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| Logo: |
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| Offizieller Name: | Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) Körperschaft des öffentlichen Rechts |
| Geistliche Leitung: | Präsident: Rechtsanwalt Emanuel Brandt Generalsekretärin: Pastorin Regina Claas |
| Mitgliedschaft: | Baptistischer Weltbund (BWA), Europäisch-Baptistische Föderation (EBF), Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) |
| Regionale Landesverbände: |
13 |
| Örtliche Gemeinden: | 815[1] |
| Gemeindeglieder: | 85031 Getaufte (ohne Kinder, Angehörige und Freunde) |
| Anteil an der Gesamtbevölkerung: |
ca 0,1% |
| Sitz: | Bad Homburg vor der Höhe [2]. |
| Anschrift: | Bundesgeschäftsstelle, Johann-Gerhard-Oncken-Str. 7 14641 Wustermark-Elstal |
| Ausbildungsstätte für Pastoren und Pastorinnen: |
Fachhochschule Theologisches Seminar Elstal |
| Offizielle Website: | www.baptisten.org |
| E-Mail-Adresse: | [1] |
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland ist eine Vereinigung von autonomen Ortsgemeinden verschiedener freikirchlicher Traditionen. In diesem Bund haben sich 1942 zusammengeschlossen
Die einzelnen Gemeinden bezeichnen sich in den meisten Fällen als Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, ggf. mit einem Klammerzusatz[3].
Inhaltsverzeichnis |
Zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland gehören derzeit 85.031 Mitglieder in 835 Gemeinden (davon gehören 8.990 zu den 136 Brüdergemeinden des Bundes).
Der BEFG ist einer der 51 Bünde der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) in Europa und dem Nahen Osten mit insgesamt 750.000 Mitgliedern sowie einer der 206 Bünde der Baptist World Alliance (BWA) mit insgesamt 44,4 Millionen Mitgliedern.
Neben den Baptisten im BEFG gibt es in Deutschland auch noch rund 300.000 Baptisten in Aussiedler-Gemeinden sowie unabhängige Baptisten und Brüdergemeinden.
2004 wurden 2379 Taufen durchgeführt, davon 279 in Brüdergemeinden.
Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden lehnen die Säuglingstaufe ab. Der Beitritt soll auf einer bewussten persönlichen Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi beruhen und deshalb in der Glaubenstaufe seinen Ausdruck finden. Mitglieder von Freikirchen führen diese Entscheidung häufig auf ein so genanntes "Bekehrungs-Erlebnis" zurück, von dem sie Zeugnis geben. Wer Mitglied einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde werden möchte, muss in der Regel gläubig getauft sein bzw. sich aufgrund seines Glaubens taufen lassen. Eine empfangene Säuglingstaufe wird nicht als Taufe anerkannt. Einige Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden bieten allerdings Ausnahmeregelungen an und gewähren die Möglichkeit einer assoziierten Mitgliedschaft für solche, die sich aus persönlichen Gründen nicht gläubig taufen lassen möchten. Voraussetzung ist allerdings auch hier, dass die Antragsteller die Taufauffassung der Gemeinde teilen.
Ungetaufte Kinder nehmen in Freikirchen am Gemeindeleben teil und haben keinen Status geringeren "Seelenheils", da Jesus im Evangelium von ungetauften Kindern sagt, dass ihnen das Reich Gottes gehört. Die Taufe der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden wird von den anderen Kirchen anerkannt.
Einen besonderen "Priesterstand", wie ihn etwa die katholische Kirche kennt und in dem der Priester zwischen Gott und Mensch vermittelnd tätig wird, lehnen die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden ab. Sie folgen der biblischen Idee vom "allgemeinen Priestertum der Gläubigen". Pastorinnen und Pastoren sind demnach für die Gemeindearbeit freigestellte Mitglieder, deren Lebensunterhalt von der Gemeinde ganz oder teilweise getragen wird. Die Pastorenausbildung erfolgt unter anderem am Theologischen Seminar (Fachhochschule) in Wustermark-Elstal (bei Berlin). Manche Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden lehnen aus Prinzip Pastoren ab (z.B. viele Brüdergemeinden), andere haben Pastoren, die ihren Unterhalt ganz oder teilweise durch Arbeit in einem "weltlichen Beruf" erwirtschaften. Grundsätzlich darf jedes Gemeindemitglied predigen, das Abendmahl austeilen und taufen. In vielen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden werden auch Frauen zum Dienst als Pastorin ordiniert (Frauenordination).
Da die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden, wie fast alle großen christlichen Kirchen, die Erlösung des Menschen von Schuld und ein Leben nach dem Tod an den Glauben an Kreuz und Auferstehung Jesu Christi geknüpft verstehen, ist für sie Mission nicht nur biblischer Auftrag, sondern auch moralische Verpflichtung aus der Verantwortung für den Mitmenschen. Evangelistische Großveranstaltungen, Zeltmission und Gästegottesdienste sind in Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden regelmäßiges Angebot für glaubens- und kirchendistanzierte Menschen.
Die Theologie der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden ist gewöhnlich evangelikal in calvinistischer Tradition, wobei es große Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden geben kann. Die "Übereinstimmung der Gemeinden im Glauben" ist in der Rechenschaft vom Glauben, dem derzeit geltenden Glaubensbekenntnis des BEFG (und der Baptisten in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz), zusammengefasst.
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden haben in der Regel keine festgelegte Liturgie. In vielen Gemeinden folgt einer lockeren Begrüßung und einem Infoteil eine längere Anbetungszeit, die durch Lieder, Lesungen biblischer Texte und frei formulierte Gebete geprägt ist. Musikalisch steht meist nicht die Orgel im Mittelpunkt, sondern eher Rhythmus- und Tasteninstrumente. Auch persönliche Erfahrungsberichte, so genannte "Zeugnisse" kommen häufig vor. Die meisten Freikirchen besitzen Chöre, Singkreise oder Musikbands, die den sonntäglichen Gottesdienst mitgestalten. Die Predigt steht im Mittelpunkt. Fürbitte und Segnung beschließen den Gottesdienst. In charismatisch geprägten Gemeinden gehören auch Elemente wie Glossolalie (Zungengebet) und Prophetie zum Gottesdienst. Das Abendmahl wird in Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden baptistischer Herkunft in der Regel einmal im Monat gefeiert. Brüdergemeinden halten in der Regel an jedem Sonntag Abendmahl. Es finden allerdings auch häufig Mahlfeiern im häuslichen Kreis statt.
Viele Gemeinden praktizieren auch die Krankensalbung nach Jakobus 5.
Neben den Sonntagsgottesdiensten trifft sich die Gemeinde zum wöchentlichen Bibelgespräch und zum Gebet in Kleingruppen. Für Kinder gibt es das Angebot der Sonntagsschule bzw. Kinderkirche.
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden sind in der Regel starke soziale Verbände. Über die von den Gemeindemitglieder erwartete aktive Beteiligung am religiösen Gemeindeleben verstehen sich viele dieser Gemeinden auch als Solidargemeinschaften, die sich am Vorbild der Urgemeinden orientieren, das heißt die Gemeindemitglieder unterstützen sich auch im Lebensalltag.
Ein besonderes Merkmal der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden ist die weitgehende Autonomie der einzelnen Ortsgemeinde. Die Ortsgemeinden einer Region schließen sich zu so genannten Landesverbänden (früher auch Vereinigungen genannt) zusammen. Diese wiederum arbeiten unter dem Dachverband des „Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“. Die jährlichen Ratstagungen der Landesverbände und des Bundes, bei denen die Gemeinden entsprechend ihrer Größe mit Abgeordneten vertreten sind, fassen Beschlüsse, die die überörtliche Arbeit der Gemeinden betreffen. Sie können jedoch in der Regel wiederum nur als „Empfehlung“ an die einzelne Ortsgemeinde weitergegeben werden. Dieses gilt bspw. auch für den Beitrag der Gemeinden an den Bund, den sog. "Bundesmissionsbeitrag", der neben freien Spenden eine ganz wesentliche Finanzierungsgrundlage des BEFG darstellt.
Der Sitz des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden befindet sich in Bad Homburg vor der Höhe[4], während sich die zentrale Geschäftsstelle des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Wustermark-Elstal befindet. Geleitet wird er von einem 13-köpfigen Präsidium, an dessen Spitze zurzeit der Rechtsanwalt Emanuel Brandt und der Pastor Christoph Stiba stehen. Generalsekretärin ist Regina Claas.
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden besteht derzeit aus folgenden Landesverbänden:
Das Gemeindejugendwerk (GJW) verantwortet die Kinder-, Jungschar-, Teenie- und Jugend- sowie die Pfadfinderarbeit des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Neben der Bundesgeschäftsstelle in Elstal gibt es 13 regionale GJWs.
Die Brüdergemeinden bilden innerhalb des Bundes eine eigenständige Arbeitsgemeinschaft, deren Verwaltungsstelle sich zurzeit in Leipzig befindet. Diese Arbeitsgemeinschaft wird vom Bruderrat geleitet. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Neulandmission, Evangelisation und die Begleitung der hauptamtlichen Gemeindemitarbeiter.
Die Elim-Gemeinden gehören bis auf wenige Ausnahmen inzwischen zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden.
Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden bieten - zum Teil in Zusammenarbeit mit ausländischen Baptistenbünden - fremdsprachigen Mitbürgern Gottesdienste in ihrer Sprache an. Aus diesen Angeboten sind an vielen Orten eigenständige Gemeinden und Zweiggemeinden geworden, die dem BEFG angeschlossen, assoziiert oder auf andere Weise verbunden sind.
| Sprache | Anzahl der Gemeinden | Orte |
|---|---|---|
| Amharisch | 2 | Bochum, Hamburg-Ottensen |
| Arabisch | 3 | Bremen-Mitte, Düsseldorf, Erlangen |
| Chinesisch | 5 | Bremen-Mitte, Göttingen, Leipzig, Marburg, Ratingen |
| Englisch | 55 | Baumholder, Berlin, Bielefeld, Bitburg/Metternich, Bochum, Braunschweig-Stadt, Bremen-Mitte, Celle, Darmstadt, Dortmund, Düsseldorf (2), Essen, Esslingen, Freiberg, Freiburg im Breisgau, Gießen, Göttingen (2), Grafenwöhr / Vilseck, Hamburg (2), Hannover (2), Heidelberg, Heidelberg / Leimen, Herten, Itzehoe, Kaiserslautern, Kitzingen, Köln, Köthen, Landshut, Ludwigshafen, Magdeburg-Süd, Memmingen, Mühltal, München, Neu-Isenburg, Nürnberg (2), Oberursel, Oldenburg i.O., Ramstein, Regensburg, Remscheid, Sandhausen, Stuttgart, Ulm / Neu-Ulm, Weinheim, Weiterstadt, Wiesbaden, Worms, Wuppertal-Elberfeld, Wuppertal/Remscheid |
| Englisch-Französisch | 1 | München |
| Französisch | 18 | Aachen, Bad Wildungen, Bochum, Bonn, Erlangen, Essen-Mitte, Hamm, Hannover, Herten, Leverkusen, Ludwigshafen, München, Münster, Nürnberg, Oldenburg i.O., Regensburg, Siegburg, Wiehl, Worms |
| Griechisch | 3 | Essen-Kettwig, Schwelm, Wuppertal-Wichlinghausen |
| Indonesisch | 1 | Berlin |
| Italienisch | 5 | Burscheid, Ludwigshafen, Schwenningen, Singen, Wuppertal-Cronenberg |
| Koreanisch | 8 | Berlin-Tempelhof, Bochum, Frankfurt, Halle, Hamburg (2), Köln-Mülheim, Rostock |
| Lingala | 1 | Hannover |
| Persisch | 8 | Augsburg, Augustfehn, Berlin-Kreuzberg, Erlangen, Hamburg-Altona, Karlsruhe, Kempten, Marburg |
| Portugiesisch | 3 | Berlin-Schöneberg, Heidelberg, Schweinfurt |
| Rumänisch | 4 | Mannheim, Nürnberg (2), Straubing |
| Russisch | 32 | Bebra, Berlin-Lichterfelde-Ost, Bramsche, Deggendorf, Erkrath-Hochdahl, Esslingen, Gelsenkirchen, Hagen i.W., Hannover-Süd, Heilsbronn, Herne, Höxter, Hückelhoven-Baal, Jena, Kirchheim unter Teck, Landshut, Lingen, Memmingen, Mosbach, Mülheim, Nordhausen, Osnabrück, Osterholz-Scharmbeck, Potsdam, Ravensburg, Recklinghausen-Süd, Riedlingen, Schleswig, Solingen, Uetresen, Unna-Massen, Worms |
| Serbokroatisch | 2 | Frankfurt-Höchst, München |
| Spanisch | 19 | Bonn, Bremen-Mitte, Darmstadt, Duisburg-Mitte, Erlangen, Frankfurt-Höchst, Göttingen, Hamburg-Eimsbüttel, Hannover-Linden, Heidelberg, Kassel-Möncheberg, Kelsterbach, Köln, Mannheim, München, Remscheid, Siegen, Stuttgart-Feuerbach, Wetzlar |
| Tagalog | 1 | Köln |
| Tamil | 23 | Bonn, Bottrop, Bremen-Walle, Erkrath-Hochdahl, Essen-Nord, Großröhrsdorf, Gunzenhausen, Hamm, Heilbronn, Hanau, Hannover, Herne / Wanne-Eickel, Kamp-Lintfort, Kaufbeuren, Krefeld, Mönchengladbach-Rheydt, Mülheim, Nürnberg, Solingen, Stuttgart-Zuffenhausen, Termenken, Viersen-Dülken, Wuppertal-Elberfeld |
| Türkisch | 3 | Essen-Altendorf, Frankfurt-Höchst, Sindelfingen |
| Ungarisch | 1 | Singen |
| Vietnamesisch | 11 | Berlin, Frankfurt, Ludwigshafen, München-Perlach, Nordhorn, Osnabrück, Rheine, Wetzlar, Wilhelmshaven |
Quelle: Jahrbuch des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland 2007, S. 523ff., sowie nachträgliche Ergänzungen; die hier aufgelisteten Gemeinden stehen zum BEFG in unterschiedlich engen Beziehungen. Es finden sich hier sowohl Mitgliedsgemeinden des BEFG als auch dem BEFG assoziierte Gemeinden. Andere sind Zweiggemeinden oder Hauskreise örtlicher BEFG-Gemeinden. Eine Reihe der oben aufgeführten Gemeinden gehört (auch) der International Baptist Convention an.
Die Evangelisch-Freikirchliche Außenmission arbeitet in Afrika (Kamerun, Sierra Leone, im Tschad und in Mosambik) und in Südamerika (Argentinien, Brasilien und Peru). Die so genannte Heimatmission betreibt eine Zeltmission, führt besondere missionarische Aktionen durch, schult ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und hilft bei Gemeindegründungen.
Im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden existieren viele große und kleine Diakoniewerke, die in allen Segmenten sozialer Arbeit tätig sind. Größere Werke sind:
Weitere diakonische Einrichtungen in Auswahl:
Das offizielle Gründungsjahr Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden baptistischer Prägung ist 1834. Der Begründer der deutschen Baptistengemeinden Johann Gerhard Oncken wurde mit sechs weiteren Täuflingen in der Elbe bei Hamburg durch den amerikanischen Baptistenpastor Barnas Sears getauft. Diese sieben Getauften bildeten die erste deutsche Baptistengemeinde, welche zur Keimzelle des späteren Bundes der Baptistengemeinden und ab 1942 - nach Zusammenschluss von Baptisten-, Brüder- und Elimgemeinden - des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wurde.
Die Verantwortlichen der Freikirche waren während des Dritten Reiches bestrebt, Erreichtes nicht zu gefährden und missionarisch aktiv bleiben zu können. Dafür wurden Kompromisse bei dem Prinzip der völligen Unabhängigkeit eingegangen und in zunehmenden Maße wurde das Prinzip preisgegeben. Stattdessen wurden staatliche Formen der Gemeindeorganisation, wie etwa das Führerprinzip, für den Gemeindebund 1933-36 eingeführt.
Während des Dritten Reiches zählte man bis zu 120.000 Mitglieder. Spätestens seit 1936 hatten alle Denominationen den generell antichristlichen Kurs der NS-Religionspolitik zu spüren bekommen. Gegenüber dem Kirchenkampf verhielt man sich neutral oder desolidarisierte sich öffentlich von der Bekennenden Kirche, z.B. auf der Weltkirchenkonferenz 1937 in Oxford.
Unter dem Druck der Verhältnisse schloss sich der Bund der Baptistengemeinden 1942 mit den um ihre Existenz kämpfenden Brüdergemeinden zusammen. Der gemeinsame Bund erhielt den offiziellen, noch heute gültigen Namen Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Fünfzig Jahre danach hat der deutsche Bund auf dem Kongress der Europäischen Baptistischen Föderation 1984 in Hamburg in einem Wort zur NS-Zeit u.a. erklärt: "Wir haben uns nicht öffentlich mit dem Kampf und Leiden der Bekennenden Kirche verbunden und ebenso versäumt, eindeutig den Verletzungen göttlicher Gebote und Ordnungen zu widerstehen. Es beugt uns, dass wir als deutscher Bund der ideologischen Verführung jener Zeit oft erlegen sind und nicht größeren Mut zum Bekenntnis für Wahrheit und Gerechtigkeit bewiesen haben.“
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) wird zu den evangelischen Freikirchen gezählt. Er gehört als Gründungsmitglied zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und zur Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) (ebenfalls Gründungsmitglied). Beziehungen bestehen auch zur Evangelischen Allianz. Der BEFG engagiert sich regional, bundesweit und international in der ökumenischen Arbeit. So ist er Mitglied der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Im Rahmen der Europäisch-Baptistischen Föderation / European Baptist Federation (EBF) ist der BEFG an Lehrgesprächen mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) beteiligt. Eine Mitgliedschaft im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) besteht jedoch nicht.
Auch die meisten Einzelgemeinden sind ökumenisch aktiv. Eine Ausnahme bilden in dieser Hinsicht vor allem die Brüdergemeinden, die der Ökumene im Allgemeinen kritisch gegenüberstehen.[5]
Ferner ist der BEFG Mitglied der EBF sowie des Baptistischen Weltbundes / Baptist World Alliance (BWA).
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."