Markt- und Zollrecht, und 1114 wurde Fulda das erste Mal als Stadt (civitas) erwähnt. Unter Abt Markward I. (1150–1165) erlebte die Stadt einen Aufschwung, viele entfremdete Güter wurden restituiert. Dabei half dem Abt einer der bekanntesten Urkundenfälscher des Mittelalters, der Fuldaer Mönch Eberhard. Abt Markward musste Raubritter vertreiben, er legte Burgen an und befestigte die Stadt 1162 mit einer Stadtmauer, etwa zwölf Türmen und fünf Stadttoren (Heertor, Peterstor, Florentor, Kohlhäusertor und Frauentörlein).
Von König Friedrich II. wurden die Äbte des Klosters in den Reichfürstenstand erhoben. Fürstabt Heinrich von Weilnau ließ zwischen 1294 und 1312 eine Abtsburg bauen, in der er außerhalb des Klosters residierte. Diese Burg wurde im 17. Jahrhundert durch Fürstabt Johann Friedrich von Schwalbach in ein Renaissanceschloss umgebaut.
1208 wurde Fulda zur Stadt erhoben und wachte über ihre Rechte gegen die Ansprüche der Äbte, die schon eine Burg neben dem Kloster besaßen. Als Fürstabt Heinrich VI. von Hohenberg 1319/20 eine zweite Burg innerhalb der Stadt errichtete, erstürmten die Bürger mit Hilfe des Klostervogts, Graf Johann von Ziegenhain, beide Burgen des Abtes und zerstörten die neue Burg samt Turm und Ringmauern. Auf Klage des geflüchteten Abtes beim Kaiser wurden über die Stadt und den Grafen die Reichsacht verhängt.
1326 nutzte Heinrich von Hohenberg seine gestärkte Macht als Stadtherr dazu, die jährliche Steuer der Stadt für sieben Jahre von 100 auf 800 Pfund Heller zu erhöhen. Als er 1330 die Steuern ein weiteres Mal erhöhen wollte, formierte sich in der Stadt erneuter Widerstand. Als er daraufhin einige reiche Bürger einkerkern ließ und zur Freilassung eine Kaution von 9500 Pfund Heller forderte, erhoben sich die Bürger 1331 gegen ihn. Sie verbündeten sich wiederum mit Graf Johann von Ziegenhain, stürmten die Abtsburg, das Kloster, den Frauenberg und den Petersberg. Wieder wurde die Stadt mit Reichsacht bestraft. Die Ministerialen des Abts schlugen den Aufstand nieder. Erzbischof Balduin von Trier vermittelte eine Sühne, gemäß der die Bürger den Turm und die Ringmauern der neuen Burg wiederherzustellen hatten und bedeutende Entschädigungen zahlen mussten. Die Stadt Fulda erhielt einen Rat und Bürgermeister unter Aufsicht eines fürstlichen Schultheißen.
Die Situation der Städtebürger und der Bauern im Umland war durch die hohen Abgaben und Frondienste sehr kläglich. Das Stift plünderte das Landvolk aus und errichtete immer prunkvollere Bauten. So erhoben sich auch die Bauern im Fuldaer Land gemeinsam mit den Bürgern der Stadt gegen die Obrigkeit und beteiligten sich im Frühjahr 1525 am Deutschen Bauernkrieg.
In den Bauernkriegen in Fulda und Fuldaer Land war der Pfaff von Dipperz Hans Dahlhopf bedeutsam, der 10.000 Bauern um sich scharte. Landgraf Philipp von Hessen kam dem Stift mit einem starken Heer zur Hilfe und schlug den Aufstand in der Schlacht am Frauenberg nieder.
Besonders bekanntes Opfer der Verfolgungen war Frau Merga Bien 1603.
1603 wurde in der Zeit der Hexenverfolgungen Balthasar Nuss als Zentgraf nach Fulda berufen. Balthasar von Dernbach übertrug ihm darüber hinaus die Durchführung der Hexenprozesse im gesamten Hochstift. In drei Jahren ließ Balthasar Nuss etwa 300 angebliche Hexen und Hexenmeister foltern und anschließend hinrichten. Das Vermögen der Opfer zog er für sich ein. (Näheres zu den Hexenprozessen siehe bei Balthasar von Dernbach).
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 20. Juni 1640 durch schwedische Streifkorps hart bedrängt.
Fürstabt Adalbert von Schleifras ernannte 1700 Johann Dientzenhofer zum Stiftsbaumeister in Fulda und beauftragte ihn, an der Stelle der Ratgar-Basilika einen neuen Fuldaer Dom und ein Stadtschloss im barocken Stil zu errichten.
1752 wurden die Fürstäbte in den Stand von Fürstbischöfen erhoben. Im Siebenjährigen Krieg wurde Fulda 1762 von einem hannöverschen Korps unter Luckner genommen.
Die Straße zwischen Frankfurt und Fulda wurde 1764 auf Anweisung des Fuldaer Fürstbischofs Heinrich von Bibra als eine der ersten Straßen in Hessen zu einer Chaussee ausgebaut.
Von 1734 bis 1805 existierte die katholische Universität Fulda. Die von Adolf von Dalberg gegründete Einrichtung besaß vier Fakultäten: Theologie, Philosophie, Medizin und Jura. Das barocke Gebäude von 1731–1734 wurde von Andreas Gallasini entworfen und beherbergt heute die Adolf-von-Dalberg-Grundschule.
Die Säkularisierung 1802 entmachtete die Fürstbischöfe. Die fuldischen Besitzungen gingen an Friedrich Wilhelm von Oranien-Nassau, bis 1806 Napoleon die Provinz Fulda annektierte. 1810 wurde sie Teil des Großherzogtums Frankfurt. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde die Provinz aufgelöst und nach einjähriger preußischer Verwaltung an Kurhessen abgegeben. Nach dem Deutschen Bruderkrieg von 1866 wurden Fulda und Kurhessen Teil des Königreichs Preußen.
Am 2. November 1850 wurde Fulda von preußischen Truppen besetzt, aber nach dem Zusammenstoß ihrer Vorposten mit Österreichern bei Bronnzell am 9. November geräumt und dann auf kurze Zeit von den Bayern besetzt. Im Krieg von 1866 besetzten es die Preußen 6. Juli abermals.
Die Stadt Fulda war im Kulturkampf ein Hauptbollwerk des Ultramontanismus im Deutschen Reich. Die Zahl der Einwohner betrug 1885 mit der Garnison (eine reitende Abteilung Feldartillerie Nr. 11) 12.226 (darunter 1880: 3347 Evangelische und 602 Juden). Fulda ist der Sitz eines Bischofs, eines Domkapitels, eines Amtsgerichts, eines Steueramtes etc.
In Fulda konnte die NSDAP bei der Reichstagswahl 1933 nicht mehr als ein Viertel der Stimmen erringen, auch im Stadtrat spielte sie eine untergeordnete Rolle. Im Zuge der Gleichschaltung wurde 1933 die Fuldaer Actiendruckerei zerstört, in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 der historische Judenfriedhof und die Synagoge in der ehemaligen Judengasse. 1940 wurden die Franziskaner aus dem Kloster Frauenberg vertrieben.
Im Zweiten Weltkrieg war Fulda mehrfach Ziel von Luftangriffen. Am 11. und 12. September 1944 und am 27. Dezember 1944 gab es die meisten Opfer; die Stadt wurde zu etwa einem Drittel zerstört. Insgesamt waren mehr als 1500 Tote zu beklagen. Verkehrswesen und Industrie waren schwer getroffen. Auch die historischen Bauten trugen Schäden davon.
Die seit 1927 kreisfreie Stadt entwickelte sich nach 1945 zu einem modernen Industriestandort. 1972 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Eingemeindung von 24 Stadtumlandgemeinden. 1974 verlor die Stadt die Kreisfreiheit, jedoch gilt seit 1980 ein Funktionaler Sonderstatus, womit verschiedene Aufgaben der Kreisstufe verbunden sind.
In der Zeit des Kalten Krieges hatte Fulda eine besondere strategische Bedeutung, die im Begriff Fulda Gap verdeutlicht wird. Der Begriff rührte von der Vorstellung her, dass im Falle eines Angriffs des Warschauer Paktes dieser versuchen würde, durch das Tal der Fulda nach Südwestdeutschland einzudringen. Es gab eine große US-Garnison in den Downs Barracks mit dem 11th Armored Cavalry Regiment (Blackhorse). 1994 wurde die Stationierung von US-Streitkräften in Fulda beendet. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne siedelten sich verschiedene Behörden und Firmen an. Auf dem Gelände des zur Kaserne gehörenden Flugplatzes entwickelte sich ein neuer Stadtteil Galerie.
Am 17. und 18. November 1980 wurde Papst Johannes Paul II. bei einem Besuch von mehr als 100.000 Gläubigen[1] begeistert auf dem Domplatz empfangen.
1990 wurde Fulda Austragungsort des 30. Hessentages und 1994 feierte die Stadt ihr 1250-jähriges Bestehen und wurde Veranstaltungsort der ersten hessischen Landesgartenschau.
Im katholisch geprägten Fulda war im zweiten Kaiserreich und der Weimarer Republik traditionell das Zentrum die stärkste Partei. Nach dem Krieg etablierte sich die Stadt als Hochburg der CDU im Land Hessen. Bekanntester Fuldaer Politiker der Nachkriegszeit war Alfred Dregger, der 24 Jahre lang Oberbürgermeister von Fulda und 26 Jahre lang Bundestagsabgeordneter (zeitweise CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender) des Wahlkreises Fulda war.
Der Magistrat besteht aus elf Stadträten. Davon entfallen sieben Sitze auf die CDU, drei Sitze auf die SPD und ein Sitz auf Bündnis 90/Die Grünen.
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Fulda besteht aus 59 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei 36,2 Prozent Wahlbeteiligung (Zahlen im Vergleich zur Kommunalwahl vom 18. März 2001):
| Parteien und Wählergemeinschaften | 2006 | 2001 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 58,6 | 35 | 61,9 | 36 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 20,2 | 12 | 23,0 | 14 |
| Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) | 8,4 | 5 | 7,0 | 4 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 4,9 | 3 | 2,6 | 2 |
| Die Republikaner (REP) | 2,0 | 1 | 2,9 | 2 |
| Christliche Wähler-Einheit e. V. (CWE) | 3,3 | 2 | 2,6 | 1 |
| Die LINKE.Offene Liste (LINKE) | 2,6 | 1 | – | – |
| gesamt | 100,0 | 59 | 100,0 | 59 |
| Wahlbeteiligung | 36,2 % | 47,7 % | ||
Ein Einspruch gegen die Gültigkeit dieser Wahl, da die Bewerberstimmen auf circa zehn Prozent der Stimmzettel nicht ausgezählt worden seien, wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 24. April 2006 abgelehnt.
Aktuelle kommunalpolitische Konfliktfelder sind die Blockrandbebauung am Universitätsplatz und der weitere Bau eines Parkhauses durch Q-Park.
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| Anton Thomas | 1805 | 1835 |
| Daniel Mackenrodt | 1835 | 1859 |
| Ignaz Weißmüller | 1859 | 1862 |
| Franz Rang | 1862 | 1893 |
| Dr. Georg Antoni | 1894 | 1930 |
| Dr. Franz Danzebrink | 1930 | 1945 |
| Erich Schmidt (nach dem Krieg von den Amerikanern eingesetzt) | 1945 | 1946 |
| Dr. Cuno Raabe (CDU) | 1946 | 1956 |
| Dr. Alfred Dregger (CDU) | 1956 | 1970 |
| Dr. Wolfgang Hamberger (CDU) | 1970 | 1998 |
| Dr. Alois Rhiel (CDU) | 1998 | 2003 |
| Gerhard Möller (CDU) | 2003 | heute |
Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) wurde am 29. Juni 2003 mit einem Stimmenanteil von 74,1 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 36,4 Prozent erstmals direkt in dieses Amt gewählt, das er am 1. August 2003 offiziell angetreten hat.
„Ein gespaltener Schild; vorne in Silber ein schwarzes, durchgehendes Kreuz, hinten in Rot ein grüner Dreiberg, aus dem eine grüne Lilienstaude mit drei silbernen Blüten herauswächst. Über dem Schild befindet sich eine fünfzinnige Mauerkrone.“
Das Kreuz stammt aus dem Wappen der Abtei Fulda, durch die die Stadt entstanden ist. Die Lilien stehen für die drei Schutzpatrone der Stadt (Simplicius, Faustinus und Beatrix). Die drei Hügel unter der Lilie sollen die Gräber der drei darstellen, weil Beatrix die beiden Soldaten begrub und deshalb getötet wurde. Bonifatius brachte Reliquien dieser Heiligen in die Klosterkirche nach Fulda. Der rote Hintergrund steht für den Märtyrertod, den die drei gestorben sind. Die Mauerkrone steht für die Stadtmauer.
Die Stadt Fulda hat Patenschaften übernommen für
Als katholischer Bischofssitz und Sitz der Deutschen Bischofskonferenz ist Fulda traditionell katholisch geprägt. Die Klostergründung im Jahr 744 gilt auch als Gründungsjahr der Stadt Fulda. Aus dem Kloster und seinem Herrschaftsbereich entwickelte sich bis 1752 das Bistum. Einer der bekanntesten Bischöfe war Erzbischof Johannes Dyba († 2000), der aufgrund seiner konservativen Positionen gleichsam populär und umstritten war.
Nach der Reformation fand katholischer Gottesdienst nur noch in der Kirche am Severiberg statt. Die Gegenreformation mit intensivem Einsatz der Jesuiten in Schule, Predigt und Katechese eroberte Fulda wieder für den Katholizismus zurück.
Seit 1896 haben die Fuldaer Evangelischen (Lutheraner) eine repräsentative Kirche in der Innenstadt, die Christuskirche. Erbprinz Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau (1772–1843), ab 1814 als Wilhelm I. König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, gründete als neuer Landesherr 1802 in Fulda eine evangelisch-reformierte Gemeinde. Am 3. April, dem Palmsonntag des Jahres 1803, fand im Collegium Marianum der Universität in Fulda der erste Gottesdienst der neu gegründeten evangelisch-reformierten Gemeinde statt. Dieser Raum stand der evangelischen Gemeinde bis zur Einweihung der Christuskirche am 1. Juli 1896 für Gottesdienste zur Verfügung. Nachdem die Christuskirche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, fanden von Ostern 1946 bis zur Wiedereinweihung am 25. September 1949 erneut evangelische Gottesdienste im Collegium Marianum statt. Aus anfangs 343 Evangelischen und einem Pfarrer wurden im Laufe von 200 Jahren in Fulda und näherer Umgebung acht evangelische Gemeinden mit zwölf Pfarrerinnen und Pfarrern und fast 20.000 Gemeindegliedern, die den reformatorischen Glauben in dieser Region repräsentieren[2]. Fulda ist seit 1949 Sitz des Büros des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Die Ehefrau des Gründers Dr. Reinold von Thadden-Trieglaff (1891–1976), Freiin Elisabeth von Thüngen (1893–1988), stammte aus der nahen Rhön.
Eine Evangelische Gemeinschaft (früher Landeskirchliche Gemeinschaft) – zum Evangelischen Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau e. V. gehörend – gibt es seit über 100 Jahren in Fulda. Im gleichen Haus ist auch die örtliche EC-Jugendarbeit beheimatet.
In Fulda gibt es mehrere freikirchliche Gemeinden, wie die Baptisten (Evangelisch-freikirchliche Gemeinde), die Jesus-Haus-Gemeinde (Bund freier Pfingstgemeinden), die Freie evangelische Gemeinde, die Bibelgemeinde Oase und eine große Christliche Brüdergemeinde mit russlanddeutscher Prägung. Seit 2002 gibt es zudem eine Gruppe der Jesus Freaks. Seit 1948 gibt es eine aktive christliche Pfadfinderarbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Christuskirchengemeinde. Der ansässige Fuldaer VCP-Stamm zählt heute über 100 Mitglieder.
In Fulda gibt es heute außerdem eine jüdische Gemeinde. Sie setzt damit die jahrhundertelange Tradition jüdischen Lebens in Fulda fort.
In Fulda bestehen einige islamische Moscheegemeinden, die hauptsächlich für Familien türkischer, bosnisch-herzegowinischer, arabischer, nordafrikanischer, iranischer und pakistanischer Herkunft von großer Bedeutung sind.
In Fulda erscheint seit dem 1. Januar 1874 im alteingesessenen Parzeller Verlag die Fuldaer Zeitung. Der gleiche Verlag gibt zahlreiche heimatgeschichtliche Publikationen heraus. Eine konkurrierende Tageszeitung, die Fuldaer Volkszeitung, musste 1974 das Erscheinen einstellen.
In der Fuldaer Bahnhofstraße betreibt der Hessische Rundfunk ein Regionalstudio, aus dem Berichte aus Osthessen gesendet werden. In der Frankfurter Straße unterhält der Privatsender Hit Radio FFH im Parzeller-Haus ebenfalls ein Regionalstudio.
Über Kabelfernsehen ist der Offene Kanal Fulda zu empfangen, der von Laien produzierte Sendungen publiziert.
Das von dem Unternehmen Medienkontor Fulda produzierte Online-Nachrichtenportal Osthessen-News.de berichtet seit dem Jahr 2002 über Ereignisse in Fulda und dem weiten Umland.
| Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. |
Das Schlosstheater Fulda befindet sich in einem Nebenbau des Stadtschlosses. Das Schlosstheater bietet einen reichhaltigen Spielplan, trotz des fehlenden eigenen Ensembles. Hier wurde 2004 Bonifatiusmusical uraufgeführt.
In Fulda gibt es zwei Kinos. Zum einem der Cinestar Filmpalast in der Rangstraße sowie die Löhertor Kinos im Einkaufszentrum Forum Löhertor.
Ein Treffpunkt des Fuldaer Nachtlebens ist das Kulturzentrum Kreuz. Weiterhin existiert noch die Großraumdiskothek Funpark, der S-Club, der Club Obsession sowie einige andere Lokalitäten und viele kleine, gemütliche Kneipen in der Altstadt Fuldas.
Das Klinikum Fulda wurde in seiner gegenwärtigen Form am 23. Februar 1976 in Betrieb genommen, wenngleich 1805 der erste weltliche Herrscher von Fulda, Friedrich Wilhelm von Oranien-Nassau, mit Unterzeichnung der Stiftungsurkunde den Startschuss für den Bau eines modernen Krankenhauses gab. Es ist eines der Akademischen Lehrkrankenhäuser der Philipps-Universität Marburg und der Hochschule Fulda. Das Klinikum umfasst heute 28 Institute und Kliniken bei einem Einzugsgebiet mit etwa 500.000 Menschen und 2.500 Mitarbeitern. Seit Januar 2004 wird das Klinikum Fulda als gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) der Stadt Fulda geführt. Darüber hinaus nahm im Jahr 1984 der Hubschrauber „Christoph 28“ der ADAC-Luftrettung in Fulda seinen Dienst auf.
Fulda ist Hessens größte Karnevalshochburg. Die bis ins 15- Jahrhundert zurückgehende Foaset besteht aus insgesamt 13 Karnevalsvereinen, an deren Spitze die Fuldaer Karnevalsgesellschaft steht. Die um den Stadtkern herum „regierenden“ Vereine werden „Randstaaten“ genannt. Am Rosenmontag marschieren diese und zahlreiche regionale Karnevalsvereine im traditionell größten Rosenmontagszug in ganz Hessen durch Fuldas Innenstadt.
Weiter gibt es in den Sommermonaten (meist April–Oktober) die alle zwei Wochen stattfindende Night Skating Experience, eine Inlineskater-Veranstaltung auf öffentlichen Straßen der Stadt unter dem Schutz der Polizei. Unterstützt wird das Projekt durch die Stadt Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen.
Der Fuldaer Weihnachtsmarkt fand 2006 zum 27. Mal statt.
Außerdem findet jährlich der Hochstift Marathon statt.
Fulda verfügt über eine alte Weinanbautradition, worauf Urkunden und Bodenfunde hinweisen. Nach Gründung des Klosters im Jahr 744 waren zunächst kirchliche Bedürfnisse die treibende Kraft zum Anbau des Weines. In Berichten aus dem 12. Jahrhundert werden verschiedene Weinanbaugebiete an sonnigen Kalkfelsen in Fulda erwähnt. Dazu gehörte auch der Weinberg des Klosters Frauenberg. Noch heute sind Wäck, Woarscht on Wie (Brot, Wurst und Wein) beliebte Spezialitäten. Ein weiteres bekanntes Fuldaer Gericht ist der „Zwibbelsploatz“ (Zwiebelkuchen), der traditionell in Altfuldaer Haushalten freitags hergestellt und zum Backen in die nächste Bäckerei gebracht wurde. Noch heute gibt es diese Fuldaer Spezialität in den alteingesessenen Bäckereien zu kaufen. Dazu gab es dann oft Kartoffelsuppe. Auch dieses Gericht gründet sich auf die katholische Fuldaer Tradition, da fleischloses Essen an Freitagen zur Erinnerung an Jesu Tod dient.
In früheren Jahrhunderten war Fulda Oberzentrum der umgebenden ländlichen Gebiete mit der Verwaltung der fürstbischöflichen Liegenschaften; die Stadt war geprägt durch das Handwerk, wie zum Beispiel Gerber in der Löherstraße, Kammgarnspinnerei, Baumwollweberei, Damast- und Sackleinwandfabrikation (Fuldaer Leinwand), Plüsch-, Filztuch-, Wachslichtfabrikation, Wollfärberei, Wachsbleicherei, Salpetersiederei, Verfertigung von Blasinstrumenten etc. Um 1880 waren auch der Getreide- und der Viehhandel von Bedeutung; jährlich fanden damals neun Rindviehmärkte und wöchentlich ein Schweinemarkt statt. Die Nähe zum Rhein-Main-Gebiet begünstigt heute Fulda. Der Anschluss durch die ICE-Züge sowie Regionalzüge zeigt die Bedeutung des Rhein-Main-Gebietes für Fulda. Fuldaer Pendler arbeiten in nennenswerter Zahl im Rhein-Main-Gebiet, aber auch im fränkischen Würzburg, weniger in Richtung Kassel orientiert.
Mit Beginn der Industrialisierung gewannen die Kerzenfabrikation (Wachsindustrie Fulda Adam Gies), Metallverarbeitung (Emallierwerk) und Stoffverarbeitung (Fa. Mehler) an Bedeutung.
In Fulda sind auch heute noch zahlreiche Hersteller der Textilindustrie ansässig, darunter die Firmen Mehler AG und die Wirth Gruppe, zu der unter anderem die FilzFabrik Fulda als Filzhersteller und die Dura Tufting als Teppichbodenhersteller gehören.
Als weiterer wichtiger Arbeitgeber der Region und überregional bekanntes produzierendes Unternehmen ist Fulda Reifen (vormals Gummiwerke Fulda) zu nennen. Weiterhin ist Fulda der Hauptsitz des Lebensmittelhandelsunternehmens tegut…, in der Mess- und Regelungstechnik ist die Firma JUMO GmbH & Co. KG tätig, die Firma EDAG GmbH & Co. KGaA entwickelt Automobilkarosserien und Produktionsstraßen (z. B. Entwicklung des smart), und die Firma Eika produziert Kerzen.
Auch die Gesundheitsbranche hatte in Fulda einen renommierten Vertreter: Die zur Fresenius SE gehörende Helios Kliniken GmbH, eines der drei größten privaten Klinikunternehmen in Deutschland, hatte seinen Konzernsitz in Fulda, verlegte diesen allerdings Anfang 2007 nach Berlin. Auch die Deutschlandzentrale des Personaldienstleisters Adecco wurde im Dezember 2006 verlegt, von Fulda nach Düsseldorf.
Größter Energieversorger und regionaler Verkehrsbetrieb ist die Überlandwerk Fulda AG.
Siehe dazu auch: Bahnhof Fulda
Der Bahnhof Fulda ist ein ICE-Bahnhof und wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg, der Kinzigtalbahn und der Bahnstrecke Fulda–Bebra zwischen Frankfurt am Main, Kassel, Erfurt und Würzburg. Die Nebenstrecken Vogelsbergbahn und Rhönbahn führen über den Vogelsberg nach Gießen und nach Gersfeld in der Rhön.
Fulda liegt an der Wegkreuzung folgender historischer Straßen:
In Fulda befindet sich heute die drittgrößte Fußgängerzone Hessens. 2008 entstand die 23 Millionen Euro teure Westumfahrung, die die Innenstadt und vor allem die Frankfurter Straße entlasten soll und direkt in diese einmündet.
| # | Schulform | Schüler / Studenten |
|---|---|---|
| 19 | Grund- und Hauptschulen | 3136 |
| 3 | Sonderschulen | 467 |
| 1 | Grund-, Haupt- und Realschule | 1043 |
| 3 | Realschulen | 2565 |
| 4 | Gymnasien | 4926 |
| Gymnasiale Oberstufe | 343 | |
| Berufliche Schulen | 7410 | |
| 1 | Hochschule | 4500 |
| 1 | Theologische Fakultät | 40 |
| 1 | Bischöfliches Priesterseminar | 10 |
Fulda hat seit der Klostergründung eine lange Tradition als Schul- und Universitätsstadt. Zu erwähnen sind hier insbesondere Rabanus Maurus (Aufbau der Klosterbibliothek, Klosterschule, Enzyklopädie „De universo“) und Heinrich von Bibra mit der Schulreform im Hochstift Fulda. 1734 wurde von Adolph von Dalberg die Universität Fulda gegründet, die bis 1805 bestand.
An Unterrichtsanstalten bestanden 1880: ein Gymnasium, ein Realprogymnasium, eine katholische und eine evangelische höhere Töchterschule, ein katholisches Schullehrerseminar und die hessische Landesbibliothek mit etwa 50.000 Bänden (1778 gegründet).
Heute gibt es in Fulda, dem Schuloberzentrum der Region, mehrere Gymnasien: die Freiherr-vom-Stein-Schule, die Winfriedschule, das Domgymnasium und die Marienschule. Dazu sind drei weitere Realschulen, zahlreiche Grund- und Hauptschulen, Hoch- und Fachoberschulen und Sonderschulen angesiedelt. Eine Gesamtschule gibt es im Stadtgebiet nicht. An der Hochschule Fulda sind etwa 4500 Studierende eingeschrieben. Außerdem gibt es die Theologische Fak