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Feldmark

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Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt die Feldmark als Gemarkungsfläche. Für den Weseler Ortsteil siehe Feldmark (Wesel).

Die Feldmark ist die Fläche sämtlicher einer Gemarkung (also einer Gemeinde oder einem Landgut) angehöriger Grundstücke an Ackerland, Wiesen, Weiden, Waldungen etc., die an ihrer Grenze mit Bäumen, Säulen, Gräben, Rainen oder Steinen, so genannten Markzeichen, bezeichnet ist.

Im Mittelalter war die Feldmark rechtlich und wirtschaftlich zweigeteilt. Es gab die geteilte Feldmark und die ungeteilte Feldmark.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geteilte Feldmark

Unter der geteilten Feldmark verstand man das Ackerland eines Dorfes. Die Feldmark von Haufendörfern im Altsiedlungsgebiet wurde im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Gewanneflur bewirtschaftet. Dabei war jede Flur oder jedes Gewann in so viele Grundstücke eingeteilt, wie Bauernhöfe im Dorf waren; jeder Bauer hatte also in jedem Gewann sein Stück Land. Die Größe der Äcker war aber auch damals schon verschieden. Nicht zur Gewanneflur gehörte die Feldmark von Gutshöfen der Grundherren. Keine Gewanneflur gab es in Gegenden mit Streusiedlung, wo jeder Bauernhof von der zugehörigen Feldflur umgeben war, ebenso bei Einödshöfen. Auch in vielen Neusiedlungsgebieten gab es keine Gewanneflur. Hier war die Feldmark in Hufen eingeteilt. Die Höfe der Wald-, Marsch-, oder Moorhufendörfer waren in Abständen entlang der Dorfstraße aufgereiht und jeder Bauer hatte seine Hufe gleich hinter dem Haus.

[Bearbeiten] Gemeine Mark

Der parzellierten Feldmark gegenüber stand die gemeine Mark, auch Allmende genannt. Dazu gehörten der Wald, Teile der Wiesen, die Wege und das Wasser. An diesem ungeteilten Besitz war zur Nutzung jeder berechtigt, der einen eigenen Rauch hatte, das heißt, eine eigene Feuerstätte besaß.

[Bearbeiten] Bräuche

Nach einer alten, noch in manchen Gegenden bestehenden Sitte wird die Feldmark an einem bestimmten Tag im Jahr als Grenzgang umgangen, wobei man die Markzeichen besichtigt, unscheinbar gewordene wieder verbessert und ergänzt, um hierdurch etwaigen Grenzstreitigkeiten mit benachbarten Gemeinden vorzubeugen. Um hierbei der Jugend die einzelnen Grenzpunkte möglichst tief ins Gedächtnis zu prägen, wurde sie früher an solchen Stellen in Wangen und Ohren gekniffen, zugleich aber mit Backwerk beschenkt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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