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Emblem)
Emblem aus den
Monita amoris virginei von
Jacob Cats (1620)
Mit dem Begriff Emblematik bezeichnet man eine Kunstform, Bild und Text in sich gegenseitig interpretierender Weise zu verbinden. Ein Emblem (nach altgriechisch ἔμβλημα: „eingelegtes, eingesetztes Stück“) war in der Antike eine Metallverzierung mit einer sinnbildlichen Darstellung.
Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Emblematik in sogenannten Emblembüchern verbreitet und dadurch bis ins 18. Jahrhundert populär. Holzschnitte oder Kupferstiche wurden zusammen mit meist lateinischen Texten so angelegt, dass sie eine Interpretation herausforderten. Meister dieser Form, Text und Bild in einer sich gegenseitig deutenden Weise zusammenzustellen, waren unter anderen Andrea Alciato, Johannes Sambucus, Nicolaus Taurellus und Gabriel Rollenhagen.
Der sinnbildliche Aufbau dieser Darstellungen hat drei Komponenten:
- eine knappe Überschrift (inscriptio, Motto), die oft auch in das Bild integriert ist;
- ein Bild (pictura), dessen Thema in der Regel der Mythologie, der christlichen Liturgie oder auch der Natur entlehnt ist und, zum Beispiel durch Attribute, stets allegorische oder symbolische Figurationen enthält, deren Kenntnis für die Deutung vorausgesetzt wird;
- eine Unterschrift (subscriptio), die häufig in Form eines Epigramms den symbolischen oder allegorischen Sinn des Bildes aufgreift und zu erläutern versucht.
Die Emblematik ist in der Wissenschaft Gegenstand der Ikonographie.
Firmenlogos oder Signets, ähnlich auch viele Wappen, enthalten oft Sinnbilder mit emblematischem Charakter.
- Heckscher, William S. / Wirth, Karl-August: Artikel Emblem, Emblembuch, in: Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte, Bd.5, Stuttgart 1959/1967/1986, Sp. 85–228. ISBN 978-3-406-14005-1
- Henkel, Arthur / Schöne, Albrecht: Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Stuttgart 1967 u.ö., Taschenausgabe 1996. – ISBN 3-476-01502-5
- Magass, Walter: Hermeneutik und Semiotik. Schrift - Predigt - Emblematik. 1983. – ISBN 3-87797-025-7
- Schöne, Albrecht: Emblematik und Drama im Zeitalter des Barock. München: C.H.Beck, 1993. – ISBN 3-40637-113-2
- Landwehr, John: Emblem and Fable Books Printed in the Low Countries 1542-1813. A Bibliography. Hes & De Graaf, Utrecht 1988, ed. 3 - ISBN 90-6194-177-6
Wiktionary: Emblem – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Emblem - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Emblem - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."