Das Fleet (oder auch Vlieth, in unterschiedlichsten historischen Schreibweisen vorkommend, abgeleitet vom plattdeutschen Wort fleeten (=fließen)) ist eine norddeutsche Bezeichnung für Gräben bzw. künstliche Wasserverbindungen. Ursprünglich zur Entwässerung angelegt dienten sie später zunehmend dem Warenverkehr sowie z. T. auch der Verteidigung als Stadtgraben. Eine der frühesten Nennungen des Begriffes findet man in einer bekannten Hamburger Weisheit des 16. Jahrhunderts wieder, die da lautet: „Rücken zum Fleet! […] Bauch zum Hafen! […] Auf, Kameraden!“
Im Gegensatz zu einem Kanal wurde ursprünglich im Fleet der Wasserstand nicht durch Schleusen geregelt, sondern schwankte mit der Tide, dadurch kommt es zu Schlickablagerungen, mit deren Beseitigung der Berufsstand der Fleetenkieker beauftragt ist. Das Fleet war also ein künstliches bzw. ausgebautes Fließgewässer, während der Kanal meist ein künstliches stehendes Gewässer ist.
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Die bekanntesten Fleete sind in Hamburgs Altstadt zu finden: die untereinander verbundenen Alsterfleete, die zugleich auch die historisch wechselnden Verbindungen zwischen der Alster und der Unterelbe darstellen.
Hier wurden die Häuser der reichen Kaufleute – meist Wohn-, Kontor- und Lagerhaus zugleich – mit der Rückfront zum Fleet und der Vorderfront zur Straße gebaut, oft beidseitig mit entsprechenden Hebevorrichtungen für Lasten. Die Ladungen (=transportierte Waren) der Seeschiffe wurden zunächst auf kleinere Schuten umgeschlagen und zur Zwischenlagerung bzw. weiteren Verarbeitung über die Fleete an den Bestimmungsort verbracht. Zum weiteren Versand gelangte die Ware später wieder auf dem Wasserwege oder mühsam über Land.
Die Fleete (und Kanäle im Bereich der Bille) sind gegenüber der Elbe nach den schlimmen Erfahrungen aus der Sturmflut 1962 zum Hochwasserschutz durch Schleusen absperrbar. Das Nikolaifleet, rückseitig von Grimm, Katharinenstraße, Cremon sowie der Deichstraße gelegen und noch unmittelbar mit der Elbe verbunden, fällt bei Ebbe meist trocken, lässt sich aber bei zu hoch auflaufender Flut schützen.
Das Alsterfleet (gleiches gilt für das mit diesem verbundene Herrengrabenfleet) wird wegen der Schiffbarkeit ständig auf einem Mindestwasserstand durch die Alsterschleusen Beim Alten Waisenhaus (Schaartorschleuse) und Reesendamm (Rathausschleuse) gehalten. Herrengrabenfleet und Bleichenfleet einerseits sowie das Alsterfleet andererseits schließen die Fleetinsel ein, zudem verläuft hier auch die Grenze zwischen den Stadtteilen Altstadt und Neustadt.
Mehrere der nachfolgend bezeichneten Fleete/Kanäle wurden im Rahmen der Trümmerbeseitigung während und nach dem Zweiten Weltkrieg zugeschüttet und dienen seitdem dem Straßenverkehr.
siehe: →Hamburg-Allermöhe
Fleetenkieker nannte man die Männer in langen Watstiefeln, die ab 1555 im Auftrag der Düpe-Kommission („Düpe“, plattdt.: die (Wasser-)Tiefe) dafür Sorge zu tragen hatten, dass den Frachtkähnen und Schuten der Stadt eine ausreichende Wassertiefe zur Verfügung stand. Zu deren Aufgaben gehörte auch die Beseitigung von Unrat aus den Fleeten. Später ging diese Bezeichnung auf alle Personen über, die die Fleete und ihre Ufer nach verwertbarem Abfall durchsuchten.
Seit 1994 hält der Verein „De Fleetenkieker – Verein für Umwelt- und Gewässerschutz e.V.“ die Hamburger Kanäle von Unrat frei. 1997 konnte er erstmalig die Aktion: „Hamburg räumt auf“ in Form eines Frühjahrsputzes auf der Alster iniziieren. Das vereinseigene Bootshaus steht auf einem Ponton (ehemaliges Senatsbarkassengestühlshaus von 1926, welches im Jahre 1999 mit Unterstützung der Firma Bogdol erneuert wurde) auf der Höhe Kampnagel/Bachstraße im Osterbekkanal (Osterbekstr. 77).
Der gemeinnützige Verein organisierte 2001 unter der Schirmherrschaft von Heidi Kabel die Aktion: „1000 Hände für eine saubere Alster“. Seit Jahren bietet er mit seinen ehrenamtlichen Bootsführern regelmäßig in den Sommermonaten vor allem Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren Umweltfahrten auf den Hamburger Kanälen und der Alster an.
2006 ermöglichte das Vereinsneumitglied Hamburg Wasser [1] die Sanierung der beiden Holzboote „Aaleweber“ – gestiftet 1995 von der HEW-Umweltstiftung – und „Zitronenjette“ – gestiftet 1996 von BP.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."