Elisabeth von Bayern (* 1478; † 15. September 1504) war eine Pfalzgräfin bei Rhein und nach dem Willen ihres Vaters Herzogin von Bayern-Landshut.
Die Tochter von Herzog Georg dem Reichen und seiner Ehefrau Hedwig Jagiellonica rückte nach dem Tod ihres Bruders Ludwig († vor 1496) immer mehr in den Mittelpunkt, weil das Herzogtum von Bayern-Landshut nun ohne männlichen Erben war. Die Wittelsbacher Hausverträge von 1392 und 1450 sahen in diesem Falle eine gegenseitige Erbfolge vor.
Trotz der entgegenstehenden Hausverträge bestimmte Georg sie am 19. September 1496 testamentarisch zu seiner Erbin und Nachfolgerin. 1499 heiratete sie Ruprecht von der Pfalz. Ihre ersten Söhne, die Zwillinge Ruprecht und Georg, starben beide 1504. Ihre weiteren Söhne Philipp und Ottheinrich dagegen überlebten.
1503 setzte Georg ihren Gemahl zum Statthalter von Niederbayern ein. Nach dem Tod ihres Vaters am 1. Dezember 1503 trug sie durch ihr resolutes Vorgehen entscheidend zur Auflösung des Regentschaftsrates der Landstände und zum Ausbruch des Landshuter Erbfolgekrieges bei.
Ihr Kontrahent Albrecht IV. von Bayern-München hatte die bedeutenderen Bundesgenossen und bald auch König Maximilian auf seiner Seite. Ihr geächteter Ehemann starb am 20. August 1504 an der Ruhr. Elisabeth setzte den Krieg fort und ließ die Städte Landshut, Dingolfing und Moosburg besetzen.
So wurde auch sie mit der Reichsacht belegt. Am 12. September 1504 erlitten die mit ihr verbündeten böhmischen Truppen bei Wenzenbach eine entscheidende Niederlage. Drei Tage danach starb Elisabeth vermutlich an der in Niederbayern grassierenden Seuche. Sie ist im Kloster Seligenthal bestattet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Elisabeth von Bayern |
| KURZBESCHREIBUNG | Pfalzgräfin bei Rhein |
| GEBURTSDATUM | 1478 |
| STERBEDATUM | 15. September 1504 |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."