Als Fliehburg (auch Fluchtburg, Volksburg, Bauernburg oder Vryburg) wird eine burgähnliche Verteidigungsanlage bezeichnet, die nicht dauerhaft bewohnt wurde, sondern einer lokal ansässigen Bevölkerung als zeitweiser Rückzugsort bei Kriegsgefahr diente.
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In Europa sind durch archäologische Grabungen eine Vielzahl von großräumigen Wallanlagen (meist mehr als 100 m Durchmesser) der frühgeschichtlichen Zeit nachgewiesen, die als Fliehburgen interpretiert werden. Über die antike Geschichtsschreibung sind unter anderem die von Caesar als oppidum bezeichneten Fliehburgen der Gallier bekannt, die jedoch auch dauerhafte Siedlungen sein konnten. Ähnliche Ringwallanlagen bauten auch die verschiedenen germanischen und slawischen Völkerschaften, letztere noch bis weit in die Zeit des Mittelalters hinein. Solche Anlagen werden auch als Wallburgen bezeichnet, ihr Baumaterial ist vor allem Erde, aber auch Holz und Stein wurden in verschiedenen Konstruktionsweisen verwendet. In der Regel besitzen sie keine Türme, teilweise kommen jedoch Torturm-ähnliche Überbauten (siehe Bennigser Burg) vor. Fliehburgen dieser Art gehörten zu unbefestigten bäuerlichen Siedlungen und boten im Falle eines feindlichen Angriffs der Bevölkerung einer Region Schutz, während die Siedlungen meist der Plünderung und Zerstörung durch die Angreifer anheim fielen. Für den Fall einer Belagerung konnten die weitläufigen Fliehburgen auch mit Vorräten ausgestattet werden.
Auch später im Mittelalter wurde diese Form der Burg von den ansässigen Bauern erbaut. Diese Bauernburgen dienten der Landbevölkerung als Schutz vor marodierenden Kriegshorden. Die Befestigungsanlagen hatten meistens nicht viel gemein mit den vom Adel als Residenzen erbauten Burgen, sondern bestanden oft nur aus Erdbefestigungen und Holzpalisaden auf gut zu verteidigenden Höhenlagen.
Da Fliehburgen überwiegend keine Dauersiedlungen waren, werden bei archäologischen Ausgrabungen oft nur wenige Hinterlassenschaften gefunden.
Auch die mittelalterlichen Wehrkirchen und Kirchenburgen dienten als Fliehburgen. Sie wurden primär als Dorfkirche genutzt, waren durch Befestigung jedoch auch als temporärer Zufluchtsort für die Dorfbewohner geeignet. Die Mauer des Kirchhofs, der in seiner eigentlichen Funktion als Friedhof diente, wurde bei Kirchenburgen zu einer verteidigungsfähigen Wehrmauer ausgebaut, und auch der Kirchturm konnte Wehrfunktion übernehmen.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."