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Die Frauenfriedenskirche ist eine katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. Erbaut wurde sie in den Jahren 1927 bis 1929 von Hans Herkommer auf der Ginnheimer Höhe. Der Plan zum Bau der Kirche wurde 1916 von Hedwig Dransfeld entwickelt, der damaligen Vorsitzenden des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Die Kirche sollte ein steinernes Friedensgebet werden und gleichzeitig eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Es wurde ein Stiftungsvermögen für den Bau der Kirche gesammelt, das jedoch durch die Inflation wieder verlorenging.
Am 5. Mai 1929 wurde die Kirche geweiht und der katholischen Gemeinde Bockenheim übergeben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt und mit Spendenmitteln wiederaufgebaut. In der Gedenkstätte wurden gegen eine Spende die Namen im ersten und zweiten Weltkrieg gefallener oder vermisster Soldaten aus ganz Deutschland aufgenommen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Kirche, das zugehörige Pfarrhaus und die Gemeindesäle bilden zusammen mit dem 18 auf 30 Meter messenden Gedächtnishof eine architektonische Einheit. Der 25 Meter hohe Portalhochbau ist durch drei Rundbogennischen gegliedert, in deren mittlerer sich eine Mosaikstatue der Friedenskönigin Maria befindet. Das Mosaik des linken Rundbogens zeigt die Motive Nacht, Trauer und Schwert und symbolisiert den Krieg; das rechte Mosaik symbolisiert den Frieden mit der Darstellung von Sonne, Freude und Blumen. Die Mosaiken sind ein Werk des Bildhauers Emil Sutor, ausgeführt von der Firma Puhl & Wagner aus Berlin-Neukölln.
Unter dem dreischiffigen, 18 Meter hohen Kirchenraum liegt eine Krypta, in der eine Pietà von Ruth Schaumann steht. Das monumentale Mosaik über dem Hochaltar, der zwei Meter über dem Niveau des Kirchenschiffs liegt, wurde von Josef Eberz geschaffen.[1] Es zeigt Jesus den Gekreuzigten, darunter die von sieben Schwertern durchbohrte Gottesmutter.
Die Orgel der Frauenfriedenskirche wurde 1996 von der Firma Siegfried Sauer in Höxter gebaut. Die Orgel hat 45 Register mit einer elektrischen Traktur, verteilt auf drei Manuale und Pedal.
Im Turm hängen sechs Glocken der Glockengießerei Hermann Hamm aus Frankenthal. Dieses Geläut zählt zu seinen besten Gussleistungen und zeichnet sich durch weiche und volltönige Klangentfaltung aus.
| Nr. |
Nominal (16tel) |
Gussjahr |
Gießer |
Durchmesser (mm) |
Gewicht (kg) |
| 1 | a0 ±0 | 1957 | Hermann Hamm, Frankenthal | 1858 | 3450 |
| 2 | c1 +3 | 1957 | Hermann Hamm, Frankenthal | 1550 | 2040 |
| 3 | d1 +3 | 1957 | Hermann Hamm, Frankenthal | 1385 | 1430 |
| 4 | e1 +3 | 1956 | Hermann Hamm, Frankenthal | 1050 | |
| 5 | g1 ±0 | 1956 | Hermann Hamm, Frankenthal | 610 | |
| 6 | a1 +3 | 1957 | Hermann Hamm, Frankenthal | 440 |
50.1283333333338.6455555555555Koordinaten: 50° 7′ 42″ N, 8° 38′ 44″ O