Ein Fluss (althochdeutsch: fluz zu fliozan «fließen», lateinisch: flux zu fluere «fließen») ist ein größerer natürlicher Wasserlauf, oder auch ein Fließgewässer. Im Alpenraum werden Flüsse oft auch als Achen (zu althochdeutsch aha [st. f.], «Fluss») bezeichnet, wovon sich auch Flussnamen wie „Ohe“ herleiten.
Der Unterschied zwischen Bach und Fluss ist unscharf und selbst in der einschlägigen Literatur nicht eindeutig definiert. Die gängigsten Definitionen sind:
Große Flüsse, die nicht Nebenfluss eines größeren Flusses sind, sondern im offenen Meer münden, werden auch als Strom bezeichnet. Sie bilden als Mündung entweder einen Ästuar oder ein Flussdelta.
Ein Fluss ist im Gegensatz zum Kanal natürlichen Ursprungs und entwickelt sich aus dem Zufluss mehrerer Bäche oder anderer Flüsse. Im Rahmen des Wasserkreislaufs werden Flüsse durch die verschiedenen Formen des Abflusses gespeist und bilden als Vorflut ihres Einzugsgebietes den oberirdischen Abfluss. In Küstennähe sind Flüsse oft in ein Netz von Entwässerungskanälen eingebunden und nennen sich dann Tief.
Jeder Fluss führt zerkleinertes Gestein, so genanntes fluviatiles Sediment oder Geschiebe auf der Gewässersohle, mit sich. In naturbelassenen Flüssen kommt es zur Erosion und Sedimentation, wodurch sich Mäander ausbilden.
An flachen Wasserscheiden können Gabelungen, so genannte Bifurkationen gebildet werden.
Manche Flüsse versickern in der Wüste oder in anderen porösen Gesteinsschichten. Flüsse, die große Trockengebiete durchqueren, werden auch Fremdlingsfluss genannt. Andere Flüsse gehen nach der Mündung unter dem Meer noch als Flussrinne (bekannteste Kongo-Rinne) weiter.
Blickt man von der Quelle zur Mündung, dann kann man das rechte und linke Ufer als orografisch rechtes oder linkes Ufer eindeutig festlegen. Eine Ausnahme ist der Tonle Sap in Kambodscha, der während eines Jahres zweimal seine Fließrichtung ändert.
Die Fließgeschwindigkeit hängt ab vom Gefälle, dem Untergrund und dem Wasservolumen.[1] Sie kann beispielsweise durch eine Geröllsperre verringert und durch eine Befestigung des Flussufers erhöht werden. Auch innerhalb eines Flussabschnittes hat das Flusswasser nicht die gleiche Geschwindigkeit. Sie ist an der Gewässersohle am niedrigsten und einige Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche am höchsten, wobei beispielsweise eine Flussbiegung die Stelle der größten Geschwindigkeit, den Stromstrich, aus der Flussmitte verschiebt.
Der Querschnitt eines Flusses wird in den Wasserkörper, die Gewässersohle und das Ufer bis zur Böschungsoberkante unterteilt. Bei einem Längsschnitt kann man verschiedene Flussabschnitte erkennen: Oberlauf, Mittellauf und Unterlauf.
Angler unterteilen einen Fluss auch nach vier vorherrschenden Fischarten in Flussregionen.
Man unterscheidet hinsichtlich des zeitlichen Bestehens wie bei allen Gewässern perennierend (beständige, ausdauernde) und intermittierend (episodisch, manchmal, in unregelmäßigen Abständen wasserführend, z. B. Wüstenflüsse und periodisch, regelmäßig zeitweise wasserführende Flüsse, etwa Gerinne, auch Rinnsale der Schneeschmelze).
Grundsätzlich kann man vier Typen von Flüssen nach ihrer geomorphologischen Form unterscheiden. Ein und derselbe Fluss kann jedoch in seinem Verlauf allen Typen angehören. (siehe auch: Talform)
Zu einem Fluss können bestimmte, teils natürliche, teils vom Menschen geschaffene geographische Objekte gehören.
Stürzt ein Fluss über eine Felskante hinab, so bildet sich dabei ein Wasserfall oder eine Kaskade.
An der Zuflussstelle eines Flusses in ein anderes Gewässer kann die Mündung die Gestalt eines Flussdeltas mit mehreren Mündungsarmen annehmen.
Die meisten Flüsse führen Süßwasser und sind Lebensraum einer davon bestimmten Süßwasserflora und -fauna. Wirtschaftlich werden Flüsse vor allem für den Transport (siehe auch: Transportweg), zur Trinkwassergewinnung, zur Elektrizitätserzeugung in Laufkraftwerken und zur Kühlung von konventionellen und nuklearen Elektrizitätswerken genutzt. Oft werden sie als Abwasserkanal missbraucht. Flüsse sind in einem Gebiet die natürlichen Hauptverbreitungsachsen von neuen Arten. So sind etwa nach der Eiszeit viele Arten über die Flüsse und Täler wieder in Mitteleuropa eingewandert.
Es gibt verschiedene Schiffstypen, die einem Fluss angepasst wurden. So z.B. das Große Rheinschiff, welches den Schleusen von Zuflüssen zu Rhein oder Donau angepasst ist. Auch ist die Wassertiefe ein entscheidendes Maß für die Schiffe, da dies den maximalen Tiefgang festlegt. Weitere Schiffstypen für die Binnenschifffahrt sind: Rhein-See-Schiff, Raddampfer, Schubverband, Baggerschiff
Für weitere „längste Flüsse“ siehe: Liste der längsten Flüsse der Erde
Für weitere deutsche Flüsse siehe: Liste der Flüsse in Deutschland
Für weitere Schweizer Flüsse siehe: Liste der Flüsse in der Schweiz, Kategorie:Fluss in der Schweiz
Uwe A. Oster (Hrsg.), Flüsse in Deutschland. Eine Kulturgeschichte, Darmstadt 2007.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."