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Fürstenhof (Wismar)

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Der Fürstenhof
Historische Ansicht
Fassadenschmuck am Durchgang, Hofseite

Der Fürstenhof in Wismar ist eines der bedeutenden Gebäude der Renaissance in Mecklenburg-Vorpommern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Fürstenhof wurde in unmittelbarer Nachbarschaft von St. Georgen als Residenz der mecklenburgischen Herzöge in Wismar in zwei Abschnitten errichtet und teilweise durch Umbauten stark überformt.

Der ältere Teil entstand als zweistöckiges Gebäude der Spätgotik aus Anlass der zweiten Hochzeit von Herzog Heinrich mit Helene von der Pfalz in den Jahren 1512/13 als Flügelbau an St. Georgen angrenzend auf dem westlichen Teil des Areals. Das Erdgeschoss ist mit Kreuzgewölben und Vorhangbogenfenstern versehen.[1] Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war dieser Baukörper durch Überformung seiner gotischen Merkmale weitgehend beraubt.

Der „Neue Hof“ wurde 1553/54 im Hinblick auf die Hochzeit von Herzog Johann Albrecht mit Anna Sophie von Preußen als dreigeschossiges, verputztes Bauwerk nach Plänen von Gabriel von Aken und Valentin von Lyra nach oberitalienischen Vorbildern errichtet. Dazu musste ein an gleicher Stelle befindlicher gotischer Festsaal von 1506 abgerissen werden, dessen äußeres Mauerwerk aber teilweise für den Neubau genutzt wurde.[2] Drei gestreckte Geschosse werden durch Friese optisch getrennt und an der Hofseite durch Pilaster in sieben Joche geteilt. In jedem Joch befindet sich ein dreiteiliges Fenster. Die Stadtseite hingegen weist eine Pilaster auf, dafür sind hier reichere Fenstereinfassungen und flache Giebel über den Fenstern angebracht.[3] Das Gebäude hat eine mittige Tordurchfahrt. Die baugeschichliche wie kunsthistorische Bedeutung dieses Gebäudes geht auf den überaus reichen Fassadenschmuck zurück. Dieser ist teilweise in Haustein (Kalkstein), überwiegend jedoch in Terracotta ausgeführt. Wie auch schon das Schweriner Schloss (und später auch das Gadebuscher Schloss) wurden die Fassaden des Fürstenhofs mit Reliefplatten aus der Werkstatt des Statius von Düren reichhaltig verziert, Portale und Fensterleibungen entsprechend hervor gehoben. Themen der Friese sind die Sagenwelt der Klassik und Gleichnisse der Bibel. In der Literatur wird die Parallele zu den Palazzi der italienischen Terracottastadt Ferrara gezogen und der 1508 gebaute Palazzo Roverella als direktes Vorbild des Bauherrn identifiziert.[4]Teile der Friese wurden 1976 kopiert.[5] 1951 bis 1952 erfolgte eine Restaurierung des Neuen Hofes.

[Bearbeiten] Nutzung

Mit der Übergabe Wismars an das Königreich Schweden endete die Geschichte des Fürstenhofs als Residenz der mecklenburgischen Herzöge in der Stadt. Die Schweden richteten mit dem später sehr angesehenen Obertribunal Wismar in dem Gebäude von 1653 bis 1803 ihr höchstes Gericht auf dem Kontinent ein. In den Zeiten der DDR war im Fürstenhof das Kreisgerichtes des Kreises Wismar und das Stadtarchiv untergebracht.[6] Heute ist der Fürstenhof Sitz des Amtsgerichts Wismar.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Belege

  1. Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler
  2. Schlie, S. 186
  3. Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler
  4. Schlie, S. 193
  5. Architekturführer DDR - Bezirk Rostock, Berlin 1977
  6. Architekturführer DDR - Bezirk Rostock, Berlin 1977

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Fürstenhof (Wismar) – Bilder, Videos und Audiodateien

7Koordinaten: 53° 53′ 27″ N, 11° 27′ 41″ O

Fürstenhof (Wismar) - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Fürstenhof (Wismar) - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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