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Elise Krinitz :

femme russe

Elise Krinitz

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Elise Krinitz

Elise Krinitz (* 22. März 1825 als Elise Müller in Belgern an der Elbe; † 7. August 1896 in Orsay) war eine Schriftstellerin und die letzte, platonische Geliebte Heinrich Heines, der ihr den Kosenamen Mouche gab.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Identität und Lebensgang

Elise Krinitz’ Identität war lange umstritten; sie selbst hat durch zahlreiche Pseudonyme und Mystifikationen dafür gesorgt. Inzwischen gilt als relativ gesichert, dass sie unter dem Namen Johanna Christiana Müller geboren, aber vom Vater, einem Webermeister, nach dem Tod ihrer Mutter im Wochenbett zur Adoption freigegeben und umbenannt wurde. Das Kirchenbuch von Belgern verzeichnet unter dem 30. April 1825 die Umbenennung in Adolphine Emilie Elise Krinitz. Das Mädchen wuchs in Paris auf, doch sorgte die deutsche Adoptivmutter für zahlreiche Besuche in der sächsischen Heimat, an die Elise Krinitz sich später auch durchaus noch erinnern konnte, obwohl sie eine andere Familiengeschichte fingierte.

Nachdem sie erwachsen geworden war, lebte Elise als Pianistin, Komponistin und Publizistin in Paris. Allerdings hielt sie sich selbst nicht für übermäßig musikalisch; wie sie ihr Dasein finanzierte – der Adoptivvater, der nach Amerika ausgewandert war, aber erfolglos zurückkehrte und verarmt im Jahr 1862 starb, konnte ihr und ihrer Adoptivmutter kaum etwas hinterlassen –, ist unbekannt. Sie versuchte Kontakte zu Prominenten aus kulturschaffenden Kreisen zu knüpfen, vor allem zu Alfred Meißner, der ihre Zuneigung aber nicht erwiderte. Von 1850 bis 1853 lebte sie – angeblich mit einem wohlhabenden Franzosen verehelicht – in England, kehrte dann aber nach Paris zurück und begann ihre platonische Beziehung zu Heinrich Heine. Für Meißner wurde sie dadurch kurzfristig tatsächlich interessant, doch beendete er das Verhältnis schon 1857 wieder, als keine weiteren Gewinne durch Informationen und Materialien über Heine mehr zu erwarten waren.

Elise Krinitz, die nun unter verschiedenen Pseudonymen, besonders als Camille – einem „geschlechtsneutralen“ Vornamen – bzw. Camilla Selden zu publizieren begann, fing 1858 eine Liaison mit Hippolyte Taine an, die 1868 auf Taines Betreiben endete. Zwar betätigte sich Elise Krinitz weiterhin als Schriftstellerin, nahm aber 1882 auch eine Stelle als Lehrerin für deutsche Sprache in Rouen an, wodurch sie endlich finanziell abgesichert, wenn auch nicht gerade glücklich war. Sie starb 71jährig an ihrem Ferienort Orsay südlich von Paris.

[Bearbeiten] Die Begegnung mit Heine

Büste Heines auf seinem Grab

Der erste Besuch bei Heine fand am 19. Juni 1855 in seiner Pariser Wohnung statt; der letzte fünf Tage vor seinem Tod. Vorangegangen war ein Briefwechsel zwischen Margareth, wie sie zunächst unterschrieb, und dem todkranken Dichter. Heine nannte seine letzte Geliebte allerdings weder Elise noch Margarethe, sondern Mouche (frz.: Fliege), da sie ihre Botschaften mit einem Fliegen-Petschaft siegelte.

Es gibt allerdings auch andere Versionen des Beginns der Liebesgeschichte. Johann Vesque von Püttlingen, so die Autorin selbst, habe sie beauftragt, ein Päckchen mit Noten bei dem Dichter abzugeben; aus dieser Begegnung sei ihre Beziehung entstanden. Wieder eine andere Variante berichtet, Elise Krinitz habe Heine kennengelernt, nachdem dieser eine Annonce aufgegeben hatte, in der er nach einer Vorleserin und Sekretärin suchte.

25 Briefe Heines, die von seiner starken emotionalen Bindung an Mouche zeugen, sind erhalten, dazu vier Antworten der jungen Frau. Während Elise Krinitz sich in ihren Briefen und auch in ihren Memoiren eher zurückhaltend gab, beklagte Heine, durch seine Krankheit – er litt möglicherweise unter weit fortgeschrittener MS; eine Haaranalyse von 1997 hat auf eine Bleivergiftung hingedeutet – zur Tatenlosigkeit verurteilt und auf eine rein geistige Liebe beschränkt zu sein. Auch seine fünf Gedichte an die Mouche, die sich im Nachlass fanden, haben diesen Tenor. Diese Gedichte gelten als die einzigen persönlich motivierten bzw. adressierten Liebesgedichte Heines.

Als Die Mouche tritt die Figur der Elise Krinitz in Günter Bialas' letzter Oper „Aus der Matratzengruft“ auf.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Originalausgaben

[Bearbeiten] Als Übersetzerin

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Elise Krinitz - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Elise Krinitz - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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