Flavius Eugenius († 6. September 394 am Frigidus, heute der Bach Hubelj im Tal der Wippach, heute Vipava, einem Nebenfluss des Isonzo) beanspruchte für sich als Usurpator den Titel eines Römischen Kaisers von 392 bis 394.
Nach dem mysteriösen Tod des jungen Kaisers Valentinian II., der von Theodosius I. 390 als Herrscher Galliens, Spaniens und Britanniens eingesetzt worden war, wartete der mächtige magister militum Arbogast drei Monate vergeblich darauf, dass Theodosius einen neuen Westkaiser ernennen würde; dann sah er sich gezwungen, sein eigenes Leben zu retten, indem er am 22. August 392 den Grammatiklehrer und Hofbeamten Eugenius zum Augustus ausrufen ließ. Arbogast selbst, der bereits unter Valentinian II. der eigentliche starke Mann im Westen des Imperiums gewesen war, wäre als Germane wohl nicht als Kaiser durchsetzbar gewesen. Eugenius stand, obwohl selbst Christ, dem Heidentum tolerant gegenüber. Da sich die Christen unter Führung des einflussreichen Mailänder Bischofs Ambrosius abweisend verhielten, kamen Eugenius und Arbogast schließlich den Bitten der heidnischen Senatsmehrheit teilweise entgegen. So bestand eine von Eugenius' Amtshandlungen darin, den Victoriaaltar in der Curia des Senats wiederherzustellen – ein letztes Aufbäumen der heidnischen Opposition (siehe dazu auch Quintus Aurelius Symmachus und Virius Nicomachus Flavianus). In Italien wurden zudem auf Staatskosten einige Tempel renoviert, so etwa in Ostia. Zugleich aber weigerte sich der Christ Eugenius, wieder den Titel Pontifex Maximus anzunehmen, und bis zuletzt warb er um die Unterstützung der Bischöfe. Letztlich sollte die Unterstützung, die einige altgläubige Senatoren wie insbesondere der Prätorianerpräfekt Nicomachus Flavianus dem Eugenius gewährten, nur dazu führen, dass Theodosius seine antipaganen Gesetze noch verschärfte. Insgesamt gehen die meisten Althistoriker heute davon aus, dass der religiöse Faktor für die Auseinandersetzung eine weit geringere Bedeutung hatte, als es die Quellen suggerieren. Gegenüber den Franken, die 388 die Rheingrenze bedroht hatten, konnte Eugenius sich behaupten (siehe Marcomer).
Arbogast und Eugenius bemühten sich bis 393 intensiv um die Anerkennung durch den senior Augustus Theodosius I., prägten Münzen in seinem Namen und setzten Inschriften im Namen von Eugenius, Theodosius und Arcadius (CIL 13, 8262). Theodosius, der die ersten Gesandtschaften den Eugenius noch freundlich aufgenommen hatte, verweigerte dem Rivalen aber schließlich die Mitregentschaft bzw. die Anerkennung seines Kaisertums, erhob stattdessen 393 seinen jüngeren Sohn Honorius zum neuen Mitkaiser und trat der Usurpation militärisch entgegen, indem er in Italien einmarschierte und Eugenius’ Armee in der äußerst blutigen Schlacht am Frigidus am 5./6. September 394 schlug. Arbogast beging unmittelbar nach dieser entscheidenden Niederlage Selbstmord, während Eugenius von feindlichen Soldaten ergriffen und erschlagen wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eugenius |
| ALTERNATIVNAMEN | Flavius Eugenius |
| KURZBESCHREIBUNG | römischer Gegenkaiser |
| GEBURTSDATUM | 4. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 6. September 394 |
| STERBEORT | am Frigidus, heute Wippach, Nebenfluss des Isonzo |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."