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Erhard Forndran

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Erhard Forndran (* 26. Januar 1938) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Mathematik in Bonn und Berlin, begann Erhard Forndran seine wissenschaftliche Laufbahn 1967 an der Universität Bonn. Dort promovierte er 1967 zum Dr. phil. über das Thema „Abrüstung“. 1972 erhielt Forndran seine Professur mit dem Thema der Abrüstung und Friedenssicherung. Daraufhin nahm er einen Forschungsauftrag der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik an, war hauptamtliches Mitglied und Vorsitzender der Kommission für Friedens- und Konfliktforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und arbeitete in der Senatskommission der DFG für Friedensforschung. Im Jahre 1974 erfolgte die Berufung an den Lehrstuhl für Internationale Politik an der Ruhr-Universität Bochum. 1976 entschloss sich Forndran, den Lehrstuhl für Politische Wissenschaft an der TU Braunschweig anzunehmen.

1992 wurde Erhard Forndran Gründungsdekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der damaligen TU Magdeburg. Einige Monate später wurde er dort zum Gründungsprofessor für Politikwissenschaft berufen. Mittlerweile hat sich diese Fakultät zu einer der profiliertesten der Universität entwickelt.

[Bearbeiten] Rezensionen dreier Werke

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"Abrüstung und Rüstungskontrolle. Historische Erfahrungen und theoretische Probleme."

In seiner Studie „Abrüstung und Rüstungskontrolle. Historische Erfahrungen und theoretische Probleme.“ versucht E. Forndran, die Rüstungskontrollbemühungen und deren konkreten Umsetzung in den internationalen Beziehungen zu analysieren. Die Studie beginnt mit der Einleitung in das Themengebiet und der Absteckung des Untersuchungsfelds. Gleichzeitig formuliert Forndran einen ersten historischen Überblick, wobei die politische Entwicklung der Sowjetunion während des Kalten Krieges zentrale Bedeutung hat.

Im Folgenden werden nun Abrüstungs- und Rüstungskontrollentwicklungen anhand einiger Beispiele erläutert und näher auf die sogenannten Salt I- und Salt-II- Verträge eingegangen. Dabei stellt sich für Forndran die Frage, ob und inwiefern die international gültigen Vereinbarungen (besonders im Hinblick auf die Verhandlungen zwischen den USA und der UdSSR) realpolitische Konsequenzen hatten. Die hier angesprochenen theoretischen Probleme werden an weiteren Stellen der Studie aufgezeigt und analysiert.

Außerdem stellt Forndran einen Zusammenhang zwischen Abrüstung bzw. Rüstungskontrolle und Sicherheits-, Militär- und Vertragspolitik unter dem Fokus des Ost-West-Konflikts her. Auch hier wird nach den Implementationsmöglichkeiten und Umsetzung der Verhandlungen, Verträge, etc. gefragt. Im letzten Teil der „Mini-Studie“ gibt Forndran noch einen Ausblick auf die Zukunft und mögliche Entwicklung der Rüstungskontrolle im Rahmen von internationalen Abkommen wobei hier daraufhin gewiesen werden muss, dass zu dem Zeitpunkt des Erscheinens der Studie (1981) die folgenden Entwicklungen der Jahre 1989/90 noch nicht voraussehbar waren.

"Demokratie und demokratischer Staat in der Krise?"

„Demokratie und demokratischer Staat in der Krise?“ ist das aktuelle Werk von Erhard Forndran. Forndran befasst sich in seinem Buch, wie es der Titel schon erahnen lässt, mit der Diskussion, ob und inwieweit der demokratische Staat handlungsfähig ist und Akzeptanz in der Bevölkerung genießt(Stichwort: Politikverdrossenheit). Die unterschiedlichen Meinungen zu der genannten Thematik werden von Forndran sehr detailliert dargestellt und kritisch analysiert. Ferner versucht Forndran Erkenntnisse aus der Historie der politischen Theorie zu gewinnen, um später dem Leser die „Möglichkeit einer ganzheitlichen Demokratietheorie“ vorzustellen. Dabei werden die einzelnen Akteure und Handlungsfelder in der Demokratie genauer betrachtet. Des Weiteren stellt Forndran eine Zeitdiagnose auf, in dem er die Problemfelder der Gegenwart – Sozialpolitik, Fragmentierung etc. – darstellt und Handlungsmöglichkeiten bzw. Folgerungen für die nationale, sowie internationale Ebene näher analysiert.

"Die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa. Erfahrungen und Perspektiven transatlantischer Beziehungen seit dem ersten Weltkrieg"

In dieser Publikation versucht Forndran die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen nach Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Erscheinungsjahr 1990, also über einen Zeitraum von siebzig Jahren, nachzuzeichnen. Als wichtige Akteure sieht Forndran dabei nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika und Westeuropa, sondern auch die Sowjetunion sowie die mittelosteuropäischen Staaten. Die Beziehungsmuster zwischen diesen Mitspielern sieht der Autor als äußerst komplex an und vor allen Dingen ständigen Veränderungen unterworfen. Doch nicht nur Staaten werden in diesem Werk berücksichtigt, auch der Einfluss nichtstaatlicher Akteure wie multinationaler Konzerne wird untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt natürlich auf dem Verhältnis der beiden Supermächte USA und UdSSR. Der Verfasser berücksichtigt in seiner Analyse die diplomatischen Beziehungen und die Sicherheitspolitik, doch auch Wirtschaft und Technologie spielen für ihn eine wichtige Rolle. Außerdem spricht er über die Auswirkungen des Demokratietransfers und über politische Kulturen, die über nationalstaatliche Grenzen hinweg auf beiden Seiten des Atlantiks Anhänger fanden. Er versucht Prozesse und Strukturen in den transatlantischen Beziehungen zu erkennen und zu benennen, wobei sich für ihn ein fließender Übergang von Kooperation, Konkurrenz und Konflikten abzeichnet. Angesichts der Fülle und Komplexität des Gegenstandes können immer nur Ausschnitte untersucht werden. Durch die Benennung von Konzepten werden Verhaltungsmuster der Akteure kalkulierbarer, die sich in Absprachen, Verträgen und Bildung gemeinsamer Institutionen niederschlagen. Forndran sieht die transnationalen Beziehungen stärker durch Wandel als durch Kontinuität charakterisiert, den er auf innerpolitische Herrschaftssicherung und eine Zunahme der zwischenstaatlichen Arbeitsteilung zurückführt. In Hinblick auf die Aussichten der transatlantischen Beziehungen betrachtete Forndran die Fragen der Sicherheitspolitik auf beiden Seiten, die Entwicklung der zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen sowie die Auswirkungen der Beziehungen auf die Weltpolitik. Emeritierung des Politikwissenschaftlers Erhard Forndran Neues vom Uni-Campus

Forschungen zur Theorie und Praxis der Friedenssicherung, Transatlantische Beziehungen sowie Demokratie beziehungsweise Demokratietheorie, Transformation und Verfassungsstaat kennzeichnen das umfangreiche wissenschaftliche Werk von Erhard Forndran, Professor für Internationale Beziehungen und Theorie der Politik, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Am 26. Januar 1938 wurde Erhard Forndran in Kiel geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Bonn und Berlin und begann seine wissenschaftliche Laufbahn 1967 an der Universität Bonn, wo er zum Dr. phil. promovierte und 1972 habilitierte. Er lehrte u. a. in Neuss, Bochum und an der TU Braunschweig.

1992 folgte Erhard Forndran dem Ruf als Gründungsdekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der damaligen TU Magdeburg, wurde im Oktober des gleichen Jahres auf die Gründungsprofessur für Politikwissenschaft berufen und 1993 zum Dekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften gewählt. Als Dekan, als Leiter des Institutes für Politikwissenschaft und als Mitglied des Fakultätsrates sowie des Senats hat er das Profil der Fakultät und der Universität entscheidend mitgeprägt. 2003 wurde er zum Ehrensenator der Universität ernannt. Seinem unermüdlichen Wirken und engagierten Handeln ist es zu verdanken, dass sich die Fakultät zu einem anerkannten Bestandteil der Magdeburger Universität mit einem innovativen Profil, insbesondere in der Lehre, entwickelt hat. Dazu hat auch der bereits 2003 von ihm etablierte Masterstudiengang Friedens- und Konfliktforschung beigetragen. In diesem Studiengang vereinen sich in besonderer Weise seine theoretisch-analytischen Kenntnisse und Ergebnisse aus seiner jahrzehntelangen Friedensforschung sowie den zunehmenden Anforderungen an konkrete Konfliktbearbeitung und -prävention.

Prof. Forndran ist ein gefragter Experte in akademischen sowie wissenschaftlichen Gremien.

Quelle: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Abteilung Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit

[Bearbeiten] Forschungsschwerpunkte

Während seiner Karriere entwickelte Forndran verschiedene Forschungsschwerpunkte. So ziehen sich seine Promotions- und Habilitationsthemen - Rüstungskontrolle, Abrüstung und Friedenssicherung- zwar als roter Faden durch seine Arbeit, er untersuchte jedoch auch die Bereiche „Möglichkeiten und Grenzen der Theoriebildung“, „Demokratietheorien“, „Transformation“ und „Verfassungsstaat“. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Auseinandersetzung mit dem Thema des Nationalsozialismus wobei u. a. das Werk „Die Stadt- und Industriegründungen Wolfsburg und Salzgitter. Entscheidungsprozesse im nationalsozialistischen Herrschaftssystem“ hervorgegangen ist. Neben den erwähnten Forschungsfeldern beschäftigt sich Prof. Dr. Forndran im Zuge der Lehrtätigkeit auch mit den Themen der Klassiker des politischen Denkens, der Geschichte des Ost-West-Konflikts und der Friedensforschung.

[Bearbeiten] Publikationen

[Bearbeiten] Herausgegebene Bücher

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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