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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Vogtlandkreis | |
| Höhe: | 270-430 m ü. NN | |
| Fläche: | 25,07 km² | |
| Einwohner: | 4907 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 196 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07985 | |
| Vorwahl: | 036621 | |
| Kfz-Kennzeichen: | V | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 23 100 | |
| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Volker Jenennchen (AHL) | |
Das Städtchen Elsterberg liegt im Vogtland an der Weißen Elster. Der Ort gehörte sowohl zu Sachsen als auch Thüringen. 1952 wurde die Stadt im Rahmen der Gebietsreform der DDR zu Thüringen und dem Bezirk Gera verschoben. Per Volksentscheid erfolgte am 1. April 1992 die Rückgliederung zu Sachsen und den Vogtlandkreis.
Inhaltsverzeichnis |
Elsterberg befindet sich in einer von Greiz aus führenden Tallage umgeben von dichten Wäldern. Das Tal wird vom Ortsteil Gippe aus zum Steinicht, einem Landschaftsschutzgebiet im Elstertal Richtung Plauen, der Rentzschmühle und der Elstertalbrücke an der Weißen Elster fortgesetzt. Die B 92 von Plauen nach Greiz führt durch die Kleinstadt.
Angrenzende Gemeinden der zum sächsischen Vogtlandkreis gehörenden Stadt sind Limbach, Netzschkau (Stadt), Plauen, Pöhl (alle im Vogtlandkreis) sowie Greiz (Stadt) und Vogtländisches Oberland im Freistaat Thüringen.
Stadtteile Elsterbergs sind die eingemeindeten
Elsterberg wurde 1198 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Diese Ewähnung beruht auf verbürgten Angaben und einer vermutlich 1840 verbrannten Pergamentrolle. Darin wurde ein kleiner Rittersitz, die Burganlage „Altes Haus Elsterberg“, erwähnt, die 38 Meter über den Elsterspiegel auf dem Weßnitzfelsen gestanden hat, dem Ritter Rayer von Elsterberg gehörte und Elsterburg genannt wurde
Jahre später kolonialisierten die Herren von Lobdeburg (Adelsgeschlecht) die Gegend und bauten vor 1225 eine zweite Burg, die später Schloss Elsterberg genannt wurde. Unterhalb der Burg ließen sie eine Kirche errichten und siedelten aus Franken und Thüringen herbei gerufene Untertanen an.
Eine Stadtgründung war ursprünglich nicht angedacht, als aber im 13. Jahrhundert 36 umliegende Dörfer nach Elsterberg pfarrten und dort handelten, wurde ein Marktrecht eingeführt. Urkundlich erschien Elsterberg als Stadt erstmals 1354. Bis 1700 war Elsterberg ein typisches Landstädtchen, in dem nur für den Eigenbedarf und innerhalb einer bestimmten Bannmeile erzeugt und gehandelt werden durfte.
Drei verheerende Stadtbrände machten Elsterberg dem Boden gleich. 1492 stand der Großteil der Innenstadt in Flammen, 1702 fiel die Innenstadt bis auf die Pfarre und das Rittergut „Frankenhof“ auf der anderen Elsterseite den Flammen zum Opfer und 1840 brannte ausnahmslos die ganze Stadt, einschließlich der Kirche und dem Rathaus mit alle stadtkundlichen Akten und Urkunden komplett und unwiederbringlich nieder. Erst nach 1840 und dem Wiederaufbau entstand das heutige Stadtbild.
1882 eröffnete die erste mechanische Webererei in Elsterberg, aus der später 1919 die „Spinnfaser-Aktiengesellschaft Elsterberg“ entstand, eines der nach dem zweiten Weltkrieg bedeutendsten Unternehmen in Gesamtdeutschland. Auch die Lederindustrie boomte. 1885 wurde Elsterberg an das Eisenbahnnetz (zwischen Gera und Plauen) angeschlossen, was der Industrialisierung der Stadt immens förderlich war.
Die Kleinstadt Elsterberg blieb im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen bis auf einige Blindgänger nahezu verschont. Die Befreiung durch amerikanische Alliierte erfolgte am 16. April 1945. Im Juli 1945 wurde die Stadt von sowjetischen Truppen besetzt. Zahlreiche Umsiedler durch die Vertreibung aus Böhmen, Mähren und Schlesien fanden 1945 Unterkunft in der Stadt. Versorgungsengpässe machten die Situaton für alle Einwohner kompliziert. [2] [3]
| Alle Bürgermeister seit 1877 | |
|---|---|
| 1887-1903 | Heinrich Haueisen |
| 1903-1922 | Emil Gebauer |
| 1922-1945 | Otto Lieske |
| 1945-1947 | Otto Geiler |
| 1947-1950 | Walter Ritter |
| 1950-1954 | Paul Rudorisch |
| 1954-1955 | Heinrich Fischer |
| 1955-1960 | Albert Biering |
| 1960-1974 | Anton Landgraf |
| 1974-1975 | Heinz Maier |
| 1975-1986 | Gerhard Braun |
| Okt./Nov. 1986 | Werner Fischer |
| seit 1. Dez. 1986 | Volker Jenennchen |
Der letzte Stadtrat wurde 2004 gewählt und setzt sich derzeit folgendermaßen zusammen:
Amtierender Bürgermeister ist Volker Jenennchen (AHL), er hat dieses Amt seit dem 1. Dezember 1986 inne. Sein Stellvertreter ist Hans König.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Burgruine Elsterberg des Schlosses Elsterberg, ist mit 1,5 bebauten Hektar die größte Ruinen-Burganlage in Sachsen. Sehenswert sind auch die Laurentiuskirche, das im neogotischen Stil gebaute Rathaus und der in 407 m über NN über Stadt thronende Kriebelstein, von wo aus man Elsterberg und die Umgebung überblicken kann. Das Landschaftsschutzgebiet Steinicht - eine Flusslandschaft - erstreckt sich vom Ortsteil Gippe aus bis Rentzschmühle an der Elstertalbrücke und ist ein beliebtes Wandergebiet.
Dadurch, dass die B92 durch Elsterberg führt, sind die innerstädtischen Straßen von Autos stark frequentiert. In den letzten Jahren wird mit dem Bau einer Umgehungsstraße versucht diesen Umstand zu beheben. Darüber hinaus fährt die Elstertalbahn durch Elsterberg und verbindet das thüringer Vogtland mit dem sächsischen.
Der Elsterberger Ballspielclub ist der größte Sportverein der Stadt. Er verfügte über eine Fußball- und Tischtennis-Abteilung.
Der Verein wurde 1912 aus einer Fusion der Vereine S.C. 1910 Elsterberg und Sportfreunde Elsterberg gegründet, spielte vor 1945 als reiner Fußballklub auch in der höchsten deutschen Gauliga. Heimstätte ist das Stadion Elsterberg, das 1977 als Stadion "Roter Oktober" erbaut wurde.
1951 wurde der Großsportverein als BSG Chemie Elsterberg neu orientiert. neben Fußball gab es unter anderem auch Sektionen Schwimmen, Schach und Tischtennis. Im Fußball war Chemie Gründungsmitglied der 1952 gegründeten Bezirksliga Gera. Der Aufstieg in die drittklassige II. DDR-Liga gelang Chemie Elsterberg 1957 für ein Jahr. Nach dem Abstieg fusionierte Chemie Elsterberg mit Fortschritt Elsterberg zur BSG Einheit Elsterberg.
Bis 1990 pendelte Einheit zwischen der Geraer Bezirksliga und Bezirksklasse. 1990 trat der Verein unter der Bezeichnung SV Einheit erst in Thüringens bezirksklasse, dann nach dem Volksentscheid und Übertritt der Stadt Elsterberg ab 1992 in Sachsen und startete ab 1996 wieder unter dem historischen Name Elsterberger BC. Nach dem Start in der Bezirksliga Chemnitz rutschte das Team in den vogtländischen Kreisklassen-Bereich ab.
Adorf/Vogtl. | Auerbach/Vogtl. | Bad Brambach | Bad Elster | Bergen | Bösenbrunn | Burgstein | Eichigt | Ellefeld | Elsterberg | Erlbach | Falkenstein/Vogtl. | Grünbach | Hammerbrücke | Heinsdorfergrund | Klingenthal | Lengenfeld | Leubnitz | Limbach | Markneukirchen | Mehltheuer | Morgenröthe-Rautenkranz | Mühlental | Mühltroff | Mylau | Netzschkau | Neuensalz | Neumark | Neustadt/Vogtl. | Oelsnitz/Vogtl. | Pausa/Vogtl. | Plauen | Pöhl | Reichenbach im Vogtland | Reuth | Rodewisch | Schöneck/Vogtl. | Steinberg | Syrau | Tannenbergsthal | Theuma | Tirpersdorf | Treuen | Triebel/Vogtl. | Weischlitz | Werda | Zwota