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Die Form ist ein zentraler Begriff der Philosophie. Er wird in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedlich verwendet:
Der Begriff Form wird oftmals als Gegensatz zu den Begriffen Stoff, Substanz oder Materie gebraucht (insofern sie bloße Möglichkeit sind, die durch Formung Wirklichkeit werden). Form kann somit innere Ordnung, Aufbau oder Zusammenhang eines zuvor Ungeordneten oder Unzusammenhängenden sein.
Bei Aristoteles ist Form die Form des Einzeldings. Daher ist sie greifbarer als die transzendente, über der konkreten Erscheinung stehende Form Platons. Der Gegensatz zwischen Platons unverfügbarer und Aristoteles' verfügbarer Form hat die abendländische Philosophie geprägt. Die Differenztheorie scheint beide Vorstellungen miteinander zu versöhnen.
Allgemein kann Form (formal) auch den Unterschied zum Inhalt (inhaltlich) bedeuten. Ein Inhalt ist bereits geformt und nicht mehr bloß Stoff (was Georg Friedrich Hegel ausführte und problematisierte, weil die Form zum Inhalt werden kann und umgekehrt).
In der Medientheorie ist heute die Unterscheidung zwischen Medium und Form gebräuchlich (nach Niklas Luhmann, in Anlehnung an Fritz Heider). Bei dieser Betrachtungsweise rückt die Form von Außen (als den Inhalten äußerlich) nach Innen (als übertragbarer Inhalt): beispielsweise die Form der Skulptur im Medium Marmor, die Form des Geldes im Medium Münze.
Dirk Baecker (Hrsg.): Probleme der Form, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518286692