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English Heritage (Historic Buildings and Monuments Commission for England) ist ein britisches Staatsorgan ("Executive Non-departmental Public Body"), das sich um die Erhaltung und Pflege von archäologisch und historisch bedeutsamen Stätten in Großbritannien kümmert.
English Heritage untersteht dem Ministerium für Culture, Media and Sport (DCMS, früher Department of Environment (DoE), Department of Works) und dem Staatssekretär für Kultur, Sport und Medien, arbeitet aber auch mit den ODPM und DEFRA zusammen. Seine Aufgabenbereiche sind in dem National Heritage Act von 1983 festgelegt. Die Leitung von EH liegt bei 16 sogenannten Kommissaren, die direkt durch die Regierung bestimmt werden. Sie werden durch insgesamt 13 Gremien und Beratergruppen beraten.
Es verwaltet ca. 370.000 Objekte wie beispielsweise Stonehenge und gibt Empfehlungen zum Denkmalschutz. Seit 1999 ist die Denkmalliste öffentlich und wird gemeinsam gefördert von English Heritage, der Lotteriegesellschaft Heritage Lottery, Fund Royal Photographic sowie dem Amt für Kultur, Medien und Sport.
Laut seiner Homepage erhielt EH 2000/01 115 Millionen £ öffentliche Gelder, 2003/04 119.590 Mio £ und 2004/2005 125.288 Mio. Es erhält auch Zuschüsse von der EU.
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Tony Judt kritisiert in seinem Werk Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart den Umgang mit der Geschichte, „weil das nationale Erbe […] ganz unverholen in eine Geschäftsprojekt, die »Heritage Industry«, umgewandelt“ wurde.[1] Für diese Projekt ist „der politisch neutrale Hintergrund [...] charakteristisch: Das Erbe war kein politisches Projekt. Die Vergangenheit wurde nicht mißbraucht oder ausgebeutet, sondern desinfiziert und heiter angestrichen.“[2] Geschichtliche Fakten die sich nicht vermarkten lassen, werden nicht erwähnt. „Industrie, Armut und Klassenkampf sind offiziell vergessen und unter den Teppich gekehrt. Tiefe soziale Gegensätze werden geleugnet oder geglättet. Und selbst die jüngste und umstrittenste Vergangenheit ist nur in nostalgischer Plastiknachbildung zu haben. Diese landesweite Säuberung und Verharmlosung der Erinnerung war ein typisches Werk der neuen politischen Elite des Landes. Auf den Spuren von Mrs. Thatcher schaffte New Labour die Vergangenheit ab, während Englands blühende »Heritage Industry« sie eilfertig durch »die VERGANGENHEIT« ersetzte.“[3]