Fay Okell Bainter (* 7. Dezember 1891 in Los Angeles, Kalifornien; † 16. April 1968 ebenda) war eine US-amerikanische Schauspielerin.
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Fay Bainter wurde 1891 als Fay Okell Bainter in Los Angeles geboren. Sie wurde von ihrer Mutter an die Schauspielerei herangeführt und war bereits im Alter von sechs Jahren (andere Quellen berichten von vier Jahren) auf der Bühne von Wandertheatern in ihrer Heimatstadt zu sehen. Von 1904 bis 1907 besuchte Bainter das Girl Collegiate Institute und wurde, nach langjähriger Arbeit im Wandertheater, im Alter von 19 Jahren Mitglied im Theaterensemble des bekannten Impresarios David Belasco. Ihr Debüt am New Yorker Broadway absolvierte sie 1912 in John Corts Musical-Oper The Rose of Panama, die nur vierundzwanzig Mal aufgeführt wurde. Bainter konnte sich in den folgenden Jahren als Theaterdarstellerin etablieren und wurde oft in den Rollen der Unschuldig-Naiven bzw. der Romantikerin besetzt. Nach Auftritten in fünfundzwanzig Broadway-Stücken, zuletzt in Max Gordons Drama Dodsworth, das es von August 1934 bis Januar 1935 auf 168 Aufführungen brachte, wechselte Fay Bainter zum Film. Ihr Kinodebüt gab sie 1934 im Alter von 41 Jahren in William K. Howards Drama This Side of Heaven, an der Seite Lionel Barrymores. Nach Nebenrollen in George Stevens' Komödie Quality Street neben Katharine Hepburn und Leo McCareys Drama Kein Platz für Eltern (beide 1937), schrieb Bainter 1939 Filmgeschichte, als sie als erste Schauspielerin in der Geschichte der Oscars für die Dramen White Banners und Jezebel – Die boshafte Lady zwei Nominierungen in zwei unterschiedlichen Darstellerkategorien erhielt. In Edmund Gouldings White Banners spielt Fay Bainter an der Seite von Claude Rains die heimatlose Hannah, die um 1919 in einer Kleinstadt Indianas einkehrt um ihren heimlich vor Jahren zur Adoption freigegebenen Sohn wieder zu sehen. In William Wylers Jezebel – Die boshafte Lady mimt Bainter die unsanfte Rolle der Belle Massey, der Tante der jungen Titelheldin Bette Davis, die die Südstaatengesellschaft des Jahres 1852 gegen sich aufbringt. Bei der Oscarverleihung am 23. Februar 1939 (offizielle Zählung 1938) im Biltmore Hotel in Los Angeles musste sich die nur 1,65 m große Schauspielerin in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin Jezebel-Kollegin Bette Davis geschlagen geben, jedoch durfte sie für eben jenen Film den Preis für die beste weibliche Nebenrolle entgegennehmen. Irritiert von Bainters Doppelnominierung änderte die Oscar-Jury ihre Nominierungs- und Abstimmungsrichtlinien, dennoch sollte 1942 mit Teresa Wright erneut eine Schauspielerin eine Doppelnominierung erhalten. Bei der Oscarverleihung im Jahr 1940 überreichte Fay Bainter als Siegerin des Vorjahres den Academy Award an Hattie McDaniel (Vom Winde verweht), die als erste afroamerikanische Schauspielerin mit dem Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Nach den großen Erfolgen ihrer fünften bzw. sechsten Filmrolle drehte Fay Bainter in den kommenden Jahren mit so bekannten Regisseuren wie Frank Borzage, Michael Curtiz, Clarence Brown und Jean Negulesco, war aber häufig auf Nebenrollen abonniert. Sie wurde oft für den liebenswerten und mütterlichen Part als Ehefrau, Freundin oder Tante besetzt, so etwa 1942 in George Stevens Komödie Die Frau, von der man spricht mit Katharine Hepburn und Spencer Tracy in den Hauptrollen, Walter Langs Musical Jahrmarkt der Liebe (1945), oder Norman Z. McLeods Komödie Das Doppelleben des Herrn Mitty (1947). Während des Zweiten Weltkriegs trat Bainter als Unterhaltungskünstlerin in Krankenhäusern auf und spielte 1944 eine ihrer wenigen schurkischen Rollen in André De Toths Film noir Dark Waters mit Merle Oberon. Bis in die frühen 1950er Jahre konzentrierte sich Fay Bainter, von sporadischen Ausflügen ins Theater (The Next Half Hour, 1945 und Gayden, 1949) abgesehen, auf ihre Filmkarriere, ehe sie sich verstärkt dem Fernsehen widmete und u. a. in Episoden des Lux Video Theatres (1951-1955), in Robert Montgomery Presents (1952-1955), dem Armstrong Circle Theatre (1953-1955) und des Kraft Television Theatres (1956) auftrat. Ein großer Kritikererfolg war 1958 Bainters Part als morphiumsüchtige Ehefrau und Mutter Mary Tyrone in Eugene O'Neills Theaterstück Eines langen Tages Reise in die Nacht (Originaltitel: Long Day's Journey Into Night), in dem sie mit der National Company auf Tournee ging. Das Drama berichtet von einem Tag im Leben einer US-amerikanischen Familie im Jahr 1912, die an selbst auferlegten Zwängen und unerfüllten Träumen zerbricht. 1961 gelang der Schauspielerin mit William Wylers Drama Infam die erfolgreiche Rückkehr auf die Kinoleinwand. In der Verfilmung von Lillian Hellmans Theaterstück The Children's Hour (1934) mimt Fay Bainter die reiche Amelia Tilford die, aufgrund von zu Ohren gekommenen hässlichen Gerüchten, die berufliche Existenz zweier junger Lehrerinnen (gespielt von Audrey Hepburn und Shirley MacLaine) zerstört. Die Kritiker lobten Bainters Spiel und sie wurde für ihre letzte Filmrolle 1962 erneut für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert, musste sich aber Rita Moreno (West Side Story) geschlagen geben. In ihrer letzten Fernsehrolle spielte sie 1965 in der Episode Power of Attorney der Serie The Alfred Hitchcock Hour neben Geraldine Fitzgerald.
Von 1921 bis zu seinem Tod war Fay Bainter mit Reginal S. Venable (1890-1964) verheiratet, einem ehemaligen Lieutenant Commander der United States Navy. Aus der Ehe entstammte der einzige Sohn, Richard Venable (1926-1974), der wie seine Mutter ins Schauspielfach wechselte. Bainter verstarb nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren in ihrer Geburtsstadt Los Angeles an einer Lungenentzündung. Sie wurde auf dem Nationalfriedhof von Arlington neben ihrem Ehemann beigesetzt. An die Schauspielerin erinnert ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (7021 Hollywood Boulevard).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bainter, Fay |
| ALTERNATIVNAMEN | Bainter, Fay Okell |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1891 |
| GEBURTSORT | Los Angeles, Kalifornien, USA |
| STERBEDATUM | 16. April 1968 |
| STERBEORT | Los Angeles, Kalifornien, USA |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."