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Der Empirismus (griechisch εμπειρισμός, von der Empirie, < lateinisch: empiricus = der Erfahrung folgend) ist eine erkenntnistheoretische Richtung in der Philosophie, die alle Erkenntnisse aus der Sinneserfahrung, der Beobachtung oder dem Experiment ableitet (und von keinerlei Vorwissen ausgeht).
Der Empirismus steht im Gegensatz zum Rationalismus, der die Vernunft als für den Erkenntnisprozess wesentlich hervorhebt, und zum Nativismus, der auch angeborene Ideen und Begriffe zulässt. Der Empirismus hingegen legt seinen Schwerpunkt auf die Erfahrung und sinnliche Wahrnehmung. Unabhängig von seinem philosophischen Wahrheitsgehalt hat der Empirismus als Grundlage wissenschaftlicher Arbeit eine große Bedeutung bis in die Gegenwart. Neben der Abduktion bildet die Induktion als typische Schlussweise des Empirismus das Fundament wissenschaftlicher Theoriebildung. Als logischer Empirismus floss der Empirismus auch in moderne Strömungen der Philosophie ein.
Eine Möglichkeit, das Prinzip des Empirismus, das heißt die Gewinnung von Erkenntnissen auf der Basis von Sinnesdaten, auf mathematische Weise zu handhaben, zeigt das Bayes-Theorem.
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Philosophiegeschichtlich ist der materialistische Empirismus vom idealistischen zu unterscheiden.
Die Einschränkung der Erkenntnis auf den Bereich der bloßen Erfahrung lässt sich nach Meinung von Kritikern des Empirismus jedoch letztlich nicht halten. Sie weisen u.a. darauf hin, dass nicht einmal der Satz "Alle Erfahrungserkenntnis ist wahr" aus Erfahrung herleitbar ist. Erst recht gelte dies für den Grundsatz des Empirismus, dass alleine die Erfahrung wahre Erkenntnis gewährleiste.