Eine Flaggenparade ist das feierliche Hissen bzw. Niederholen einer Flagge im Rahmen eines militärischen Zeremoniells.
Flaggenparaden sind oft Bestandteil des diplomatischen Protokolls z.B. bei Staatsbesuchen, gehören aber auch zum alltäglichen Bestandteil des militärischen Dienstbetriebs. Wie in den meisten anderen Ländern wird auch in deutschen Kasernen die Bundesdienstflagge am Morgen gehisst und am Abend eingeholt.
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Beispielhaft für die Flaggenparade soll hier das Zeremoniell wiedergegeben werden, wie es in der deutschen Bundeswehr durchgeführt wird. Dies regelt u.A. die Marine-Dienstvorschrift (MDv) 161/1 (Flaggen-, Salut- und Besuchsordnung für Schiffe/Boote der Bundeswehr (FlaSBO)). Das Zeremoniell unterscheidet sich aber nur unwesentlich von dem in Dienststellen des Heeres und der Luftwaffe; siehe „Unterschiede“ weiter unten.
Kleine Flaggenparade
Jedes in Dienst befindliche, landfeste (d.h. verankerte oder festgemachte) militärisch besetzte Kriegsschiff der Marine sowie alle militärischen Dienststellen sind zur täglichen Flaggenparade verpflichtet.
Fünfzehn Minuten vor Beginn der Kleinen Flaggenparade wird der Befehl „Flaggenposten sich klarmachen“ gegeben. Die abgeteilten Soldaten, regulär ein Gast für die Bedienung der Gösch, zwei Gasten für die Bedienung der Heckflagge, ein Signalgast für die Bedienung des PREP-Wimpels und weiterer der Flaggenparade unterliegender Flaggen (z.B. Flaggenschmuck, Kommandoinhaberabwesenheitszeichen u.ä.), ein Maat zum Auspfeifen der Befehle sowie ein Offizier als Befehlshaber der Flaggenparade legen den sog. Paradeanzug an, das ist die Erste Garnitur.
Fünf Minuten vor Beginn der Kleinen Flaggenparade wird der Befehl „Flaggenposten heraustreten“ gegeben. Die abgeteilten Soldaten treten an den ihnen befohlenen Stationen an. Die Gasten an Gösch und Heckflagge klarieren die Flaggleinen und nehmen Grundstellung mit Blick mittschiffs (bzw. zu ihren Vorgesetzten) ein. Der Signalgast setzt den PREP-Wimpel vor, d.h. setzt in bis ins Topp der Signalleine. Von diesem Moment an ist das Betreten und Verlassen des Schiffs über die Stelling oder das Fallreep untersagt.
Zum Zeitpunkt der Flaggenparade kommandiert der befehlshabende Offizier: „Nieder!“ und pfeift einen langen Ton auf der Batteriepfeife, der Signalgast nimmt den PREP-Wimpel halb (lässt ihn langsam bis zur Mitte der Signalleine herabsinken). Dann kommandiert der befehlshabende Offizier „An Oberdeck stillgestanden! Front zur Flagge!“ (Alle Soldaten an Oberdeck und auf der Pier in Nähe des Schiffes gehen ins Stillgestanden, mit Front zur Heckflagge - nur der Gast an der Gösch nimmt Front zur Gösch ein).
Das nächste Kommando lautet morgens: „Heiß Flagge!“, abends: „Hol nieder Flagge!“. Alle anwesenden Soldaten grüßen. Nun beginnen die Gasten, die Flaggen langsam zu bewegen, dabei pfeift der Maat einen Triller auf der Bootsmannsmaatenpfeife.
Sind die Flaggen vorgenommen bzw. eingenommen, kommandiert der befehlshabende Offizier „Rührt Euch!“ und gibt zwei kurze Pfiffe mit der Batteriepfeife ab. Alle Soldaten an Oberdeck und auf der Pier nehmen die Hand ab und können zu ihren Tätigkeiten zurückkehren, der Signalgast nimmt den PREP-Wimpel nieder, die Gasten an den Flaggen klarieren die Leinen, die Soldaten der Flaggenparade treten weg.
Große Flaggenparade
Die Große Flaggenparade wird nur auf ausdrücklichen Befehl durchgeführt.
Zusätzlich zum oben beschriebenen Personal treten auf den Befehl „Flaggenposten heraustreten“ ein Musikkorps sowie eine bewaffnete Ehrenwache an.
Fünf Minuten vor Beginn der Kleinen Flaggenparade wird der Befehl „Flaggenposten heraustreten“ gegeben. Die abgeteilten Soldaten treten an den ihnen befohlenen Stationen an. Die Gasten an Gösch und Heckflagge klarieren die Flaggleinen und nehmen Grundstellung mit Blick mittschiffs (bzw. zu ihren Vorgesetzten) ein. Der Signalgast setzt den PREP-Wimpel vor, d.h. setzt in bis ins Topp der Signalleine. Von diesem Moment an ist das Betreten und Verlassen des Schiffs über die Stelling oder das Fallreep untersagt.
Zum Zeitpunkt der Flaggenparade kommandiert der befehlshabende Offizier: „Nieder!“ und pfeift einen langen Ton auf der Batteriepfeife, der Signalgast nimmt den PREP-Wimpel halb (lässt ihn langsam bis zur Mitte der Signalleine herabsinken). Dann kommandiert der befehlshabende Offizier „An Oberdeck stillgestanden! Front zur Flagge!“ (Alle Soldaten an Oberdeck und auf der Pier in Nähe des Schiffes gehen ins Stillgestanden, mit Front zur Heckflagge - nur der Gast an der Gösch nimmt Front zur Gösch ein).
Das nächste Kommando lautet morgens: „Heiß Flagge!“, abends: „Hol nieder Flagge!“. Die Ehrenwache präsentiert das Gewehr, das Musikkorps schlägt den Holländischen Ehrenmarsch, alle anderen anwesenden Soldaten grüßen. Nun beginnen die Gasten, die Flaggen langsam zu bewegen, dabei pfeift der Maat einen Triller auf der Bootsmannsmaatenpfeife.
Sind die Flaggen vorgenommen bzw. eingenommen, kommandiert der befehlshabende Offizier „Rührt Euch!“ und gibt zwei kurze Pfiffe mit der Batteriepfeife ab. Der Holländische Ehrenmarsch wird beendet, die Ehrenwache nimmt das Gewehr ab. Alle Soldaten an Oberdeck und auf der Pier nehmen die Hand ab und können zu ihren Tätigkeiten zurückkehren, der Signalgast nimmt den PREP-Wimpel nieder, die Gasten an den Flaggen klarieren die Leinen, die Soldaten der Flaggenparade, der Ehrenwache und des Musikkorps treten weg.
Gemäß MDv 533/1 findet die Flaggenparade vom 1. April bis zum 30. September morgens um 07:00 Uhr und abends zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs statt. Vom 1. Oktober bis zum 31. März findet die Flaggenparade morgens um 08:00 Uhr und abends zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs statt. Liegen mehrere Schiffe in Hör- und Sichtweite beieinander, beginnt die Flaggenparade an Bord des Schiffes mit dem ranghöchsten bzw. rangältesten Kommandoinhaber an Bord. Die Flaggenparade wird erst abgepfiffen, wenn das letzte (rangniedrigste) Schiff die Flaggen bewegt hat.
In Landdienststellen unterscheiden sich die Kommandos nur in Bezug auf ihre örtlichen Gegebenheiten (z.B. nicht „An Oberdeck stillgestanden!“), das Zeremoniell ist im Ablauf gleich. Größere Unterschiede gibt es jedoch im Vergleich zu anderen Nationen. Es tritt z.B. bei jeder Flaggenparade an Bord eines türkischen Kriegsschiffes eine Ehrenwache an, an Bord italienischer Kriegsschiffe werden andere Pfeif-Signale gegeben usw.
Bei der Trauerbeflaggung wird wie bei der normalen Flaggenparade verfahren, jedoch werden die Flaggen beim Vornehmen, nachdem sie ganz vorgenommen worden sind, wieder halb bzw. so weit nieder genommen, dass sie den Boden nicht berühren können. Beim Niederholen werden sie erst wieder ganz vorgenommen und dann niedergenommen. Die Trauerbeflaggung wird auf ausdrücklichen Befehl und an bestimmten Gedenktagen vorgenommen (u.a. Volkstrauertag, Tag zum Gedenken an die Verbrechen der NS-Diktatur). Wechselt ein Kriegsschiff seinen Status von landfest zu seegehend bzw. umgekehrt, werden die Flaggen ohne Zeremoniell gesetzt bzw. eingenommen (sog. Flaggenwechsel). Häufig werden die Flaggen bereits vor Erreichen eines Hafens gesetzt bzw. erst nach Verlassen eines Hafens niedergenommen.
Eine Flagge wird beim Niederholen nach festgelegten Bestimmungen gefaltet. Je nach Land und Militärtradition ist die Faltung anders. Diese Faltungstraditionen sind in der Kostbarkeit früherer Flaggen begründet und haben allgemein zum Ziel, dass die Flagge mit ihrer unempflindlichsten (sprich: dunkelsten) Farbe nach außen zusammengelegt und gelagert wird.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."