Gerhard Friedrich Abraham Strauß (* 24. September 1786 in Iserlohn; † 19. Juli 1863 in Berlin) war ein preußischer Oberhofprediger.
Friedrich Strauß wurde als Sohn eines Pfarrers im westfälischen Iserlohn geboren. Von 1805-08 studierte er in Halle und Heidelberg Theologie. In dieser Zeit lernte er den späteren Theologie Professor August Neander (1789-1850) kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Von 1809-14 war er Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Ronsdorf, anschließend in Elberfeld. Hier entstand sein erfolgreiches vierbändiges Werk Glockentöne. 1816 heiratete Strauß Johanna von der Heydt, Tochter des einflussreichen Bankiers und ehemaligen Elberfelder Bürgermeisters Daniel Heinrich von der Heydt-Kersten und Schwester des Bankiers und späteren preußischen Handels- und Finanzministers August Frh. von der Heydt. 1822 wurde er Hofprediger am preußischen Hof und Professor für Praktische Theologie an der Berliner Universität. In Berlin gehörte er 1824 zu den Mitbegründern der Berliner Missionsgesellschaft. 1836 wurde er geistlicher Rat im Kultusministerium. Als 1840 Friedrich Wilhelm IV., der im Gegensatz zu seinem Vater sehr zur Frömmigkeit neigte, den preußischen Thron bestieg, gewann Strauß erheblichen Einfluss auf den König. Während der Märzrevolution 1848 soll er diesen zum Nachgeben bewogen haben. 1850 wurde er Mitglied im Evangelischen Oberkirchenrat und 1856 Oberhofprediger. Strauß’ Söhne, der Gründer des Berliner Jerusalemsvereins Friedrich Adolph Strauß und der Superintendent Otto Strauß, schlugen gleichfalls die theologische Laufbahn ein.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Strauß, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Gerhard Friedrich Abraham Strauß |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Oberhofprediger |
| GEBURTSDATUM | 24. September 1786 |
| GEBURTSORT | Iserlohn |
| STERBEDATUM | 19. Juli 1863 |
| STERBEORT | Berlin |
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