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Stettin: Kirche
St. Johannes Baptist
Engelbert Seibertz (* ?; † 1929 in Berlin) war ein deutscher Architekt des Historismus.
Er war der Enkel des Juristen und westfälischen Historikers Johann Suibert Seibertz, sowie Neffe des gleichnamigen Malers Engelbert Seibertz. Er lebte und arbeitete in Berlin.
Engelbert Seibertz trat in Preußen in den 1890er Jahren als katholischer Kirchenbaumeister in Erscheinung. Charakteristisch für viele seiner Bauten ist die Anlehnung an Formen der märkischen Backsteingotik. Als Architekt heute so gut wie vergessen, wurden zahlreiche seiner noch erhaltenen Werke in den letzten Jahren unter Denkmalschutz gestellt (D).
[Bearbeiten] Bauten und Entwürfe
- 1880–1890: Katholische Kirche St. Johannes Baptist (auch: St. Johannes der Täufer, heute Kosciol pw. sw. Jana Chrzciciela) an der Greifenstraße in Stettin in gotisierenden Formen, 1922 zur Propsteikirche erhoben.
- 1892–1893: Katholische Kloster- und Pfarrkirche des Dominikanerklosters St. Paulus an der Ecke Oldenburger-/Waldenserstraße in Berlin-Moabit (D). Neben der neogotischen dreischiffigen Basilika mit markanter Backsteinfassade stammt von Seibertz auch das zeitgleich errichtete Konventswohnhaus für die Ordensbrüder. Da als Nachwirkung des Kulturkampfes im protestantischen Berlin dem Kloster kein hoher Kirchturm gestattet wurde, wirken die beiden Doppeltürme an der Nordfassade im Verhältnis zum Gesamtbau merkwürdig verkürzt.
- 1893–1896: Katholische Kirche St. Matthias auf dem Winterfeldtplatz in Berlin-Schöneberg (D). Mit 50 Metern Länge und 25 Metern Breite ist die dreischiffige Basilika eine der größten Kirchen Berlins und zudem eine der wenigen freihstehenden katholischen Platzkirchen in Berlin. Nach starken Beschädigungen im 2. Weltkrieg wurde sie vereinfacht wieder aufgebaut. Der einst weithin sichtbare, 93 m hohe Kirchturm mit Spitzhelm ist heute entscheidend verkürzt.
- 1895: Katholisches Waisenhaus Pfalzburger Straße 18 in Berlin-Charlottenburg (D). Nach Kriegsschäden wiederaufgebaut, heute Kinder- und Jugendhilfezentrum der Caritas.
- 1895: ein Bau in Swinemünde (wahrscheinlich die Katholische Kirche).
- 1895–1896: Katholische Kirche St. Francis de Sales für die deutsche Gemeinde in St. Louis, Missouri/USA. Wegen eines heftigen Tornados wurden die Bauarbeiten 1896 eingestellt. Die Kirche wurde erst 1908 nach einem modifizierten Entwurf von Victor S. Klutho eingeweiht, ihr Kirchturm ist bis heute der höchste der Stadt.
- 1897–1899: Katholische Kirche zum Heiligen Kreuz in der Franz-Mehring-Straße in Frankfurt (Oder) (D).
- 1897–1898: Mietshaus Kurfürstendamm 35 in Berlin-Charlottenburg (D).
- 1898: Katholisches Pfarrhaus Franz-Mehring-Straße 4 in Frankfurt (Oder) (D).
- 1899–1900: Mietshaus Uhlandstraße 171-174 in Berlin-Charlottenburg (D). Fünfgeschossiges Doppelwohnhaus in neobarocken Formen mit zwei unterschiedlichen Seitenrisaliten.
- 1901: Katholische Kirche Salvator in Anklam. Hier löste sich Seibertz von der Bevorzugung des gotischen Stils für Kirchenbauten und errichtete diese in Formen der Neoromanik. Wegen der Gründungsschwierigkeiten auf morastigem Terrain wurde die Kirche ohne Turm und anstatt dessen mit einem Dachreiter ausgeführt.
- 1903: Mietshaus Gleditschstraße 80/Vorbergstraße 10-10a in Berlin-Schöneberg (D)
- Planung für einen Kaiser-Wilhelm-Turm auf Schloss Arnsberg
- Engelbert Seibertz und Hugo Elsner: Die Gontard‘schen Thürme und ihre Annexbauten auf dem Gends'armenmarkt zu Berlin. Aufnahmen und Entwürfe. Berlin, 1884.
Engelbert Seibertz (Architekt) - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Engelbert Seibertz (Architekt) - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."