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Fukuzawa Yukichi

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Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Eigennamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Japanischen. Fukuzawa ist hier somit der Familienname, Yukichi ist der Eigenname.

Fukuzawa Yukichi (jap. 福沢諭吉 Fukuzawa Yukichi; * 10. Januar 1835 in Ōsaka; † 3. Februar 1901 in Tokio) war ein japanischer Gelehrter. Er gilt als einer der großen Intellektuellen der Meiji-Restauration, der eine entscheidende Rolle in Japans Modernisierung spielte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Das Denkmal von Nakatsu Han-Lager-und Fukuzawa Yukichi Geburtshaus, in Hotarumachi, Fukushimaku, Osaka City, Japan.

1835 als Sohn einer Samuraifamilie niederen Ranges in Nakatsu (Präfektur Oita, Kyūshū) geboren und aufgewachsen, litt Fukuzawa Yukichi in seiner Kindheit und Jugend unter sozialer Diskriminierung und den Restriktionen der feudalen Hierarchie, die wohl gerade im provinziellen Nakatsu sehr ausgeprägt waren. Zu seinem Glück wurde Fukuzawa aber mit 19 Jahren, 1854, nach Nagasaki geschickt und ein Jahr später nach Ōsaka, um im damals noch isolierten Japan Niederländisch (Rangaku) zu studieren. 1858 gründete er auf Geheiß seines Clans eine Privatschule für Niederländischstudien in Edo (heute Tokio). Im Jahr darauf erkannte er allerdings die Bedeutung des Englischen als Weltsprache und begann, sie autodidaktisch zu erlernen.

Sailors der Kanrin Maru, die Mitglieder der japanischen Botschaft in den Vereinigten Staaten (1860). Fukuzawa Yukichi sitzt auf der rechten Seite.

Als einer der ersten Japaner reiste er 1860 in die USA und 1862 als Übersetzer und Mitglied einer Regierungsdelegation nach Europa. Seine Erfahrungen mit dem Westen und sein neu erworbenes Wissen über den Westen hielt er zwischen 1866 und 1869 in „Verhältnisse im Westen“, Seiyō Jijō (西洋事情), fest. In diesen Bestsellern schilderte Fukuzawa zum Einen alltägliche Institutionen wie Krankenhäuser, Bahnhöfe, Postämter usw., zum Anderen fügte er seinen deskriptiven Ausführungen eine japanische Übersetzung von „Chambers’ Political Economy“ bei, einem Wirtschaftslehrbuch, dass seine eigenen Ideen sehr prägte. Es stellt eine Art Brücke zwischen seinen Studien der Hollandwissenschaften und seinen ersten eigenen normativ-aufklärerischen Werken dar, die er Anfang der 1870er, im ersten vollen Jahrzehnt der Meiji-Restauration, schrieb – und die mit vielen anderen aufklärerischen, westlich beeinflussten Aktivitäten einhergingen.

Fukuzawa Yukichi mit Theodora Alice in San Francisco, 1860.
Büste von Fukuzawa Yukichi auf dem Mita-Campus der Keiō-Universität

Er hielt sich zwar aus dem politischen Leben und von Regierungsposten fern; dafür begann er ab 1868, mit Beginn der Meiji-Restauration, seine Ideen in verschiedenen Zeitungen zu publizieren, wurde Mitglied einer der ersten Intellektuellengemeinschaften Japans, der Meirokusha, gründete die Keiō Gijuku (慶應義塾), eine Privatschule mit öffentlichem Charakter, geführt nach dem Vorbild der englischen public schools, und schrieb zwei seiner größten Arbeiten: „Aufruf zur Wissenschaft“, Gakumon no susume, veröffentlicht zwischen 1872 und 1876, und „Abriss einer Theorie der Zivilisation“, Bunmeiron no gairyaku (文明論之概略), von 1875. Besonders diese beiden Werke, aber auch die anderen frühen Schriften Fukuzawas bildeten das Rückgrat der japanischen Aufklärungsbewegung in den späten 1860ern und in den 1870ern. Ihre Inhalte – westliche Ökonomie, Philosophie und Politik – und die weiterer Bücher über liberale westliche Gesellschaftstheorien wurden in seiner Schule vermittelt, die 1890 den Status einer Universität (Keio-Universität) erhielt. Fukuzawa selbst wandelte sich in den 1880ern und 1890ern nach und nach vom liberalen Aufklärer zum Nationalisten, vielleicht sogar zum Ultranationalisten, und plädierte für die Abkehr Japans vom Rest Asiens. 1901 starb er im Alter von 66 Jahren.

Ein Porträt Fukuzawas ziert heute den japanischen 10000-Yen-Schein, die größte Banknote Japans.

[Bearbeiten] Schriften

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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