| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Gießen | |
| Landkreis: | Limburg-Weilburg | |
| Höhe: | 130 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,86 km² | |
| Einwohner: | 7980 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 473 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65604 | |
| Vorwahl: | 06431 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LM | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 33 006 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 39 65604 Elz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Horst Kaiser (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Elz im Landkreis Limburg-Weilburg | ||
Elz ist eine Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg im westlichen Hessen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Elz liegt in 110 bis 291 Meter Höhe nördlich der Lahn im Limburger Becken, wobei das Gemeindegebiet in dessen westliche Randhöhen und damit in den Bereich des Unterwesterwaldes (Elzer Wald) hineinreicht. Von Nord nach Süd wird es vom flachhängigen Tal des Elbbachs durchquert, der im Hohen Westerwald entspringt und südlich von Elz in die Lahn mündet.
Der recht breite Unterlauf des Elbbachs folgt einem tektonisch angelegten Grabenbruch (Elzer Graben), der sich nordwärts bis in den Bereich der Gemeinde Dornburg erstreckt. Der devonische Gesteinsuntergrund ist vor allem westlich des Elbbachs mit mächtigen Grabenfüllungen aus dem Tertiär überdeckt (Tone, Sande, Kiese), wovon besonders die Vorkommen an Quarzsand wirtschaftliche Bedeutung in der Region erlangten. Darüber lagern eiszeitliche Lößdecken, die die Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft bilden.
Elz grenzt im Norden an die Gemeinde Hundsangen (im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz) und die Stadt Hadamar, im Osten und Süden an die Stadt Limburg (beide im Landkreis Limburg-Weilburg), sowie im Westen an die Gemeinden Hambach (im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz), Görgeshausen, Niedererbach und Obererbach (alle drei im Westerwaldkreis).
Die Gemeinde gliedert sich in zwei Ortsteile (hier mit Einwohnerzahl, Stand: 31. Dezember 2007):
Die Gemeinde hat 8293 Einwohner. Der Ortsteil Elz ist nach der Kernstadt von Limburg an der Lahn die zweitgrößte Ansiedlung im Landkreis Limburg-Weilburg und war lange Zeit der Größte Ort in Hessen, der keine Stadtrechte besitzt.
Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt in Elz 8,5 °C und in Malmeneich 7,9 °C.
Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt in Elz 600 bis 650 mm und in Malmeneich 720 mm. Klimatische Bedingungen:
Frühlingsanfang in Elz im Durchschnitt: 29.04. - 05.05. [1]
Der Ortsname leitet sich vermutlich von der Erle ab. Elz taucht erstmals in der - heute nicht mehr erhaltenen - Wiltrud-Urkunde von 933 auf. Die älteste erhaltene Urkunde stammt aus dem Jahr 1145.
Älteste menschliche Funde in der Elzer Gemarkung sind Hügelgräber im Wald nahe der heutigen Autobahn.
Das Dorf lag an der wichtigen strata publica, der Hohen Straße zwischen Frankfurt am Main und Köln und zeigt bis heute im Kern die charakteristische Form eines Straßendorfs. Im Mittelalter stand es zunächst unter königlicher Herrschaft und war am anfang des 14. Jahrhunderts für kurze Zeit an das Haus Limburg verlehnt. 1322 ging es zunächst als Pfand, spätestens 1406 mit dem Aussterben des Hauses Limburg als Besitz an das Kurfürstentum Trier über. Das Umland gehörte jedoch den Grafen von Nassau, was zu jahrhundertelangen Grenzstreitigkeiten führte.
1436 verpfändete Kurfürst Raban von Helmstatt Elz zusammen mit anderen umliegenden Besitzungen für 22.000 rheinische Gulden an die Landgrafen von Hessen. Am 1. September 1442 verlieh König Friedrich IV. Elz die Stadtrechte. Die Stadtrechtsurkunde hatte der Trierer Erzbischof Jakob I. von Sierck erwirkt. Die Originalurkunde ist heute verloren, aber im Landeshauptarchiv Koblenz werden drei beglaubigte Abschriften von 1442 und 1443 bewahrt (Bestand 1 A, Nr. 8101-8103). Die bald errichtete Stadtbefestigung wurde jedoch von den Grafen von Nassau wieder abgerissen. Der Straßennamen "Gräbengasse" erinnert heute noch an die ungefähre Position eines Teils der Wehranlagen.
Die komplizierten Besitz- und Pfandverhältnisse führten zu weiteren Streitigkeiten zwischen den Landgrafen von Hessen, Kurtrier und Nassau. Nassau sah sich durch die Stadtrechte und den damit verbundenen Bau von Befestigungen in unmittelbarer Nachbarschaft bedroht, überfiel im Winter 1456 Elz und zerstörte die neu errichteten Stadtmauern. Kurtrier und die Landgrafschaft setzten einen gemeinsamen Schultheiß ein. Häufig hatten Angehörige der Familie Staudt dieses Amt inne. Sie erbauten auch den repräsentativen Fachwerkhof, der noch heute als Rathaus dient. Ein Mitglied der Familie, das sich latinisiert Justus Studaeus Elsanus, nannte, wurde Rechtsgelehrter an der Universität Marburg, war zeitweise deren Rektor, ab 1546 Kanzler des Fuldaer Fürstabts Philipp Schenck zu Schweinsberg, ab 1563 Frankfurter Bürger und war Mitglied der Patriziergesellschaft Alten Limpurg.
Während der Hexenverfolgung wurden 1590 acht Frauen aus Elz in Limburg verbrannt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort hart getroffen. Am Ende der Kämpfe sollen nur noch sieben Familien in Elz gewohnt haben. Der 1759 in Elz geborene Heinrich Arnoldi wurde Hofkaplan des letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen.
Mit der Säkularisation 1802 endete die Herrschaft Kurtriers und Elz wurde zu Nassau (Fürstentum Nassau-Weilburg) geschlagen. Von 1806 an gehörte es zum Herzogtum Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde.
Im 19. Jahrhundert war Elz, ähnlich wie zahlreiche Dörfer des Westerwalds vom Pauperismus, der frühindustriellen Massenarmut, betroffen. Ähnlich wie die Bewohner der umliegenden Orte waren auch viele Elzer dazu gezwungen, ihren Unterhalt im Reisegewerbe zu verdienen. Dabei waren die Einwohner von Elz vor allem als Musiker in ganz Europa unterwegs. Diese Tradition der "Elzer Musikanten" wird noch heute gepflegt.
1971 wurde der Zentralort Elz im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit Malmeneich zur neuen Gemeinde Elz zusammengeschlossen. Im gleichen Jahr siedelte sich das erste Unternehmen im neuen Gewerbegebiet am nordwestlichen Ortsrand an der Bundesstraße 8 an.
Die ältesten geschlossenen Gebäudeensembles, die bis heute in Elz vorhanden sind, stammen aus dem 17. Jahrhundert und befinden sich in der Pfortenstraße sowie in Teilen der Bach- und der Lehrgasse. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Fachwerkbauten. Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Ort auf das "Mitteldorf", den Bereich zwischen Elbbach, Erbach und Straßenberg, begrenzt. Erst in dieser Zeit entwickelte sich westlich davon das "Oberdorf".
Das Elzer Rathaus wurde 1561 als spätgotischer Fachwerkbau errichtet. Einzelne Mauerreste lassen sich einem spätmittelalterlichen Vorgängerbau zuordnen. Vermutlich im 30-jährigen Krieg beschädigte ein Brand das Gebäude schwer, so dass 1664 das Dach erneuert wurde. Der Ratssaal befand sich im ersten Stockwerk und dient heute als Amtszimmer des Bürgermeisters. In den rund 450 Jahren seiner Existenz hat das Haus mehrere Umbauten erfahren. Um 1800 wurde der offene Lauben-umgang an den Seiten des Gebäudes abgerissen. Der hoch gelegene Bruchsteinkeller wurde 1973 an der straßenzugewandten Front seitlich aufgebrochen und in einen Fußgängerdurchgang umgewandelt. 1991 bis 1993 wurde das Rathaus umfassen saniert. Dabei entstand der moderne Parallelbau, der mit dem alten Rathaus durch einen Zwischenbau verbunden ist.
Durch besonders reiches Fachwerk fällt das um 1610 erbeute Haus Loer auf, das heute das Elzer Heimatmuseum beherbergt, ebenso das Bausche Haus, das ursprünglich dem Stift Dietkirchen gehörte, in seiner heutigen Form aber 1708 unter den Adelsfamilien Elkerhausen und Walderdorff entstand. Weitere Höfe des Klosters Eberbach (von 1701), des Klosters Schönau im Einrich
Bis ins 13. Jahrhundert gehörte Elz mit bis zu 20 anderen Orten zur bedeutenden Pfarrei Dietkirchen. Überlieferungen zufolge ist Elz seit 1234 schon eine eigenständige Pfarrei [2]. Vor der heutigen Pfarrkirche „Sankt Johannes der Täufer“, die wesentlich das Dorfbild prägt, stand an gleicher Stelle eine kleinere Kirche, deren genaue Ausmaße und Aussehen nur vage bekannt ist. Es sind Angaben von einem romanischen Bauwerk mit einer Länge von rund 13,50m und einer Breite von 9,30m zu finden [3]. Der heute westlich verlagerte Friedhof lag zu damaliger Zeit rund um die alte Pfarrkirche. 1846 stürzte das Dach der alten Kirche ein.
Erste Vorarbeiten für den Bau nach einem Entwurf des Baumaeisters Rock aus Nassau begannen schon 1851. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27. Juni 1852. Anlässlich dessen wurde eine feierliche Messe von Bischof Peter Josef Blum und Generalvikar Karl Klein zelebriert. Eine Steinplatte mit der Jahreszahl „1852“ über dem Sandsteinsockel in Richtung Pfortenstraße erinnert an die Grundsteinlegung. Nach rund zwei Jahren wurde die Kirche (zwar noch ohne Turm) am 19. November 1854 durch Bischof Blum eingeweiht. Im Altar befindet sich seitdem Reliquien der Märtyrer Bonifatius, Clemens und Blandinia. [4] Das Fest der Kirchweihe wurde damals auf den ersten Sonntag nach dem Herbstquatember festgelegt. Nachdem die Deutsche Bischofskonferenz 1872 den Feiertag verlegt hat, wurde der der dritte Sonntag im September als Termin für den Kirmessonntag bestimmt. Am 22. April 1908 stimmten der Kirchenvorstand und die Gemeindevertretung dem Bau eines neuen Turmes zu. Dieser hat eine Höhe von 48 Metern und ist seit dem 8. Dezember 1952 mit einem Vieregeläut bestückt. [5]
Es handelt sich um einen neuromanischen Bau aus unverputzten Natursteinen. rundbögen bestimmen die innere wie die äußere Gestaltung. die Portale an den Langseiten weisen byzantinische Stilelemente auf. Der Altaraufbau, der die Krönung Mariens zeigt, stammt aus dem Kloster Ilbenstadt, zwei Seitenaltäre aus dem Limburger Dom und die Kreuzigungsgruppe wird dem Hadamarer Barock zugeordnet.
Das benachbarte Pfarrhaus sticht durch Klinkersteine als Baumaterial und seinen Landhausstil aus der umliegenden Fachwerk-Architektur hervor.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 60,7 | 19 | 60,3 | 19 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 21,9 | 7 | 21,0 | 7 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 3,6 | 1 | 4,2 | 1 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Elz | 13,8 | 4 | 13,7 | 4 |
| GBE | Grüne Bürger Elz | – | – | 0,8 | 0 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 44,6 | 55,4 | |||
Der einzige Gemeindevertreter der Grünen wechselte im September 2008 in die SPD-Fraktion. Der Gemeindevorstand besteht aus neun Mitgliedern.
Der amtierende Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) wurde am 25. September 2005 mit einem Stimmenanteil von 84,8 % gewählt.
Das Naherholungsgebiet "Anlagen" liegt unweit des Ortskernes, nördlich der Pfarrkirche auf der Anhöhe in Richtung Malmeneich. Nachdem die Entscheidung eine Kapelle auf dieser Anhöhe zu erbauen verworfen wurde, entstand 1911 das Gebiet in Form eines kleinen Wäldchens. Der Name "Anlagen" war ursprünglich lediglich als Arbeitsname gedacht, bürgerte sich bei der Elzer Bevölkerung jedoch so stark ein, dass er bis heute noch besteht. Heute bieten die "Anlagen" neben einem strukturiert angelegten Baumlehrpfad eine Minigolfanlage und einen Spielplatz. Gepflegt wird das Naherholungsgebiet seit 1913 durch den Elzer Verschönerungsverein. [6]
Am Ort sind über 600 Gewerbebetriebe mit weit über 2000 Arbeitsplätzen angesiedelt. Ein Gewerbegebiet befindet sich an der Bundesstraße 8 Richtung Ortsteil Malmeneich.
Überregional bekannt ist die Gemeinde auch durch den Elzer Berg an der markanten Geländestufe vom Unterwesterwald hinab in das Limburger Becken. Diese lange Gefällestrecke auf der Bundesautobahn 3 bei Kilometer 100 in Richtung Frankfurt ist ein berüchtigter Unfallschwerpunkt. Das Tempolimit von 100 Kilometer pro Stunde für PKW und 40 Kilometer pro Stunde für LKW wird von einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage überwacht.
Durch Elz führt die Bundesstraße 8. Da sich dort immer wieder der Verkehr staut, ist im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen der Bau der Ortsumgehung Elz (Ostvariante) mit einem Investitionsvolumen von 12,6 Millionen Euro als vordringlicher Bedarf ausgewiesen. Seit mehreren Jahren gibt es allerdings Auseinandersetzungen mit der Nachbarstadt Limburg, die ebenfalls eine Umgehung für ihren Stadtteil Offheim plant. Von beiden Straßen, die auch auf einer gemeinsamen Trasse geführt werden könnten, wären beide Kommunen betroffen. Auseinandersetzungen darüber blockieren die beiden Vorhaben jedoch schon seit Jahren.
Elz hat zwei Bahnhöfe: In der Nähe der Ortsmitte befindet sich der Bahnhof Elz an der Oberwesterwaldbahn. Über diese sind die Bahnhöfe in Limburg (Regionalbahnhof) und Au (Sieg) verbunden. Des Weiteren ist Elz mit der Haltestelle Elz Süd an Bahnstrecke Limburg-Staffel–Siershahn (Unterwesterwaldbahn) angebunden.
Elz verfügt über einen eigenen Flugplatz, der der Heimatflugplatz der Flugsportgruppe Elz ist.
Elz hat ein großes Freibad mit weitflächigen Außenanlagen (Tischtennisplatte, Volleyball-Feld, Basketballkörbe). Gleich daneben befinden sich das zentrale Sportgelände und die Tennisplätze. Außerdem bietet die Gemeinde drei Sporthallen: Vereinsturnhalle, Turnhalle der Süd-Schule Elz und seit dem 30. Mai 2008 die Erlenbachhalle, eine Zweifeldsporthalle, die zur Erlenbachschule in der Hadamarer Straße gehört. In Elz gibt es zwei Seniorenheime.
Elz verfügt über die vier Kindergärten St. Martin, "Unterm Regenbogen", Lollipop und "Mary Poppins", die Grundschule Elz-Süd sowie mit der Erlenbachschule über eine Grund-, Haupt- und Realschule.
Bad Camberg | Beselich | Brechen | Dornburg | Elbtal | Elz | Hadamar | Hünfelden | Limburg a.d. Lahn | Löhnberg | Mengerskirchen | Merenberg | Runkel | Selters (Taunus) | Villmar | Waldbrunn (Westerwald) | Weilburg | Weilmünster | Weinbach
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."